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Braunlage

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Wirtschaftsminister Lies sagt der barrierefreien Sternwarte Sankt Andreasberg Unterstützung zu

(von Utz Schmidtko, Sternwarte Sankt Andreasberg, Fotos von Eva Walitzek)

Dank der Zertifizierung durch das Deutsche Seminar für Tourismus (DSFT) und Tourismus für alle e.V. (NatKo) ist es jetzt amtlich: Die Sternwarte Sankt Andreasberg gehört zu den zertifizierten barrierefreien Tourismuseinrichtungen in Niedersachsen und hat in diesem Bereich eine Vorbildfunktion für Sternwarten in Deutschland. Für die erste barrierefreie Sternwarte in Deutschland überreichte der Niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies dem Vorsitzenden des Vereins Sternwarte Sankt Andreasberg, Utz Schmidtko, die Zertifizierungsurkunde. Der Minister nahm sich die Zeit, mehr über die Erfolge der ehrenamtlichen Tätigkeit vieler Mitglieder des Fördervereins zu erfahren. und versprach, das Projekt auf politischer Ebene zu unterstützen.

Olaf Lies

Olaf Lies

Hahne-Reisen geht mit leicht verändertem Angebot in die nächsten Jahre

Auch wenn die veränderten Fahrplantabellen ein etwas verwirrendes Bild abgeben und vor allem durchgehende Fahrten zwischen Bad Lauterberg einerseits und Walkenried, Wieda und Zorge andererseits nur noch mit Mühe ablesbar sind, halten sich die tatsächlichen Anpassungen der Fahrpläne auf den drei von der Firma Hahne-Reisen betriebenen Linien 470, 471 und 472 in Grenzen. Das Angebot bleibt weitestgehend stabil. Änderungen sind zumeist auf Anpassungen bei Schulstandorten und Unterrichtszeiten zurückzuführen.

Gleichwohl sollten Stammkunden aufpassen, da es auch im Minutenbereich Änderungen gibt. Nachstehend ein kurzer Überblick:

Linie 470 Bad Sachsa – Walkenried – Braunlage

Die Haltestellen „Hohegeiß Süd“ und „Hohegeiß Müllers Hotel“ werden umbenannt in „Schützen-platzweg“ und „Bohlweg“. Bei den Fahrten gibt es folgende Anpassungen:

An Schultagen beginnt die erste Fahrt nach Braunlage nicht mehr in Wieda, sondern um 5.43 Uhr am Bahnhof Walkenried. Die nächsten beiden Fahrten ab Bahnhof Walkenried starten sowohl an Schul- wie auch an Ferientagen um 6.20 Uhr (bisher 6.13 bzw. 6.23). Die in den Ferien angebotene Fahrt von Bad Sachsa (10.45) über Walkenried Bahnhof (10.57) nach Braunlage entfällt. Dafür gibt es in den Ferien neu eine Fahrt um 12.13 ab Walkenried Bahnhof nach Braunlage. In der alten Fahrlage verkehrt nun ein Bus um 10.55 ab Bad Sachsa über Walkenried Bahnhof (11.07) nach Wieda.

An Samstagen und Sonn- und Feiertagen beginnt die letzte Fahrt ab Bad Sachsa nach Braunlage dort 3 Minuten eher (15.55) und fährt in Walkenried Bahnhof ebenfalls 3 Minuten eher (16.10) ab, um in Braunlage entspanntere Übergänge zu Anschlussfahrten zu ermöglichen.

In der Gegenrichtung gibt es bei einigen Fahrten ab Braunlage kleinere Anpassungen im Minutenbereich. Einige Kurse bedienen Brunnenbachsmühle nicht mehr (Braunlage ab 11.03 und 15.03), dafür hält die Fahrt Braunlage ab 14.00 Uhr neu an dieser Haltestelle.

Durch die Wiederbedienung von Braunlage Busbahnhof durch die Linie 257 der HVB ergeben sich nun wieder bessere Übergänge in der Relation Südharz – Schierke – Wernigerode und zurück.

Der Entwurf des Nahverkehrsplans des Zweckverbandes Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN) sieht übrigens für diese Linie eine spürbare Ausweitung des Angebots an allen Wochentagen vor.

