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Bad Sachsa

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Spätsommerlicher Spaziergang

Manchmal, wenn der Ärger über irgendetwas zu groß wird – zum Beispiel, wenn man lesen muss, dass das Telefon des Bahnhofs Walkenried nie öffentlich war, obwohl es jahrelang immer wieder im Bürgerblatt der Samtgemeinde aufgeführt wurde – und die Stube zu eng, schickt mich meine Frau in den Wald. Da kommst Du auf andere Gedanken! Manchmal komme ich dann allerdings noch wütender zurück: Kaputte Bank, abgerissenes Schild, Hundekot mitten auf dem Weg… Am vergangenen Wochenende allerdings war es anders. Eine wunderbare morgendliche Spätsommerstimmung mit ganz klarer Luft machte den Gang zum Vergnügen.

Eckteich

Der Eckteich hat seine Sanierung ganz gut verkraftet, die baggerbedingte Lücke hinten sieht man kaum. Möge es nun so bleiben. Weiter zum Drehkreuz – den Weg werden wir mal schneiden müssen! – und hinauf zum Sachsenstein. Die Zwerglöcher am Wege haben sich nicht verändert. An der Helbinghütte hingegen hat Dietmar Langer den Schilderwald sortiert und nun zwei ordentliche Pfosten aufgestellt. Das sieht doch richtig gut aus! Nun zum Ausblick oben auf den Klippen. Den hat die Forst ja wieder freigeschnitten. Man kann wieder gut nach Sachsa hinüber blicken. Was von dort an Kommentaren zur Entschuldung kommt, vergessen wir mal kurz. Wie war das vor einigen Jahren im Freizeitzentrum, als man auf die „bad bank“ in Form der Holding hinwies? Hohn und Spott wurde über uns Klostersche ausgegossen. Und nun? Die Wahrheit lässt sich eben nicht ewig verbergen. Die wirklich gemeinen Kommentare kommen ja aber aus Neuhof, und den Ort kann man von hier oben gar nicht richtig sehen…

Weiter zur Spatenbornwiese. Da sind sie wieder, diese magischen Lichtmomente des Spätsommers – oder soll man sagen des Frühherbstes? Die Sonne steht halt schon recht tief. Sie scheint aber recht schön auf die Spätblüher und deren Nutzer, die Insekten. Zu guter Letzt kommt auch noch ein Zug. Und da ist er wieder, der Ärger. Die werden mit ihren popeligen Gleisbauarbeiten schon wieder nicht rechtzeitig fertig…

Gipsloch

Klippen

Waldweg

Spätblüher

Biene

Ein paar schöne sonnige und klare Spätsommertage wünscht Ihnen die Redaktion der „Walkenrieder Nachrichten“!

Klassentreffen der Realschule Bad Sachsa – Abschlussjahr 1988

(von Meike Bestert)

Es war schon lange angedacht und nun hatte es endlich geklappt. Ein Klassentreffen der Abschlussklassen 10 a und b der Realschule Bad Sachsa von 1988 fand am 13. Juni 2015 statt. Oh ja, lang, lang, ist es her. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten im Organisieren, konnten wir uns dann doch auf einen Termin einigen und los ging die Jagd nach Adressen und Telefonnummern. Einige hatten wir noch vom letzten Treffen – das war aber auch schon 10 Jahre her. Da war dann doch einiges nicht mehr aktuell.

Eine richtig gute Entscheidung war es daher, die aktuellen Medien und Kommunikationsmöglichkeiten zu nutzen und eine eigene „WhatsApp“-Klassentreffengruppe zu gründen. Nach und nach kamen immer mehr Mitglieder dazu, es wurden schon reichlich Fotos gepostet und nach verloren gegangen Mitschülern gefahndet. Erreicht und gefunden haben wir von insgesamt 38 Abgängern dann 37 und zum Treffen konnten sich 26 einfinden. Viele sind in der Nähe geblieben der Rest hat sich in ganz Deutschland verteilt, nur eine Mitschülerin hat es ins Ausland verschlagen. Anwesend war auch der Klassenlehrer der 10b Herr Hoffmeister, der immer noch in der Realschule aktiv ist und sich jetzt Rektor der der „Oberschule Bad Sachsa“ nennen darf.

