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Christian Reinboth

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Christian Reinboth hat geschrieben 120 Beiträge für Walkenrieder Nachrichten

Neues Buch: „Roteisenstein aus dem Kastenthal bei Zorge und Wieda“

Mit einmaligen und unwiederbringlichen Bildern aus unterirdischen Gruben

(von Rainer Dittmann)

Am Samstag, den 7. Mai, 15:00 Uhr stellt der Förderverein des Heimatmuseums Zorge einen neuen Band über den Bergbau mit dem Titel der „Roteisenstein aus dem Kastenthal bei Zorge und Wieda“ von Klaus Pfeiffer und Manfred Dittmann im Gemeindesaal der St. Bartholomäus Kirche in Zorge vor. Autor Manfred Dittmann freut sich über ein zahlreiches Erscheinen.

Nur noch wenige Menschen in den beiden Südharz-Orten wissen heute noch, dass über 400 Jahre Bergbau die Haupterwerbsquelle der Einwohner war. Denn nach seinem Ende um die vorletzte Jahrhundertwende geriet das ganze schon nach wenigen Generationen in Vergessenheit. Und selbst für viele Fachleute scheint das Revier eher unbedeutend – Eisen eben. Der frühere Lehrer Klaus Pfeiffer aus Wieda und der Heimatforscher Manfred Dittmann, ehemals in Zorge ansässig, machten sich an die Aufgabe, die Geschichte dieses doch recht interessanten und vielfältigen Bergbaureviers endlich und akribisch aufzuarbeiten.

Vor rund 50 Jahren kletterte eine Gruppe junger Männer aus Wieda und Umgebung in verschiedene Stollen und Gruben, da sie damals noch begehbar waren. Klaus Pfeifer nutze die Gelegenheit, dort zu fotografieren, soviel er konnte. Die Bilder stellen heute unwiederbringliche Zeitdokumente von den inzwischen nicht mehr zugänglichen Gruben dar.

Nach einer geschichtlichen Aufarbeitung – erste Gruben sind bereits im 16. Jahrhundert überliefert – behandeln die Autoren u.a. folgende Themenbereiche: Die Arbeit des sog. „Alten Mannes“, der Bau von Stollen und Schächten und die damit verbundenen Arbeiten wie Abbauen, Sprengen, Fördern, „Bewettern und Wasserlösen“, Aufbereiten usw. Eine Sensation seinerzeit:  Das erste Auffinden einer Selenverbindung, die als „Zorgit“ weltberühmt wurde. Die größeren Gruben werden näher beschrieben, auch einzelne Bergleute und ihre schwere Arbeit und Lebensumstände, wenn sie täglich über Jahre in den Berg einfuhren. Alte Transportwege sind auch heute noch mit wachem Auge im Gelände zu finden.

Das Buch ist ein Versuch, die bergbauliche Vergangenheit einer bislang eher stiefmütterlich behandelten Region auch dem Nichtfachmann/der Nichtfachfrau näher zu bringen. Durch die reiche Bebilderung wird es als historisches Zeitdokument eine wichtige Erweiterung der Heimatgeschichte beider Orte und des Harzes sein. Zuletzt wird ein noch Exkursionsvorschlag gemacht, der dem interessierten Laien die rechts und links der Wanderwege die bis heute sichtbaren Spuren des alten Bergbaus näherbringt.

Aufruf zum Internationalen Museumstag 2022: Sie sind gefragt!

(von Annette Behnk, ZisterzienserMuseum Kloster Walkenried)

Der diesjährige Internationale Museumstag am 15. Mai steht unter dem Motto: „Museen mit Freude entdecken“. Das ZisterzienserMuseum Kloster Walkenried nimmt dies zum Anlass, um eine Besucherbefragung durchzuführen. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, ein persönliches Feedback zum Museum und seiner Dauerausstellung zu geben. Lassen Sie uns offen und ehrlich wissen, was Ihnen am ZisterzienserMuseum gefällt und was nicht.

In Vorbereitung auf den Museumstag wendet sich das Museum gezielt an Bürgerinnen und Bürger aus Walkenried, Wieda und Zorge, die mit ihren Bürgerkarten kostenlos das Kloster besuchen können. Sie sind herzlich eingeladen, die Ausstellung einmal kritisch unter die Lupe zu nehmen. Natürlich können auch andere interessierte Gäste an der Befragung teilnehmen.

© ZisterzienserMuseum Kloster Walkenried, Foto G. Jentsch

Mit Hilfe von kurzen Video-Interviews möchte das Museumsteam die positiven und negativen Eindrücke sammeln und diese am Internationalen Museumstag in Form einer Multimediashow präsentieren. Für die „kamerascheuen“ Besucherinnen und Besucher besteht die Möglichkeit einer anonymisierten Befragung. Zudem wird am 15. Mai ein Kummerkasten im „Parlatorium“, dem Sprechzimmer der Mönche im Kreuzgang, für Ihre Kommentare bereitstehen.