Linie 471 Bad Lauterberg – Bad Sachsa

Die Anpassungen auf dieser Linie ergeben sich aus der Veränderung der Schullandschaft um Bad Lauterberg. So wird es zusätzliche Kurse an Schultagen zwischen Barbis und Bad Lauterberg und zurück geben.

Linie 472 Bad Sachsa – Walkenried – Wieda

Die bisherige Möglichkeit, Fahrten ab und bis Depot Pfarrwiese zu nutzen, entfällt. Das lässt das Angebot für Wieda optisch schrumpfen, der Angebotskern bleibt allerdings unverändert erhalten. An Schultagen verkehren ab Wieda 8 Kurse in Richtung Walkenried und Bad Sachsa, in der Gegenrichtung sind es 10 Kurse. In den Ferien fahren ab Wieda 4 Kurse, nach Wieda deren 6. An Samstagen gibt es eine Fahrt ab Wieda und drei in der Gegenrichtung. Soweit möglich, werden die Anschlüsse nach und von Nordhausen am Bahnhof Walkenried verbessert.

ÖPNV-Treffen in Walkenried

Ein Zug, zwei Busse, viele Fahrgäste – gegen 14 Uhr herrscht am Bahnhof Walkenried viel Leben (Foto: Michael Reinboth)

Der Harz – Urlaub im Gestern?

Vor einigen Tagen bewegte ein im NDR gesendeter Beitrag über den Harztourismus mit dem Titel „Der Harz – Urlaub im Gestern“ die Gemüter. Angesprochen wurde eine Vielzahl an Problemen, die uns auch in Walkenried und in den „Walkenrieder Nachrichten“ bereits beschäftigt haben: Das enorme Fördergefälle zwischen Ost- und Westharz. Der Investitionsstau in vielen Harzorten, deren Hotels und Ferienwohnungen vielfach leider noch der Charme der 1980er Jahre anhaftet. Die Frage, ob Kunstschnee und Alpin-Skisport im Harz angesichts des Klimawandels eine Zukunftsinvestition sind – oder ob das Land Niedersachsen perspektivisch nicht besser in eine Anbindung an die Harzer Schmalspurbahnen (HSB) investieren sollte. Viele spannende Fragen – und sehr viel Kritik, die unter anderem durch den HTV als überzogen zurückgewiesen wurde. Was denken die Walkenriederinnen und Walkenrieder? Ist die Kritik berechtigt oder nicht? Und was davon trifft auch auf Walkenried zu? Die Redaktion freut sich auf eure Meinung in den Kommentaren.

 

(mit Dank an Hans-Joachim Raasch für den TV-Tipp)

Im Jahresdurchschnitt 5,1 Grad auf dem Brocken – der Klimawandel erreicht den Harz

Dass die Temperaturen auch im Harz im Jahresmittel langsam ansteigen, ist bereits allgemein bekannt – wie stark dieser Anstieg aber wirklich ausfällt, erschließt sich einem erst mit dem Blick auf die Temperaturkurve des Brockens wirklich, wo auf 1.141 Metern bereits seit dem Jahr 1848 Temperaturaufzeichnungen geführt werden. In diesen 167 Jahren ist die Durchschnittstemperatur von gerade einmal 1,5 Grad auf 4,1 Grad gestiegen, 15 der 25 heißesten Jahre fallen in die Zeit nach 1990. Für das gerade erst vergangene Jahr kommt nun noch ein trauriger neuer Rekord hinzu: Zum ersten Mal überhaupt überschritt die Temperatur im Jahresmittel die 5 Grad-Grenze.