Beim Wiedersehen im Salztalparadies (Restaurant bei der Bowlingbahn) gab es ein großes „Hallo“ und Schulterklopfen. Die meisten haben sich dann doch – trotz veränderter Haarpracht wieder erkannt. Es wurde ein geselliger Abend mit einem leckeren Abendessen. Nach dem obligatorischen Klassenfoto bildeten sich die üblichen, kleinen Grüppchen die man auch schon von den Schulzeiten her kannte. Bis spät in die Nacht hinein wurde geklönt, Erfahrungen, Lebenswege und Gegebenheiten ausgetauscht. In 3 Jahren heißt es „30 Jahre aus der Schule“, die Idee hierzu lautet: die Abschlußfahrt der 10. Klassen nach Südtirol zu wiederholen. Mal sehen ob das klappt. Was sicherlich klappen wird, die Whatsap-Gruppe bleibt erhalten, und wenn es die Termine zulassen könnte man sich auch öfter treffen um eine gemeinsame Unternehmung zu gestalten und durchzuführen. Wir sind gespannt.

Ein besonderer Dank geht an unseren Klassentreffenbeauftragten Carsten Hahne, der das Klassentreffen geplant und die Initiative ergriffen hat. Denn wir kennen das ja, jeder denkt „ach, so ein Klassentreffen nach alle den Jahren wäre doch super“ – hoffentlich organisiert das jemand anders! Das hat geklappt! Vielen Dank.

Klassentreffen 1988

Neue Bushaltestelle in Bad Lauterberg-Barbis verkürzt Umsteigewege

Der Haltepunkt Bad Lauterberg-Barbis hatte schon fast alles, was der Kunde erwarten kann: Wartehäuschen und Fahrkartenautomaten auf beiden Bahnsteigen zum Beispiel, aber auch ein elektronisches Kundeninformationssystem. Was fehlte, war eine Bushaltestelle, die Kunden, welche von den Zügen kommend in Richtung Bad Lauterberg wollen oder aus Richtung Bartolfelde vom Bus zum Zug umsteigen, den Weg verkürzt. Hier wurde nun durch die Stadt Bad Lauterberg mit Hilfe des Zweckverbandes Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN) Abhilfe geschaffen. An der neuen Haltestelle „Barbis Bahnhof, Nordseite“ stoppen nun alle Busse der Hahne-Linie 471 auf dem Weg von Bad Sachsa nach Bad Lauterberg.

In der Gegenrichtung gab es diese Haltestelle schon immer, in Richtung Stadtzentrum konnte sie erst in Angriff genommen werden, nachdem der Verkehr sich auf die neue Umgehungsstraße verlagert hatte. Nun aber ist sie da. Die Kunden haben in Bad Lauterberg-Barbis jetzt vier Bushaltestellen zur Verfügung, denn zu den beiden bahnhofsnahen für die Linie 471 gesellen sich noch die zwei von den RBB-Bussen der Linie 450 angefahrenen Halte in der Straße „Am Roßholz“. In vorbildlicher (und bundesweit in dieser Form auch einmaliger) Weise weist die Deutsche Bahn Station & Service mit Hilfe der Initiative „Höchste Eisenbahn für den Südharz“ in seinen beiden Infokästen an den Bahnsteigen auf alle vier Haltestellen und die dort abfahrenden Omnibusse hin.

Barbis

Bus-Fahrpreis zwischen Walkenried und Bad Sachsa steigt um 30 %

Eine kleine unscheinbare Mitteilung des Verkehrsverbundes Süd-Niedersachsen (VSN), noch dazu mit einem harmlos klingenden Hinweis auf die Einführung neuer Tarifpunkte und damit einher gehenden Korrekturen von „tariflichen Ungerechtigkeiten“, vor kurzem erschienen im Harzkurier, bringt für den Omnibus-Linienverkehr rund um Walkenried eine exorbitante Fahrpreissteigerung auf der wichtigsten Relation des Busverkehrs mit sich. Durch die Einführung eines neuen Tarifpunktes „Neuhof“ konnte der Tarifpunkt Bad Sachsa aus Walkenrieder Sicht von Preisstufe 1 in Preisstufe 2 gehievt werden. Zwar hat sich die geographische Lage von Bad Sachsa in Bezug auf Walkenried nicht verändert, aber der Fahrpreis tut es schon, denn er steigt von schon heute kaum noch zu rechtfertigenden 2,40 € pro Einzelfahrt auf nunmehr 3,20 € pro Einzelfahrt an. Das sind satte 30 % Fahrpreiserhöhung – und dies mal eben so und außerhalb der bereits am 1.4. erfolgten allgemeinen Preisrunde, die Anhebungen um 3 bis 5 % mit sich brachte.

