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Bahnstreik

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Streikfahrplan für den Südharz von Mittwoch bis Freitag

(Pressemitteilung der Initiative „Höchste Eisenbahn für den Südharz“)

Soeben haben wir die Streikfahrpläne der Deutschen Bahn für unsere Strecken erhalten, die zunächst für die Tage Mittwoch, Donnerstag und Freitag gelten werden. Für das Wochenende werden ab Donnerstag Streikfahrpläne bereitstehen.

Strecke Nordhausen – Herzberg -Göttingen

Angegeben werden jeweils die Abfahrtszeiten in Nordhausen und Herzberg. Es verkehren die Züge 5.39/6.26, 6.39/7.26, 8.39/9.26, 10.39/11.26, 12.39/13.29, 13.39/14.26, 15.39/16.26, 16.39/17.26, 18.39/19.26, 19.39/20.26 und 20.39/21.26 nach Northeim bzw. Göttingen. Die Züge 13.39/14.26, 15.39/16.26 und 19.39/20.26 enden wie sonst auch in Northeim, haben aber umgehend Anschluss nach Göttingen. Alle anderen fahren bis Göttingen durch. Zusätzlich verkehren ab Herzberg die Züge um 5.23 und 6.50 bis Göttingen.

Strecke Göttingen – Herzberg – Nordhausen

Ab Göttingen verkehren die Züge um 6.38, 7.49, 9.49, 11,49, 13.49, 15.49, 17.49 und 19.49 nach Nordhausen sowie 21.49 nach Herzberg. Zusätzlich verkehren ab Northeim die Züge 5.06, 15.06 und 17.06, wobei zum Zug 15.06 ein direkter Anschluss von Göttingen (ab 14.48) besteht. Zum Zug 17.06 ab Northeim besteht leider nur ein metronom-Anschluss.

In Northeim bestehen bei jedem Zug Anschlüsse zum und vom metronom der Linie Göttingen – Hannover – Uelzen (- Hamburg). In Göttingen verkehren die Züge des CANTUS Richtung Kassel und Fulda und die Züge der NWB Richtung Paderborn ohne Einschränkungen. Ferner fahren ICE nach Frankfurt, München, Hamburg und Berlin in etwa alle 2 Stunden. Die IC fahren nicht, ebenso nicht die RE der Relation Göttingen – Erfurt. Zwischen Northeim und Bodenfelde werden alle Züge 1:1 durch Busse mit allerdings längeren Fahrzeiten ersetzt.

In Nordhausen wird es voraussichtlich alle 2 Stunden Schnellbusse nach Erfurt und ebenso alle 2 Stunden Schnellbusse nach Leinefelde geben. Wenig Hoffnung besteht für die Relation Nordhausen – Halle.

Strecke Herzberg – Braunschweig

Angeboten wird in beiden Richtungen ein 2-Stunden-Takt, Herzberg ab 5.34, 7.30, 9.34 und so weiter bis 19.34 Uhr und Braunschweig ab 6.03, 8.03 und so weiter bis 20.03 und zusätzlich 21.03. In Braunschweig verkehren ausgedünnt ICE nach und von Berlin (etwa alle 2 Stunden). Kunden aus Osterode haben die Möglichkeit, alternativ zum Weg über Herzberg um 7.45, 9.47, 11.47, 13.47, 15.47, 17.47 und 19.47 über Seesen nach Kreiensen (metronom-Anschluss nach Hannover) und Göttingen zu gelangen. In der Gegenrichtung funktioniert es leider nicht bzw. mit Aufenthalt in Seesen.

metronom, ErixX (Strecken Hannover – Ringelheim – Goslar – Bad Harzburg und Goslar/Bad Harzburg – Braunschweig) und HEX (Goslar – Halle/Magdeburg) fahren ohne Einschränkungen. In Hannover wird die ICE-Linie Berlin – Hannover – Ruhr praktisch stündlich bedient, alternativ kann man aber ab Göttingen bzw. Kreiensen mit der NordWestBahn über Paderborn dorthin gelangen.