Auch im Harz müssen wir uns also langsam aber sicher den Folgen des Klimawandels stellen – und das bedeutet vor allem weniger Schneetage, mehr Regenfälle in Herbst und Winter sowie ein höheres Risiko für Extremwetterereignisse. Für den Harztourismus muss das nicht so schlecht sein, wie es sich zunächst anhört, schließlich wird der Harz trotz unverkennbarer Erwärmungstendenzen kühler und feuchter bleiben, als viele der urbanen Zentren in der näheren Umgebung. Als angenehm temperiertes Naherholungsgebiet während der warmen Jahreszeit, könnte unsere Region vielleicht sogar neue Bedeutung gewinnen – über die Träume vom Harz als (trotz künstlicher Beschneiung auch zukünftig stets von kalten Temperaturen abhängiges) Skisportgebiet der Zukunft, sollte jedoch angesichts der sich in den letzten Jahren immer stärker verdichtenden Beweislage für klimatische Änderungen auch im Harz neu nachgedacht werden.

Temperaturkurve vom Brocken

Für eine Großdarstellung bitte auf die Grafik klicken. Grafik: Nationalpark Harz, Daten: DWD

 

Neue Infotafeln am Radwanderweg nach Braunlage aufgestellt

Walkenried liegt nicht nur an mehreren überregionalen Wanderwegen, nämlich dem Kaiserweg, dem Harzer Grenzweg, dem Karstwanderweg und dem Harzer BaudenSteig, sondern ist auch Ausgangs- oder Endpunkt des Familien-Radwanderweges auf der Trasse der alten Südharz-Eisenbahn nach Braunlage. Entlang dieses 24 Kilometer langen, in den letzten Jahren von der Stadt Braunlage und der Samtgemeinde Walkenried als Bauherren wieder hergerichteten Weges – oder, besser gesagt, des alten Schienenstrangs – wurden nun mit Unterstützung der Niedersächsischen Landesforsten und des Landesamtes für Geoinformation und Landentwicklung zahlreiche Informationstafeln aufgestellt, die über die frühere Kleinbahn Auskunft geben. Hier wiederum war Winfried Dörner, Verfasser des wohl umfassendsten Buchs über unsere Kleinbahn, mit vielen Bildern behilflich.

Eisenbahngeschichte

Eine der Tafeln steht direkt gegenüber dem Walkenrieder Bahnhof und klärt über dieses Stück Walkenrieder Eisenbahngeschichte auf.

 

Mit dem Bus hinauf, mit dem Fahrrad hinunter

Die Steigung auf der Strecke bis Braunlage ist eisenbahngerecht mäßig, aber dennoch immer vorhanden. Als Alternative bietet es sich daher an, die Sache von Braunlage aus anzugehen. Hierzu lädt man seinen Drahtesel einfach in einen der zahlreich verkehrenden Linienbusse von Walkenried nach Braunlage, verlässt diesen am Braunlager Bahnhof (oder vielmehr dem, was davon übrig geblieben ist, denn ausgerechnet hier bietet sich dem Betrachter ein eher jammervolles Bild) und lässt es – fast immer – rollen! Die Mitnahme des Fahrrads ist in den Linienbussen in den Kreisen Osterode am Harz und Goslar kostenlos. Freilich hat alles Grenzen: Mehr als drei bis vier Räder gehen in den Linienbus nicht hinein. Wer ausgepumpt in Braunlage ankommt, kann auf gleiche Weise natürlich auch wieder nach Walkenried hinab fahren. Er muss nur für sich selbst zahlen, nicht aber für sein Gefährt. Man sollte in Braunlage aber doch noch ein kleines Stückchen weiter radeln, der alten Gütertrasse entlang der Bode folgend, denn dann kommt man ins Zentrum und hat weitaus mehr gastronomische Ausruhmöglichkeiten. Geeignete Einstiegshaltestelle ist dann die von-Langen-Straße am Jasperplatz.

Von-Langen-Strasse

Braunlage, Haltestelle „von-Langen-Straße“ im Zentrum

 

Zumeist verkehren niederflurige Omnibusse, in die nicht nur, wie dieses Symbol zeigt, Rollstühle (und Kinderwagen), sondern eben auch Fahrräder gut hineinpassen. Die beiden erstgenannten Fahrzeuge haben allerdings im Zweifelsfall Vorrang. Man kann die alte Trasse auch zu Fuß und dann abschnittsweise erkunden. Hierfür bieten sich die Haltestellen „Brunnenbachsmühle“ und „Wieda Waldstraße Nord“ an, welche von den Linien 470 bzw. 472 angefahren werden.

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