Die Fahrpreise auf anderen Relationen wie Walkenried – Bad Lauterberg, Walkenried – Herzberg oder Walkenried – Osterode verändern sich nicht. Die dort geltenden Preisstufen bleiben wie sie waren – bis zur Entdeckung von zu beseitigenden „Ungerechtigkeiten“ auch hier. Darauf können wir getrost warten. Zwischen Walkenried und Bad Sachsa werden natürlich nicht nur die Einzelkarten teurer, sondern auch alle übrigen Fahrscheine, darunter auch die Schülerzeitkarten. Wer eine BahnCard 25 besitzt, fährt nach der Schließung dieser Gerechtigkeitslücke zwischen Walkenried und Bad Sachsa nach Nordhausen (mehr als drei Mal so weit) zum Bahntarif für den gleichen Preis. Nach Ellrich ist es allemal deutlich billiger. In das 24 km entfernte Braunlage kostet der Einzelfahrschein 3,50 € und gilt bis Oderbrück oder Sankt Andreasberg. Keine Frage: Hier geht es nicht um „gerechte“ Fahrpreise, sondern schlicht und ergreifend um die Erhöhung der Einnahmen, was wegen des beachtlichen Schülerstromes nach Bad Sachsa auch gelingen dürfte. Einzelfahrgäste werden allerdings künftig eher ausbleiben, da zum Beispiel ein Ehepaar für eine Busfahrt nach Bad Sachsa und zurück ab 1.8. selbst bei Nutzung der „rabattierten“ Viererkarte rund 12 € hinblättern muss.

Mit der Preisstufe 1 reist man ab Walkenried im VSN nur noch nach Wieda und Zorge (obschon die Entfernung bis an die jeweils oberen Ortsenden deutlich weiter ist als die nach Bad Sachsa) sowie nach Neuhof. Zu welcher Tarifstufe der bekanntlich in Neuhof liegende Bahnhof Bad Sachsa künftig gehört, muss ausprobiert werden. Die Landesnahverkehrsgesellschaft hat als Aufsichtsbehörde die drastische Preiserhöhung, die sich jenseits aller Preisschübe für Diesel oder Löhne bewegt (diese werden ja durch die „normale“ jährliche Preisanhebung ausgeglichen), bereits genehmigt. Eine Beteiligung Dritter ist in solchen Fällen nicht vorgesehen.

Michael Reinboth, der sich seit Jahrzehnten auch für den Busverkehr in unserer Region eingesetzt hat, zieht denn auch ein trauriges Fazit: „Der VSN war schon immer der teuerste und schlechteste Verbund in Deutschland und hat die kümmerlichste Auswahl an Fahrscheinen, die man sich vorstellen kann – nichts für Senioren, nichts für nach 9 Uhr reisende Fahrgäste, nichts für Touristen und so weiter. Mit dieser neuen Runde wird er seinem Ruf als reine Einnahmeerhöhungsmaschine einmal mehr gerecht.“ Reinboth wird seine Bemühungen im Rahmen der Initiative „Höchste Eisenbahn für den Südharz“ in Zukunft nur mehr auf den Schienenverkehr konzentrieren. Denn sowohl der DB-Tarif wie auch der „Niedersachsen-Tarif“, der leider erst außerhalb der Verbundgrenzen wirkt, richten sich schlicht und ergreifend nach der zurückgelegten Entfernung…

ÖPNV-Treffen in Walkenried

Ein Zug, zwei Busse, viele Fahrgäste – gegen 14 Uhr herrscht am Bahnhof Walkenried viel Leben (Foto: Michael Reinboth)

Walkenried, Wieda und Zorge stellen Antrag auf Eigenentschuldung

(ein Beitrag der Bürgermeister Herbert Miche (Walkenried) und Klaus Gröger (Wieda))

Antragstermin läuft Ende Juni endgültig ab.

In der letzten für die Vorbereitung der Verträge entscheidenden Sitzung am 15.05.2014 mit der Stadt Bad Sachsa, wurde der Fusion durch Äußerungen von Rat und Verwaltung offensichtlich eine eindeutige Absage erteilt. Eine weitere Sitzung der Lenkungsgruppe mit dem Vertreter des Innenministeriums und des Landkreises wurde abgesagt. Überraschend kam das für die Vertreter der Samtgemeinde nicht, denn dieser Sitzung war bereits eine Aufforderung an Bad Sachsa vorausgegangen, sich eindeutig zu diesem Thema festzulegen. Bei einem Gespräch im Innenministerium am 10.04.2014 haben die Vertreter der SG Walkenried bereits mitgeteilt, dass sie ihre Hausaufgaben abgeschlossen hätten und nun auf Signale aus Bad Sachsa warteten. Man ergriff dann die Initiative und hat zur Vorbereitung der Folgetreffen Entwürfe für Fusions- und Gebietsänderungsvertrag erarbeitet.