Fahrplanwechsel mit zahlreichen Neuerungen im Südharz

Am 14.12.3014 tritt der neue Jahresfahrplan der Eisenbahn in Kraft. Auch einige Südharzer Buslinien passen dann ihre Fahrpläne an, aber viele Linien tun dies erst nach der Einstellung des Osteroder Stadtbusses zum 6.1.2015. Der Fahrplanwechsel auf der Schiene ist dieses Mal ein durchaus besonderer, denn zeitgleich treten die Ergebnisse der Ausschreibung des Dieselnetzes Niedersachsen Süd-Ost (DINSO) in Kraft. Auf der Süd- und Westharzstrecke sowie auf der Sollingbahn ist der alte Betreiber aber auch der neue, nämlich die Deutsche Bahn Regio mit 27 roten Triebwagen der Baureihe VT 648 LINT. Diese Fahrzeuge erhalten jedoch nach und nach eine Auffrischungskur, in der unter anderem Streckdosen, Informations-Bildschirme und eine Behinderten-Rufsäule nachgerüstet werden. Zwei umgebaute Triebwagen („Seesen“ und „Ellrich“) sind bereits im Einsatz.

Regionalbahn

Eine Regionalbahn auf dem Weg von Nordhausen über Northeim nach Bodenfelde.

 

Im Nordharz übernimmt „ErixX“ den Verkehr auf zwei Strecken von der DB. Dort sind die Änderungen deutlich umfangreicher, wie überhaupt der Nordharz zum wiederholten Male bei Fahrplanwechseln besser abschneidet als der Südharz denn hierzulande gibt es neben einigen Neuleistungen auch Streichungen – in Niedersachsen nach Ausschreibungen ein Novum. Doch der Reihe nach:

Auf der Südharzstrecke Northeim – Herzberg – Nordhausen bleibt der bewährte stündliche Grundtakt erhalten. Auch die Fahrzeiten ändern sich praktisch nicht. Eine kleine Anpassung in Nordhausen, wo die Züge künftig zur Minute .39 statt .38 abfahren werden, beschert dem Südharz alle zwei Stunden neue Anschlüsse aus Richtung Kassel – Eichenberg – Leinefelde mit einer Übergangszeit von 5 Minuten. Die fehlende Minute wird bis Ellrich wieder eingefahren. Zusatzzüge verkehren Montag-Freitag nur noch ab und bis Herzberg am Harz, ihre teilweise Verlängerung nach Walkenried und Ellrich wird gestrichen. Angeboten werden noch ein Frühzug Herzberg – Göttingen und neu ein nachmittäglicher Zug von Göttingen nach Herzberg, der Montag-Donnerstag um 17.24 und Freitag schon um 15.27 im Oberzentrum abfährt. In allen drei Fällen gibt es in Northeim schlanke Metronom-Anschlüsse nach und von Hannover. Für Pendler dorthin bleiben auch die 3 IC-Halte in Northeim bestehen. Neu ist zudem ein täglicher Spätzug Göttingen (21.49 Uhr) – Herzberg, der leider nur Freitag und Samstag bis Nordhausen durchlaufen wird. In der Gegenrichtung wird ein neuer Zug an Samstagen um 21.39 Uhr ab Nordhausen nach Northeim angeboten.

Leider bleiben tagsüber die schlechten Anschlüsse zum und vom Metronom in Northeim bestehen.

Herzberg

Jeweils zur Minute 30 treffen sich in Herzbergs Hauptbahnhof die Züge aus und nach Göttingen, Nordhausen und Braunschweig und der Bus nach und von Bad Lauterberg.

