//
Archiv

Kulturrevier Harz

Diese Kategorie enthält 21 Beiträge

Kulturrevier blickt beim Neujahrsempfang auch Richtung Westen

(Pressemitteilung des Kulturrevier Harz e.V.)

Traditionell lud der Verein Kulturrevier Harz anlässlich des Jahresauftaktes zum Neujahrsempfang ein. Rund 50 geladene Gästen aus Politik, Wirtschaft und dem öffentlichen Leben waren der Einladung in Müllers Hotel in Hohegeiß gefolgt. Dort blickte Vereinsvorsitzender Janek Liebetruth auf eine erfolgreiche Spielzeit 2018 zurück.

Auch die vierte Auflage des Festivals der darstellenden Künste, THEATERNATUR2018, sei rundherum gelungen gewesen. So lautete das einmütige Resümee Janek Liebetruths, künstlerischer Leiter und Vorsitzender des Vereins Kulturrevier Harz e.V. eingangs des Abends. Man habe es mit dem gewählten Thema geschafft, den demografischen Wandel und die damit vor allem in ländlichen Gebieten verbundenen Probleme zu thematisieren und diese als „Fremde Neue Welt“ auf der Bühne gekonnt künstlerisch umgesetzt. „Diese Thematik haben wir aufgegriffen und in zwei Eigenproduktionen erfolgreich umgesetzt. Die ausgewählten Stücke sollten die Kluft zwischen Alt und Jung thematisieren,“ so Liebetruth. So wurde beispielsweise Shakespeares „Der Sturm“ symbolträchtig in ein Altersheim als Exilort für Prospero gesetzt.

Die zweite Eigenproduktion war Frank Wedekinds „Frühlingserwachen“, der hier das Missverständnis der Jugend gegenüber dem Alten, dem Früheren verarbeitete. Neben beiden Eigenproduktionen habe der Programmmix aus Tanz, Konzert, Theater sowie Podiumsdiskussionen und Kinderveranstaltungen besonders viele Menschen aus der Region für das THEATERNATUR begeistert. Auf der „Kleinen Waldbühne“ wurde zudem eine zweite Spielstätte etabliert. Hier wurde u.a. das Stück „Nichts Schöneres“ von Oliver Bukowski aufgeführt.

Wie bei vielen anderen Projekten auch, habe auch das „Festival der darstellenden Künste“ in Benneckenstein viele Väter. Mittlerweile längst ein kleines Schwergewicht seiner Art in Mitteldeutschland und daher auch darüber hinaus wahrgenommen, werde das Ganze auch in Benneckenstein von vielen Händen getragen. Das betonte Liebetruth in seinen Ausführungen besonders. Ja mehr noch. Er hob zudem das Engagement der Sponsoren, von denen viele dem Festival seit der ersten Auflage gewogen seien, hervor. In den Reigen dieser Unterstützer würden sich Länder und Kommunen, aber auch die heimische Wirtschaft, einbringen. Liebetruth freue sich, dass die Unternehmen HarzEnergie und die Volksbank Braunlage ihre Unterstützung für die nunmehr fünfte Spielzeit bereits erneut zugesagt hätten. Im gleich Atemzug dankte er auch den Vereinsmitgliedern und Künstlern für ihr Engagement. Leah Lichtwitz (Kostümbild), Hannes Hartmann (Bühnenbild) und Simon Schabert (Bühnenbild) wurden daher als Ehrenmitglieder in den Verein aufgenommen. Mit Marianne Scharfe, Maria Hecht und Hans-Dieter Otto bekamen drei besonders verdiente Vereinsmitglieder die goldene Ehrennadel des Vereins verliehen.

Stimmig umrahmt wurde die Veranstaltung von Künstlern des Nordharzer Städtebundtheaters. Der Schauspieler Curdin Caviezel las mehrere Stücke, am Piano begleitete Violetta Kollar den Sänger Michael Rapke unter anderem beim „Lied der Deutschen“ von Hoffmann von Fallersleben und „Auferstanden aus Ruinen“. Die beiden Nationalhymnen sowie eine von Caviezel gelesenen Kurzgeschichte von DDR-Fluchtgeschichten Autor Michael Dullau, wiesen vor dem Hintergrund des 30-jährigen Jubiläums des Mauerfalls auf das Thema der nächsten Spielzeit hin: GRENZEN:LOS. Das THEATERNATUR findet diesem Sommer vom 9. bis zum 25. August statt. Man darf gespannt sein.