© ZisterzienserMuseum Kloster Walkenried, Foto G. Jentsch

Damit Sie künftig das ZisterzienserMuseum mit noch mehr „Freude entdecken“ können, sollen Ihre Feedbacks überdies als Inspiration und Anregung für die Weiterentwicklung der Dauerausstellung des Museums dienen. An zwei Terminen möchten wir Sie zwischen 10 und 17 Uhr interviewen. Unterstützt durch einen kurzen Fragenkatalog freuen wir uns am Samstag, den 23. April und am Samstag, den 30. April auf Ihre persönlichen Einschätzungen und Ihre Kritik. Bitte melden Sie sich unbedingt spätestens einen Tag vorher unter info@kloster-walkenried.de an und teilen Sie uns eine gewünschte Uhrzeit mit.

© ZisterzienserMuseum Kloster Walkenried, Foto G. Jentsch

Neue Internetplattform HEDI informiert auch auf Ukrainisch zu Schwangerschaft und Geburt

(Pressemitteilung des Amts für regionale Landesentwicklung Braunschweig)

Das neue digitale Angebot HEDI vernetzt Schwangere und junge Eltern mit Hebammen, Gynäkolog*innen, Kinderärzt*innen und sozialen Anlaufstellen in Südniedersachsen. Die kostenlose mobil optimierte Web-Plattform beantwortet wichtige Fragen rund um Schwangerschaft und Geburt in mehr als 160 Artikeln und bietet 300 relevante Kontakte in Südniedersachsen an. Neben Deutsch, Englisch, Französisch und stehen die Informationen ab sofort auch auf Ukrainisch zur Verfügung.

„Schwangerschaft und Geburt sind herausragende Ereignisse für Eltern und Familien. Neben der Vorfreude gibt es in dieser Phase aber auch viele Fragen und Unsicherheiten. Ich freue mich sehr, dass HEDI das Informationsbedürfnis von Frauen und jungen Familien umfassend abdeckt. Gerade für werdende Mütter und junge Familien, die jetzt aus der Ukraine zu uns kommen und weder die Region noch unsere Sprache kennen, ist das Angebot eine wertvolle Orientierungshilfe“, so Dr. Ulrike Witt, Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung Braunschweig.

HEDI ist ein Kooperationsprojekt der Gesundheitsregion Göttingen/Südniedersachsen. Auf Befürwortung des Kommunalen Steuerungsausschusses Braunschweig wurde das Projekt im Rahmen des Förderprogramms „Soziale Innovation“ durch das Land Niedersachsen und die Europäische Union (ESF) gefördert. Die Plattform HEDI wird weiterentwickelt und soll zukünftig auch Informationen und Kontaktadressen aus weiteren Landkreisen und Regionen anbieten.

Weitere Informationen finden Sie unter hedi.app

HEDI bündelt die wichtigsten Informationen rund um Schwangerschaft und Geburt © Karo Oh

Nacht der Offenen Pforte 2022 im Kloster Walkenried

(von Annette Behnk, ZisterzienserMuseum Kloster Walkenried)

Am Ostersonntag, dem 17. April, öffnet das Kloster Walkenried seine Tore zur „Nacht der Offenen Pforte“.  Diese erwartet Sie mit einem neuen Konzept, auch wenn auf beliebte Programmpunkte nicht verzichtet werden muss. Der Vorverkauf startet am 4. April.

Im ZisterzienserMuseum Kloster Walkenried erleben Sie bei der „Nacht der Offenen Pforte“ am Ostersonntag, dem 17. April, im Schein hunderter Kerzen die Magie gregorianischer Wandelgesänge oder lauschen virtuoser Harfenmusik und Lesungen aus berühmten mittelalterlichen Handschriften. Bei „Living History“-Darstellerinnen und -Darstellern erhalten Sie spannende Einblicke in Geheimnisse spätmittelalterlicher Handwerkskunst und Bergbautechnik. Besuchen Sie das Refektorium, den ehemaligen Speisesaal der Mönche, und lassen Sie sich dort vom KlosterCafé mit „klösterlichen“ Leckereien verwöhnen. Erstmals wird das Welterbe-Infozentrum gegenüber vom Museum mit einbezogen: Kehren Sie bei Jazz-Musik und einem Besuch in der „Rammelsberg-Bar“ zurück in die Gegenwart.

