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Deutsche Bahn

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Vollständiges Organisationsversagen der Deutschen Bahn Netz

„Es ist sehr viel Schnee gefallen. Es ist auch sehr kalt. Für gewisse Probleme muss man daher sicher Verständnis aufbringen. Aber das, was sich die Deutsche Bahn Netz derzeit in Niedersachsen erlaubt, kann man nur mit dem Begriff „vollständiges Organisationsversagen“ beschreiben.“

Michael Reinboth von „Höchste Eisenbahn für den Südharz“ ist sauer auf die DB Netz. „Vielleicht sollte man Herrn Pofalla, vor allem aber den Leuten in den Pressestellen der Bahn, die ständig neue Nebelkerzen zünden, Schneeschieber und Eiskratzer in die Hand drücken und nach draußen auf die Strecken schicken. Denn während seit Sonntag im gesamten Harz-Weser-Netz noch nicht eine Räumaktion stattgefunden hat, wird dort ständig das Gegenteil behauptet“ fasst er zusammen.

Viel zu wenig Personal, keine Geräte – und Hilfe Dritter wird nicht angefordert

„Mit Hochdruck“ sei man am arbeiten, ist ein beliebter Satz der Pressestelle. Und „Es könnte hier und da noch etwas ruckeln“. Von wegen. Es mag sein, dass die wenigen Leute, die der Sparkurs bei DB Netz noch übrig gelassen hat, tatsächlich mit Hochdruck arbeiten. Aber es sind viel zu wenig, um die Strecken wieder in Ordnung zu bringen. „Hier im Südharz hat auch am Tag vier nach dem Schneefall noch niemand die Schaufel geschwungen oder eine Weiche freigekratzt. Man lässt die Dinge einfach liegen. Die Kunden müssen sich Alternativen selber suchen, denn Ersatzverkehre, so heißt es dann auch, könne man nicht organisieren.“ Man könnte es schon, aber man will es nicht- macht ja Arbeit.

Scharenweise werden die bisher treuen Bahnkunden, die Corona noch übrig gelassen hat, in ihre Autos getrieben, denn irgendwie müssen sie ja zur Arbeit, zum Arzt oder zum Impftermin kommen.

„Was wir hier erleben, ist der Offenbarungseid der Deutschen Bahn Netz. Die können schon mit kleinen Problemen nicht fertig werden. Jetzt sind sie völlig überfordert, weil alles kaputtgespart worden ist.“ Das Gerede von der „guten Vorbereitung“ und den so vielen beheizten Weichen könne man, so Reinboth, schon nicht mehr hören. „Im Knotenbahnhof Northeim funktioniert auf der Harzseite keine einzige Weiche mehr. Und das seit Tagen. Kein Fahrzeug wurde auch nur einen Meter weit bewegt.“

Ständig Falschmeldungen der Pressestelle

Noch schlimmer als die eigentliche Katastrophe aber sei die „Lügerei der Pressestellen“, so Reinboth. „Das stimmt praktisch nichts. Jeden Tag wird erzählt: Die Räumarbeiten dauern an. Das ist falsch: Sie haben hier noch nicht einmal begonnen. Jeden Tag wird erzählt: Die Strecken sind morgen bis mindestens 10 Uhr gesperrt. Am anderen Tag steht dann drin: Heute fährt leider auch nichts. Und die Falschmeldung für den nächsten Morgen wird dennoch wiederholt.“

Der richtige Text, so Reinboth, müsse lauten:

Die Deutsche Bahn Netz verfügt weder über ausreichend Personal noch Gerät, um auch nur ansatzweise mit der Witterung fertig zu werden. Für Strecken, die nicht dem ICE-Verkehr oder dem Güterfernverkehr dienen, haben wir aktuell weder Zeit noch Lust, etwas zu tun. Bitte warten Sie bis zum nächsten Tauwetter oder bis zum Frühlingsanfang, dann werden wir auch hier wieder fahren. Bis dahin kaufen Sie sich bitte ein Auto.

