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Forstamt Lauterberg investiert in geschützte Wiesenlandschaft zwischen Walkenried und Bad Sachsa

(Pressemitteilung der Niedersächsischen Landesforsten)

Das Niedersächsische Forstamt Lauterberg pflegt seine Naturschutzgebiete bei den Rosenteichen und auf den Hirseteichwiesen. Bäume und Sträucher sollen zugunsten von Wiesengräsern und Blütenpflanzen zurückgedrängt werden. Ziel ist es, die Pfeifengraswiese und die Seggenbulten vor dem Ausdunkeln und Überwachsen durch Gehölze zu schützen und durch regelmäßige Pflege den Lebensraum zu entwickeln. Die Wiesenlandschaften bei Walkenried sind nach europäischem Naturschutzrecht geschützt und beheimaten seltene Pflanzen- und Tierarten.

Revierförster Andreas Quandt und Naturschutzförster Roland Steffens wollen Mitte August mit den Arbeiten beginnen. Zuerst lassen sie Hybrid-Pappel fällen, die in der Nähe der Rosenteiche in einer langen Reihe gepflanzt wurden. Auf der Wiese selber müssen diejenigen Gehölze weichen, die die Pfeifengraswiese überwachsen. Nur einige ältere Erlen bleiben aus Schutzgründen auf der Fläche, die als Nasswiese anschließend bewirtschaftet wird. Das Forstamt lässt die Wiese künftig regelmäßig beweiden. Dieses Vorgehen hatten Forstleute mit den Naturschützern vom Landkreis Osterode ausgearbeitet. Langfristig kann so der typische Charakter der Pfeifengraswiese aufgewertet werden und erhalten bleiben. Mehrfach mussten die Pflegearbeiten in den vergangen Jahren verschoben werden, da die milden Winter ohne Frost kein Befahren der Nasswiesen zuließen. Jetzt setzt Förster Quandt auf die trockene Sommerphase für das Fällen der hohen Pappeln.

Die Hirseteichwiesen sind ein rund sieben Hektar großer Komplex aus Nasswiesen, Großseggenrieden und mesophilem Grünland. Sie gehören zum Einzugsgebiet der Walkenrieder Klosterteiche und speisen diese über ein altes Grabensystem. Zahlreiche Weidengebüsche und Gehölzgruppen zergliedern derzeit den Wiesenkomplex. Die Pflege will den Lebensraum wieder offener gestalten und Wald und Sträucher zurückdrängen. „Wir werden den Waldrand auf seine historischen Grenzen zurücknehmen. Im Gelände kann man diese alten Grenzverläufe noch an Gräben erkennen“, weiß Roland Steffens, Förster für Naturschutz und Waldökologie aus dem Forstamt Clausthal. Steffens verweist auf eine Besonderheit der Hirseteichwiesen: „Hier wachsen noch die seltenen Seggenbulten. Die Rispensegge (Carex paniculata) bildet bis zu einen Meter hohe Bulten, die nur noch selten in Niedersachsen auftreten“, so Steffens. Vom Rand wachsen Weidenbüsche und andere Gehölze in die Wiese ein und dunkeln die Rispenseggen aus.

Die noch vorhandenen Bulten sollen in den kommenden Wochen behutsam freigeschnitten werden, so sieht es das gemeinsame Pflegekonzept von Landkreis und Niedersächsischen Landesforsten vor.

Carex paniculata

Carex paniculata wird von Weidengebüschen ausgedunkelt (Foto: Landesforsten).

Vor 30 Jahren eröffnet: Forstausstellung im Schloss Herzberg

(Pressemitteilung der Niedersächsischen Landesforsten)

Die Forstausstellung im Schloss Herzberg blickt auf ein kleines Jubiläum zurück: Vor dreißig Jahren eröffnete der damalige Forstminister Gerhard Glup am 24. 03.1986 die Ausstellung. Nun haben die Niedersächsischen Landesforsten als Betreiber eine kleine Handreichung erstellt, die als Begleitbroschüre die umfangreichen Texte zur Forst- und Bergbaugeschichte des Harzes enthalten. Das kleine Taschenbuch ist im Museumsshop erhältlich und bietet auf 90 Seiten neben den Ausstellungstexten auch zahlreiche Bilder und Fotos von Gegenständen, die im Museum gezeigt werden. Die Nachbildung der historischen Jagdtapete ist etwa seit der Wiedereröffnung nach Sanierung 2007 in voller Länge zu sehen und ist bis heute der Anziehungspunkt für Besucher.

Der Werdegang der Forstausstellung im Einzelnen:

  • 1986 Forstminister Gerhard Glup eröffnet am 24. März die Forstausstellung.
  • 1997 Überarbeitung und Neugestaltung der Ausstellung durch Forstdirektor Ulrich Meyer, Forstrat Karl Schumann und Grafik-Designerin Angelika Reuter.
  • 1997 Einweihung am 19. September. Die reproduzierte Herzberger Jagdtapete wird erstmalig präsentiert
  • 2005 Zeitweiliger Abbau wegen Sanierung.
  • 2007 Wiedereröffnung am 12. Januar im renovierten Raum – Jagdtapete zeigt sich in voller Länge.

(zur Vergrößerung der Jagdszene bitte auf die Fotografie klicken)

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