Living History-Darsteller © Histo Faber

Einlass ist ab 18.30 Uhr; von 19.30 Uhr bis 23.30 Uhr wird ein stimmungsvolles Programm geboten. Der Eintritt beträgt 5 €, für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre ist der Eintritt frei.  Der Vorverkauf für die „Nacht der Offenen Pforte“ läuft ab Montag, dem 4. April. Bitte nutzen Sie dafür neben der Museumskasse auch den Vorverkaufin den Tourist-Informationen in Bad Sachsa, Bad Lauterberg, Herzberg, Clausthal-Zellerfeld, Torfhaus, Hohegeiß, Braunlage, Bad Harzburg, Goslar und Nordhausen. Alle teilnehmenden Vorverkaufsstellen finden Sie auch auf der Website unter www.kloster-walkenried.de. Am Veranstaltungsabend werden mehrere Kassen im Kloster und Welterbe-Infozentrum geöffnet, um Warteschlangen zu verringern. Bitte beachten Sie, dass bei der Veranstaltung die FFP2-Maskenpflicht gilt.

Nacht der Offenen Pforte (Archivfoto) © ZisterzienserMuseum Kloster Walkenried

Weitere Infos und Anmeldungen:

ZisterzienserMuseum Kloster Walkenried – Steinweg 4a – 37445 Walkenried

Besucherservice: Tel 05525-9599064 – info@kloster-walkenried.de

Mitgliederbrief der „Wir Walkenrieder“ vom März 2022

Liebe Wir Walkenrieder,

nach dem verregneten Februar ist nun der Frühling eingezogen mit dem wärmsten und trockensten März seit über 30 Jahren. Also weiter Extreme, so auch in der Pandemie, die uns aber nun erlaubt, geplante Aktivitäten in die Tat umzusetzen. So hat Herr Jödicke von der Gemeinde die Wegweiser angebracht, unsere Fahrradtouristen werden sich freuen. Unsere aktiven Mitglieder sind an den Wanderwegen unterwegs. Jens Müller und Thorben Güther haben den Bewuchs am Ellrich Blick beschnitten und so haben die Wanderer wieder einen freien Blick. Unsere zahlreichen Ruhebänke bedürfen immer der Kontrolle und gelegentlich des erneuten Anstriches. Hier sind einzelne Mitglieder auch in Eigeniniative unterwegs, so die eifrige Schwimmerin Ines Hermann am Priorteich.

Auch Christa Badstübner hat sich vorgenommen, einigen Bänken in der Nähe ihrer Wohnung wieder neuen Glanz zu verschaffen. Dafür hat unser Bankexperte immer die richtige Farbe bereit und stellt diese gern zur Verfügung. Wir danken herzlich Ines, Christa und Claus

Farbe wird auch ehrenamtlich intensiv eingesetzt von Karl Heinz Kramer, der uns somit das baldige Aufstellen des Maibaumes ermöglicht. In den nächsten Tagen muss die ehemalige Bahnschranke vor Ort am Geiersberg noch abschließend gestrichen werden. Auf Anraten von Gärtnermeister Ibold haben wir schon Mitte März wieder in Eigenarbeit die Bepflanzung des Brunnens im Bürgerpark vorgenommen. Vielen Dank an Bernd Ibold für den Preisabschlag beim Kauf der Pflanzen. Wie zu sehen, haben unsere Aktiven die Farbauswahl wieder gut hinbekommen und hatten ihren Spaß daran. Der Nachbar, der Vorsitzende, kann die Stiefmütterchen nun regelmäßig begießen.

Hella Presse, Gerald Pinnow, Claus Berger, Kerstin Klein, Karl Ernst Wernecke, Martin Homagk und Dieter Klein.

Unser Mitglied Hella Presse ließ es sich nicht nehmen, auch auf unserer Streuobstwiese neben dem Klosterparkplatz für eine Neubepflanzung zu sorgen. Hella spendete zwei Obstbäume, vom Gärtnermeister eingepflanzt. Nun gießt sie diese bei der Trockenheit auch mit Wasser vom Mühlgraben und befüllt nebenbei noch regelmäßig die Flyerboxen unserer Infotafel. Danke!!

Am letzten Samstag hatte die Gemeindeverwaltung und unser Ortsbürgermeister nach zweijähriger Zwangspause wieder zum Umwelttag aufgerufen. Bei herrlichem Sonnenschein  fanden sich viele Mitbürger ein und auch unser Verein war in guter Anzahl vertreten. Am Geiersberg und an den Wegen neben den Bahngleisen und Teichen fand sich wieder unendlich viel, sorglos fortgeschmissener Unrat. Aber vor allem unseren jungen Familien hat es wieder viel Spaß gemacht und die Geselligkeit in freier Natur konnte wieder genossen werden. Hinzu kam die Spendenaktion von Michael Reinboth für die vielen Leidtragenden des unseligen Ukrainekrieges, eine gute Idee mit sicher gutem Ertrag. Auch wir danken allen, die an dieser Aktion teilgenommen haben.

Herzliche Grüße

Ihr/Euer Klaus Niemann

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