In der Hoffnung, Bad Sachsa werde seinerseits entsprechende Vorschläge vorlegen um abschließend gemeinsam einen Antrag formulieren zu können, hatte man diese Unterlagen vor der Sitzung übermittelt. Nach Erläuterung der Vorlagen durch den SG-Bürgermeister Herrn Haberlandt, gab es zunächst keine Stellungnahme zum Inhalt der Walkenrieder Papiere, aber der Vertreter der Bad Sachsaer SPD-Ratsfraktion machte einer Absage gleichkommende Äußerung mit der Einschränkung: „Die Entscheidung liege aber beim Stadtrat“. Als Begründung kristallisierten sich drei Punkte heraus und wurden von den Vertretern der anderen Fraktionen gestützt:

1. Das Problem Kläranlage sei nicht gelöst. Anmerkung: Seit Monaten ist bekannt, dass dieses Problem vor 2022 nicht zu lösen ist. Dieses nicht fusionsrelevante Thema wurde mehrfach, auch im Ministerium erläutert. Betroffen sind nur die Bürger der SG.

2. Das eingebrachte Defizit von „Walkenried“ belaste die Bürger Bad Sachsas. Anmerkung: Falsch! Durch den Bevölkerungsschlüssel und durch fusionsbedingte höhere Zuweisungen wird das Defizit weitestgehend ausgeglichen, obwohl in den Finanzdaten noch nicht alle fusionsbedingten Potentiale berücksichtigt wurden. Durch massive Sparmaßnahmen und Personalabbau ist das Defizit bei einer Fusion nach aktuellen Zahlen von ehemals 1,4 Mio. € auf rd. 290.000 € geschrumpft. Die drei Gemeinden haben nicht nur rd. 1 Mio./a eingespart, sondern das sogar geschafft, obwohl gleichzeitig die Steuerkraft im Mittel um 1 Mio./a weggebrochen ist.

3. Walkenried habe das Ziel der schwarzen Null im HH nicht erreicht. Es fehle die Bereitschaft zum Sparen und die Bürger zu belasten. Es gäbe einen Beschluss der festlegt, dass es Bad Sachsas Bürgern nach einer Fusion nicht schlechten gehen darf als vorher. Anmerkung: Wir sind verantwortungsbewusst und gesetzeskonform an die Grenzen der Belastbarkeit der Bürger gegangen. Auch in Bezug auf Rückbau und Abschaffung von Infrastruktur. Denn auch nach einer Fusion müssen die Ortschaften lebens- und liebenswert erhalten und weiterentwickelt werden. Das Ziel, den gemeinsamen HH der fusionierten Gemeinde mit einer schwarzen Null abzuschließen, ist erreicht. In 2022 weist der HH ein deutlich positives Ergebnis von rd. 250.000 € aus. Das es keinem schlechter gehen darf als vorher, das ist auch unsere Meinung.

Nie zuvor so nah am Ziel

Man war nie so nahe am Ziel wie heute. Aber wir müssen weiter zurückblicken, um das Ergebnis zu verstehen. Zum Beginn der Fusionsgespräche, waren Walkenried, Wieda, Zorge eine attraktive Braut. Hochverschuldete Haushalte auf beiden Seiten mit unterschiedlichen Ursachen. Die SG hatte ein Ausgabenproblem und Bad Sachsa zu geringe Einnahmen; bekam aber in schöner Regelmäßigkeit hohe Bedarfszuweisungen vom Land. Während allein die Gewerbesteuer in Walkenried jährlich fast 2,0 Mio. € betrug, hatte Bad Sachsa aus dieser Quelle eine Einnahme von rd. 340.000 €. Als Ergebnis der Wirtschaftskrise sank die Gewerbesteuereinnahme bereits 2010 auf 1,4 Mio. mit der Prognose für die Folgejahre von rd. 500.000€, während die Gewerbesteuer in Bad Sachsa auf niedrigem Niveau stabil blieb.

Für unsere drei Gemeinden war seinerzeit die Aufgabenstellung klar. Ausgaben reduzieren, und alles auf den Prüfstand stellen. Als man die erste Bilanz der Verhandlungen im Wahljahr 2011 zog, stellte sich heraus, dass selbst 5 Jahre nach erfolgter Fusion der gemeinsame Haushalt mit Bad Sachsa noch ein Defizit von rd. 1,2 Mio. ausweisen würde. Durch Steuererhöhungen und weitere Sparmaßnahmen war aber kein Ausgleich herzustellen. Selbst ein Abbau sämtlicher freiwilliger Leistungen und eine Verdoppelung aller Steuern hätte nicht ausgereicht. Vermutlich erkannte das auch Bad Sachsa und das Interesse an einer Fusion ließ nach und man setzte auf Eigenentschuldung.

