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Wir Walkenrieder

Die „Walkenrieder“ haben sich noch einiges vorgenommen


„Corona bremst auch uns etwas aus, weil größere Arbeiten, bei denen das Einhalten der Abstände nicht immer funktioniert, nicht oder eben nur mit wenigen Leuten durchgeführt werden können. Dennoch haben wir uns einiges vorgenommen.“ Michael Reinboth und alle Aktiven vom Verein „Wir Walkenrieder“ gehen optimistisch in die nächsten Wochen und Monate. „Die Einrichtung der Tourist-Information im Herrenhaus und der derzeitige Boom, den Walkenried bei Tagesgästen und Urlaubern erfährt, sind für uns Ansporn, noch mehr für unseren Klosterort zu tun.“

Er hofft, dass auch die Verwaltung von der Begeisterung anstecken lässt – und zum Beispiel endlich am Klosterparkplatz mehr Mülleimer aufstellt und diese auch häufiger leert, damit dieses Ärgernis im ansonsten intakten Umfeld von Kloster und Herrenhaus beseitigt wird…

Ehrung für den Schöpfer der neuen Bänke

Nach der Arbeit ist bei den „Walkenriedern“ zwar vor der Arbeit. Aber gelegentlich muss doch einmal innegehalten werden. Am gestrigen Dienstag trafen sich Vorstand und Beirat, um mit dem nötigen Abstand, aber doch nicht minder herzlich, mit Ortsbürgermeister Claus Eggert den Schöpfer des aktuellen Bankprogramms zu ehren, indem ihm selbst eine Bank gewidmet wurde – noch dazu an einem Ort, den er ganz gern aufsucht.

Claus Eggert

Und so konnte er die abendlichen Sonnenstrahlen auf der Bank an der Thiele-Köte im Himmelreich genießen. „Es schmerzt uns sehr, dass Claus nun ein Schmerl wird, für einen Walkenrieder gewiss kein wirklicher Karriereschritt. Aber wir hoffen, dass er uns treu bleibt und vor allem noch ein paar Bänke herstellt, denn die Wunschliste ist noch nicht abgearbeitet.“ Das, so Michael Reinboth, hat er gestern auch versprochen.

Gesprochen wurde aber auch über das Programm der nächsten Wochen und Monate bis hinein in das Jahr 2021. Und da gibt es durchaus noch einiges zu tun:

  1. Schon am kommenden Dienstag (4.8.) wird ab 18 Uhr im Bürgerpark dem Blumenbeet rund um den Brunnen zu Leibe gerückt. Hier wächst das dort nicht erwünschte Kraut wie die Vogelmiere inzwischen höher und höher. „Eigentlich lautete die Absprache: Wir Walkenrieder lassen nach Ende der Bauarbeiten pflanzen, die Gemeinde Walkenried gießt und pflegt. Teil 2 der Absprache wurde und wird nicht eingehalten – ist so ähnlich wie beim Mülleimer am Klosterparkplatz. Aber was will man machen? Die Leute gehen vorbei und schütteln die Köpfe. Das fällt auf unseren Ort zurück, und deswegen werden wir dort erneut tätig – zähneknirschend.“
  2. Auf Wunsch und gesponsert von Hubertus Hoffmann, einem ehemaligen Walkenrieder, werden drei weitere Bänke auf dem Weg vom Himmelreich zur KZ-Gedenkstätte Ellrich-Juliushütte aufgebaut werden. Nicht in der Gedenkstätte, für deren Gestaltung andere zuständig zu sein reklamieren, wohl aber dort, wo sich einst die Siedlung Juliushütte befand. „Damit schließen wir auch eine Lücke, denn vom Ellrichblick bis nach Ellrich hinein gibt es keine weiteren Sitzmöglichkeiten am Kaiserweg und auch nicht am Karstwanderweg.“
  3. Der Steg über den Überlauf des Andreasteichs parallel zur Straße nach Neuhof ist marode. Hier werden die „Walkenrieder“ den Belag erneuern, damit dieser Zugang zum Höllstein weiter sicher begehbar bleibt.
  4. Ebenfalls marode ist „Kurtis Brücke“ an der oberen Breitenbach. Auch sie muss erneuert werden, in diesem Fall komplett. Hierfür müssen noch Holz und Spenden eingeworben werden.
  5. Der Ausfall von Kloster- und Weihnachtsmarkt ist schmerzlich, die Zeit soll aber genutzt werden, um den Sand im Pflaster des Vorplatzes zu erneuern bzw. wieder aufzufüllen. „Das ist eine große Kehraktion, bei der wir aber Abstand halten können.“ Die Beschaffung des Sandes obliegt der Gemeinde Walkenried – eigentlich auch die anschließende Arbeit, aber siehe oben, es muss eben auch gemacht werden.
  6. An der Streuobstwiese beim Klosterparkplatz wird eine der Sitzgruppen durch eine überdachte Sitzgruppe a la „Günters Ruh“ im Himmelreich ersetzt werden, unauffällig nahe der Wieda platziert. „Wir kommen da einem häufig geäußerten Wunsch von Klosterbesuchern und Wanderern nach, die dort gern sitzen, aber sich auch etwas Schatten wünschen. Die beiden heutigen Sitzgruppen werden stark frequentiert, wodurch eben auch das Müllproblem entsteht – siehe oben.“

Bei weiteren Themen, so Michael Reinboth, sei man mit im Geschäft: Lautsprecheranlage in der Friedhofskapelle Walkenried, Umbau des Bahnhofs Walkenried (hier geht es um die Barrierefreiheit und vor allem um den Erhalt der heute kurzen Wege zwischen Zug und Bus), Pflege der Wanderwege und Grünflächen, weitere Auflage des Wanderflyers („der wird aktuell drei Mal in der Woche nachgefüllt – so einen Verbrauch hatten wir noch nie“), Beschaffung eines weiteren Spielgerätes für den Kinderspielplatz Geiersberg („ist schon lange bestellt – die Lieferfristen sind unverständlich lang, angeblich wegen Corona“). Andere Punkte beobachte man, so Reinboth, sehr genau: Was wird aus dem Torbogen? Wie geht es am Priorteich weiter?

Jens Müller tritt die Nachfolge von Dietmar Langer an

Fazit: Die Arbeit geht nicht aus. „Gottseidank aber auch die Leute nicht. Ich freue mich sehr, dass wir für Dietmar Langer, der im kommenden Jahr kürzertreten will, einen Nachfolger für die Pflege der Wanderwege gefunden haben. Einen sehr jungen noch dazu: Jens Müller aus der Walkenried in so vielen Punkten verbundenen Müller-Dynastie aus dem Hopfenheller wird das übernehmen.“

Über Michael Reinboth

Schatzmeister und Vorstandsmitglied des Vereins "Wir Walkenrieder e.V."

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