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Kulturrevier Harz

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Kulturrevier plant einen VER.HEXT einzigartigen Theaternatur Festivalsommer 2017

(Pressemitteilung des Kulturrevier Harz e.V.)

Am Freitag, 21. April 2017 präsentierte der Künstlerische Leiter des THEATERNATUR Festivals, Janek Liebetruth, mit ausgewählten lokalen Unterstützern und Partnern wie Bürgermeister Frank Damsch (Stadt Oberharz am Brocken), Carola Schmidt (Harzer Tourismusverband) und Frank Uhlenhaut (EinHarz GmbH) im traditionsreichen Rathaus von Benneckenstein den Spielplan für die Festivalsaison 2017.

Unter dem diesjährigen Motto VER.HEXT zeigt das Kulturrevier Harz wieder eine gehaltvolle Mischung aus Klassikern, zeitgenössischer Dramatik, Film, Musik und Tanz sowie Theater für junges Publikum. Liebetruth verspricht für das Festival vom 04. bis 15. August 2017 – mit insgesamt 12 Tagen also zwei Tage länger als in den vergangenen Jahren – wieder „spannende und anregende Theatermomente für jedermann mit national und international bekannten Künstlern“.

Der Glaube an Hexerei gehört zu den ältesten Vorstellungen der Menschen. Gerade im Harz ist er mit den Walpurgisnächten und der Brocken-Mythologie kulturgeschichtlich fest verwurzelt. Unter dem Motto VER.HEXT wird das diesjährige Programm des THEATERNATUR eine spannende, theatrale Erzählwelt öffnen – denn die Kehrseite dieses heute so beliebten Wahrzeichens der „Brockenhexe“ ist die Geschichte. „Der Harz gilt als Zentrum der Hexenverfolgungen in Mitteldeutschland.“ erklärt Liebetruth. „Zur Lösung sozialer Konflikte kam es nicht selten zu Anschuldigungen und Verleumdungen. Vor allem nach Missernten und Krankheitsepidemien kam es zu schweren Anschuldigungen gegen unliebsame Menschen, und es wurden Hexenverfolgungen initiiert.“ Es wurden hier in der Fachwissenschaft ca. 2500 Hexen¬verbrennungen gezählt. Allein auf dem Schloss von Wernigerode verloren zwischen 1462 und 1609 mindestens 24 Personen im Zuge einer Anklage wegen Hexerei ihr Leben.

Im dritten Jahr seines Bestehens wird sich unser Festival daher unter dem Motto VER.HEXT sowohl mit der soziokulturellen Figur der Hexe in den vielfältigen Darstellungs¬formen der Film- und Theaterwelt beschäftigen, als auch die Möglichkeit der Übertragung in Themen und Diskurse unserer Zeit ausloten. Neben der bereits angekündigten Uraufführung des ersten Bandes der IN SCHATTEN DER HEXEN-Saga der Halberstädter Autorin Kathrin R. Hotowetz am 04. April, wird Festivalleiter und Regisseur Liebetruth einen Abend später das Stück HEXENJAGD von Arthur Millers zur Premiere bringen. Wie bereits bei Schillers „Die Räuber“ im letzten Jahr wird der in Benneckenstein aufgewachsene Regisseur damit einen Bogenschlag zur Gegenwart schaffen.

Miller schrieb sein Stück „Hexenjagd“ im Jahr 1953 als Allegorie auf die Geschehnisse seiner Zeit, nämlich die von der Regierung angeordnete Jagd auf vermeintliche Kommunisten in den USA – und nutzt als Basis für sein Stück eine authentische Begebenheit, um über das Thema der die Denunziation und Diskriminierung von Randgruppen aus Angst zu schreiben. Das Stück selber schildert eine historische Begebenheit aus den Anfangsjahren der US-amerikanischen Geschichte: In der Stadt Salem im heutigen Massachusetts kam es 1692 zu einer Jagd auf vermeintliche Hexen.