Verhandlungen auf Augenhöhe

Bei den Ende 2011 wieder angelaufenen Fusionsdiskussionen setzten die nun Verantwortlichen der SG auf Verhandlungen in „Augenhöhe“ mit Offenheit, Klarheit, und auf Zumutbarkeit der Auswirkungen für die Bevölkerung. Mit dem Thema Kläranlage kam nicht nur das größte Problem der SG auf die Tagesordnung, sondern es zeigte auch, dass die Bürger aus Walkenried, Wieda und Zorge bereits weitaus höher belastet werden als die Bürger Bad Sachsas. Die Hoffnung, dieses Problem im Rahmen der Fusion zu lösen, um finanzielle Spielräume für Steuer- und Abgabenerhöhungen einzuräumen, wurde bald zu den Akten gelegt. Der Vertrag muß bis 2022 erfüllt werden und würde bei einer Fusion die Bürger Bad Sachsas auch nicht belasten!

Fusion abgekündigt?

Im Frühjahr 2013 erreichte die Samtgemeinde ein Brief der Stadt Bad Sachsa in dem abweichend von den Vorgaben des Landes Sonderforderungen aufgestellt wurden. Einer Fusion sei nur zuzustimmen, wenn 1. das Problem Kläranlage gelöst ist und 2. die Haushalte der Mitgliedsgemeinden und der Samtgemeinde ausgeglichen sind. Natürlich haben wir diese unerfüllbaren Forderungen zurückgewiesen. Denn sie kamen einer Abkündigung der Verhandlungen gleich. Gleichzeitig forderte man bei jedem Fusionsgespräch die CDU-Bürgermeister von Walkenried und Wieda auf, zu erklären, dass man die Fusion wirklich wolle und wie das Thema Kläranlage gelöst werde. Trotzdem von Seiten Bad Sachsas auch wiederholt entgegengebrachten Mißtrauen und Unterstellungen, haben sich alle Mitglieder der Lenkungsgruppe der SG unbeirrt den Sachthemen gewidmet.

Später wurde darauf gesetzt, durch Verzögerungen den Zeitrahmen zu sprengen. Das Ministerium zeigte sich aber entgegenkommend und hat durch Fristverlängerung und eindeutige Forderungen an die Stadt Bad Sachsa den Druck erhöht. Misstrauen und Unterstellungen sind keine Basis für eine Fusion, unabhängig von Wahlkampf und persönlichen Befindlichkeiten. Das Thema ist zu ernst und zu wichtig, als das man Ministerium und Verhandlungspartner über Monate hinhält. Wir haben der Sache wegen Geduld aufgebracht und auf Einsicht gehofft. Wir müssen heute davon ausgehen, dass mit dem Antrag auf Eigenentschuldung in Bad Sachsa jegliches Fusionsinteresse vom Tisch war. Seit dem letzten Treffen sind weitere 4 Wochen vergangen, ohne ein Signal aus Bad Sachsa und den Gemeinden Walkenried, Wieda und Zorge bleibt nur wenig Zeit um die Weichen für eine Entschuldungshilfe neu zu stellen.

Antrag auf Eigenentschuldung

Aufgrund der geografischen Lage ergibt sich die Situation, dass die Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Walkenried nun keine andere Fusionsmöglichkeit haben. Die Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden, der Samtgemeinde und der Ratsvorsitzende sind sich einig, einen Antrag auf Eigenentschuldung zu stellen. Die Bildung einer Einheitsgemeinde ist dabei gesetzt. Selbstverständlich sind die Verantwortlichen offen, sollte das Land Niedersachsen dies fordern oder zulassen, zukünftig Fusionsverhandlungen auch über Kreisgrenzen hinaus zu führen. Die Finanzsituation stets vor Augen, haben die Verantwortlichen der drei Gemeinden die letzten Jahre auch genutzt, um die Einnahmeseite z.B. durch neue Einnahmequellen wieder zu verbessern, was jedoch bislang ohne Erfolg blieb.

In dieser Situation hoffen nun alle auf Unterstützung durch das Land Niedersachsen.

Der Antrag auf Eigenentschuldung ist auch bei geringer Einwohnerzahl nun alternativlos.

gez.
Klaus Gröger (Bürgermeister Gemeinde Wieda)
Herbert Miche (Bürgermeister Gemeinde Walkenried)

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