Neujahrsempfang Theaternatur 2019

Foto: Frank Drechsler

Werbeanzeigen

Theaterprojekt ALTER.EGO wird endlich umgesetzt

(Pressemitteilung des Kulturrevier Harz e.V.)

In der Harzregion treffen verschiedene Sehnsüchte aufeinander: in den beschaulichen Ortschaften aufwachsende Jugendliche wollen auf ins Leben und hinaus in die Welt. Sie sehen sich einer Mehrheit an älteren Menschen gegenüber, welche an einem ganz anderen Punkt ihres Lebens in der naturnahen Region zumeist nach Ruhe und Erholung suchen. In den kleinen Stadtzentren, in den Familien aber auch an Veranstaltungsorten treffen diese beiden Gruppen zusammen. Wie wird das Thema Alter in den verschiedenen Lebensstadien betrachtet und bewertet? Was interessiert die Jungen an den Alten und umgekehrt? Was bedeutet das Alter für die Jugendlichen der Region? Welche konkreten Orte verbinden sie mit ihrem eigenen Alter, und welche mit dem ihrer Eltern & Großeltern? Wo sind Überschneidungen, ist ein Dialog möglich? Was ist dabei absolut nicht verhandelbar?

Mit Mitteln der zeitgenössischen Theaterpädagogik und gemeinsamen Recherchieren im Dialog mit der älteren Generation sollen sich Jugendliche mit dem Thema Alter spielerisch auseinandersetzen, den Perspektiven von Jugend und Alter nachgehen. Sie werden eigene altersspezifische Erlebnisse an Orten markieren, Sie werden ihre eigenen Wünsche und Träume mit denen der Generation ihrer Eltern und Großeltern abgleichen, dabei Gemeinsamkeiten und Unterschiede feststellen und somit der Idee der lokalen Gesellschaft auf die Spur kommen. Das Projekt wurde schon für das Festival THEATERNATUR 2018 angekündigt, musste aber aus organisatorischen Gründen auf Herbst/Winter 2018 verschoben werden.

Der im Oberharz kulturell sehr aktive Verein, sucht für dieses Mehrgenerationenprojekt nun Teilnehmer*innen im Alter von 14-20 sowie über 60 Jahren (in Rente) aus dem Oberharz und Umgebung. Mitmachen kann jeder im Zielalter, auch ohne theaterpraktische Vorkenntnisse, der Lust am Theaterspielen hat, sich auf der Bühne ausprobieren und selbstentdeckten möchte, mehr über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten unterschiedlicher Generationen erfahren und in seiner eigenen Biographie stöbern möchte.

Künstlerisch begleitet wird ALTER.EGO von THEATERNATUR Festivalchef Janek Liebetruth persönlich. Dabei wird er von der Quedlinburger Puppenspielerin und Theaterpädagogin Anja Herbener unterstützt. Ein erstes unverbindliches Informationstreffen findet am Samstag, 13.10.2018 um 10 Uhr im Jugendklub Elbingerode statt. Dort werden dann die Zeiten für alle weiteren Treffen gemeinsam vereinbart. Es ist vorgesehen, sich zwei Mal in der Woche für jeweils vier Stunden zu treffen und gemeinsam zu arbeiten. Eine Präsentation der Ergebnisse ist am 08.12.2018 vorgesehen. Die Teilnahme am Projekt ist kostenlos. Fahrtkosten können unter Umständen erstattet werden. Eine regelmäßige Teilnahme ist wünschenswert. Interessenten können sich bis zum 30.09.2018 mit einer kurzen Email an theaterpaedagogik@theaternatur.de anmelden.

ALTER.EGO wird gefördert durch das Programm THEATER UND TANZ MACHEN STARK des Bundesverband Freie Darstellende Künste e.V. in Kooperation mit Bundesministerium für Bildung und Forschung. Das Projekt findet in Partnerschaft mit der Sekundarschule „Bodfeld“ Elbingerode und der Stadt Oberharz am Brocken (Stadtjugendpflege) statt.

FINALCOMP

Rechte am Titelbild für das Projekt: Kulturrevier Harz e.V. (Urheber: Oliver Playford in einer Bearbeitung von Melanie Kuna-Drechsler)

Feinste Harzer Spezialitäten

Zugriffsstatistik

  • 221.225 Besucher
Werbeanzeigen