Darüber hinaus wird es wieder eine Ballettgala namens HEXTETT (06.08.) inklusive einer Uraufführung des Basler Solisten und Choreographen Jorge Garcia Perez geben, dessen tänzerisches Genie die Besucher bereits vor zwei Jahren beim Theatersommerfest 2014 auf der Waldbühne Benneckenstein erleben durften. Als fast krönender Abschluss am 13.08. ist es dem Festivalteam gelungen, das berühmte Staatsorchester Braunschweig zu einem erst- und einmaligen Auftritt auf die Open-Air Bühne im Dreiländereck zu bewegen. Das Konzert HEXEN | WERKE wird einige musikalische Überraschungen bereithalten. Im weiteren Programm findet sich das Puppenspiel DIE KLEINE HEXE der Berliner Kompanie Handmaids für das jüngere Publikum sowie diverse Kinovorstellungen, u.a. wird die gesamte „Spuk unterm Riesenrad“-Serie gezeigt. Regisseur Günter Meyer wird zu einem KENNEN | LERNEN erwartet.

Freuen Sie sich auf einen verhext einzigartigen Theatersommer mit mehr als 50 Events und Vorstellungen in 12 Tagen auf der Waldbühne in Benneckenstein. Mehr Infos zum Programm sowie Einzeltickets und günstige Pässe gibt es ab sofort auf www.theaternatur.de sowie an vielen bekannten Vorverkaufsstellen.

Pressekonferenz

Kontakt: Janek Liebetruth, janek.liebetruth@theaternatur.de, Mobil: 0160 93 83 0013.

„Im Schatten der Hexen“ erstmals auf der Bühne zu erleben

(Pressemitteilung des Kulturrevier Harz e.V.)

Zusammen mit Autorin Kathrin R. Hotowetz hat Festivalleiter Janek Liebetruth ein Geheimnis um das diesjährige Programm gelüftet und die Weltpremiere bei einer Lesung der Halberstädterin am gestrigen Donnerstag auf der Leipziger Buchmesse bekannt gegeben.

„Das Team vom THEATERNATUR möchte den HEXENRING in einer besonderen Inszenierungsform auf die Open-Air-Bühne bringen, die der Atmosphäre des Buches und seiner verzweigten Geschichte gerecht wird.“ sagt die Autorin am Rande der Messe. „Das hat mich überzeugt.“

Die Regie übernimmt die Münchner Regisseurin Clara Hinterberger, die hier bereits vor zwei Jahren das Stück „HARZ|HEIMAT|MEGACITIES“ zur Premiere gebracht hat. Sie ist Absolventin der renommierten August Everding Akademie in München. Hinterberger wird die spannende Kriminalgeschichte um die sagenumwobene Harzer Hexenwelt atmosphärisch dicht und visuell wie akustisch beeindruckend auf die Waldbühne in Benneckenstein bringen. Sie nutzt dazu die modernen Stilmittel einer multimedialen szenischen Einrichtung mit einer Auftragskomposition und verschiedenen Videoelementen – ein sehr vielfältiges Bühnenerlebnis.

Liebetruth und sein Team vom THEATERNATUR Festival legten bereits in den letzten Jahren bei der Auswahl der Stücke besonderen Wert darauf, die Harzregion und ihre kulturelle Vielfalt mit einzubeziehen. „Da sind wir an dem Erfolgsroman mit mittlerweile 5 Fortsetzungen nicht vorbei gekommen.“ begründete Liebetruth die Auswahl für den diesjährigen Spielplan. Vor ein paar Jahren sei er über seine Familie auf die Geschichte „Im Schatten der Hexen“ aufmerksam gemacht worden und war sofort begeistert. Gebannt von der spannenden, komplexen Geschichte um die Kommissare Breitner und Bechtold, Oma Hoffmann und ihren Enkeln sowie den düsteren Machenschaften des Hexenrings reifte in ihm die Idee, den Roman zur Uraufführung zu bringen. „Schon damals hab ich gedacht dass diese Geschichte auch sehr gut geeignet für die Bühne sei.“ Zur Besetzung von möglichen Schauspielern kann an dieser Stelle noch keine Angabe gemacht werden.

Für das THEATERNATUR 2017 sind vom 04.-15. August 2017 wieder spannende Veranstaltung unter dem Motto VER.HEXT geplant, u.a. Puppentheater, Ballett, Schauspiel, ein Symphoniekonzert, Kino und vieles mehr. Nähere Details zum weiteren Spielplan gibt es dann ab Ende April.

Karten für diese aufregende Uraufführung gibt es ab 22.April 2017 auf www.theaternatur.de

Weitere Informationen: Janek Liebetruth, 0160|93830013, janek.liebetruth@theaternatur.de

Hexenschatten

Hexenring