 

Die Züge der Südharzstrecke fahren wie bisher alle 2 Stunden durchgehend bis und ab Göttingen und neu praktisch ohne Ausnahme alle 2 Stunden bis und ab Bodenfelde, wo es gute Anschlüsse in und aus Richtung Ottbergen – Paderborn – Ruhrgebiet gibt. Nachdem die Umbauarbeiten in Ottbergen nun begonnen haben, können die Südharzer mit dem Wegfall eines weiteren Umsteigevorgangs rechnen, dies allerdings wohl erst im nächsten Fahrplanjahr.

Die Westharzstrecke Braunschweig – Herzberg profitiert deutlich vom neuen Konzept. Zum einen wird die tägliche Betriebszeit am Abend um eine Stunde verlängert. Die letzten Züge verlassen nun Herzberg um 21.34 Uhr nach Braunschweig und Braunschweig um 21.03 Uhr nach Herzberg (Ankunft 22.21 Uhr mit Anschlüssen nach Northeim und Freitag und Samstag auch nach Nordhausen). Zum anderen wird der Stundentakt nun auf den ganzen Samstag ausgedehnt. An Sonn- und Feiertagen bleibt es beim zweistündlichen Angebot. Die Zahl der Anschlüsse in Seesen nach und von Kreiensen – Hannover wird abends um einen pro Richtung erweitert.

Bad Lauterberg bleibt auch nach dem 6.1.2015 per Bus stündlich in beiden Richtungen an den Bahnhof Herzberg angebunden. Durch die Inbetriebnahme der neuen Bushaltestelle „Barbis Bahnhof Nordseite“ in Richtung Bad Lauterberg haben sich aber auch die Umsteigemöglichkeiten in Barbis zur Linie 471 verbessert.

Zwei Damoklesschwerter schweben über unserem Streckennetz

Nicht unerwähnt bleiben dürfen gleich zwei Damoklesschwerter, die über all dem schweben. Das eine, der Streik der Lokführergewerkschaft GDL, geht kurzfristig nieder und bringt immer wieder ärgerliche Unterbrechungen des Betriebes vor allem für Pendler – mit durchaus gravierenden Folgen, denn der eine oder andere wird auf das Auto umsteigen und der Schiene den Rücken kehren. Das Letzte, was die beiden Strecken gebrauchen können, wäre jedoch ein Rückgang der Fahrgastzahlen. Das andere Schwert hängt noch weiter oben, sein Niedergehen hätte noch viel größere Folgen: Der Bund verweigert bisher die von den Ländern geforderte Erhöhung der Regionalisierungsmittel und verschließt sich sogar der Dynamisierung der bisherigen Mittel. Bliebe es bei dieser Haltung, sind massive Folgen gerade für die schwächer genutzten Strecken nicht auszuschließen.

„Es ist traurig, dass wir, anstatt uneingeschränkt über den neuen Fahrplan berichten zu können, Themen wie den Lokführerstreik und den Streit um die Regionalisierungsmittel in den Vordergrund rücken müssen. Aber hier ticken eine kleinere und eine größere Zeitbombe gerade für den Verkehr in der Fläche. Zuallererst muss man sich wohl Sorgen um die Sollingbahn machen, aber auch unsere Strecken wären vor Einschränkungen an bestimmten Wochentagen wohl nicht sicher“ erläutert Michael Reinboth von der Initiative „Höchste Eisenbahn für den Südharz“ das Problem. Die Initiative will sich verstärkt um eine Verbesserung der Anschlüsse nach und von Hannover einsetzen, denn hier schneidet der Südharz auch nach dem Fahrplanwechsel sehr schlecht ab.

„Harz-Kursbuch“ wird wieder angeboten

Das von der Initiative seit Jahren herausgegebene „Harz-Kursbuch“ wird es übrigens auch dieses Jahr wieder an den bekannten Verkaufsstellen geben. Allerdings wird es wegen der enormen Fülle an Änderungen und deren zum Teil erst sehr später Verfügbarkeit gerade erst gedruckt und steht frühestens ab Mitte Dezember zum Verkauf bereit.

HarzKursbuch

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