Man müsse, so Reinboth, über eine Rückverstaatlichung des Bereichs Netz nachdenken. In der jetzigen Form ist der Bereich nicht in der Lage, seinen Aufgaben gerecht zu werden. Und viele hoch bezahlte, aber ahnungslose Manager könnte man auf diese Weise auch gleich wieder loswerden.

Schneezug

„Train Snow Plow“ by Camera Slayer is licensed under CC BY-NC-ND 2.0

Frühe Verbindung aus dem Südharz nach Göttingen ist eingerichtet

(Pressemitteilung der Initiative „Höchste Eisenbahn für den Südharz“)

Für den Frühzug von Nordhausen nach Göttingen wurde von vielen gewünscht und als wichtige Ergänzung des Angebots für Berufspendler und Auszubildende herbeigesehnt. Zuletzt fand dieser Wunsch auch Unterstützung im Kreistag und wurde von der Landesnahverkehrsgesellschaft befürwortet. Und nun, als er endlich da war, drohte aufgrund des Warnstreiks der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG gleich ein Fehlstart. Doch gottlob blieb er aus.

Michael Reinboth von der Initiative „Höchste Eisenbahn für den Südharz“, die sich jahrelang für diesen Zug stark gemacht hat, war denn auch am frühen Montag ganz unruhig. Im Walkenrieder Bahnhof brannte Licht, aber was war auf den anderen Stellwerken los? Doch dann schlossen sich die Schranken, und der Triebwagen rollte von Nordhausen herbei. Natürlich ohne Fahrgäste, denn das Land Thüringen verweigert seinen Bewohnern den Zugang zu dieser Verbesserung und verschließt sich der – geringfügigen – Mitfinanzierung. Von Nordhausen bis Ellrich verkehrt der Zug also, angehängt an einen ohnedies in Ellrich einzusetzenden und nach Nordhausen zurückfahrenden Zug, leer, und auch in der Grenzstadt – als solche muss man sie ja schon fast wieder bezeichnen – darf niemand einsteigen…

Frühzug

Schauriges Wetter in aller Herrgottsfrühe, aber der Triebwagen nach Göttingen ist da. Auch Fahrdienstleiter Ulrich Kamphenkel freut sich mit

Der Fahrdienstleiter und der sichtlich überraschte Triebwagenführer erhielten von Michael Reinboth ein kleines Präsent als Dankeschön und Ausdruck der Freude über diesen Frühzug überreicht. Bevor es um 5.03 in Richtung Göttingen weiterging, fanden sich bereits – trotz Streikdrohung und allererstem Betriebstag! – einige Reisende ein, ein vielversprechender Beginn. „Wir müssen natürlich an der Vermarktung des Angebots noch arbeiten, werden das aber auch tun“ meint Reinboth, der hierbei auf Unterstützung durch die DB Regio und die LNVG in Hannover setzt. Vor allem aber müsse man noch einmal in Thüringen anklopfen, um den unmöglichen Zustand vor allem in Ellrich zu beenden.

Fahrplanwechsel bringt einige Verbesserungen

Der ab dem 13.12.2015 gültige Jahresfahrplan 2016 der Eisenbahn kann schon jetzt im Internet unter www.bahn.de abgerufen werden. Auch Buchungen sind jetzt bereits möglich. Die Aktiven von „Höchste Eisenbahn für den Südharz“ haben den Fahrplan für unsere Region analysiert und dabei – bei unveränderten Ankunfts- und Abfahrtszeiten in Walkenried – einige Verbesserungen feststellen können. „Es scheint so, dass unsere beharrliche Arbeit sich ab und an doch lohnt“ meint Michael Reinboth, der sich seit Jahren (leider nicht immer mit Erfolg) für Fahrplanverbesserungen einsetzt.

Fahrplanwechsel

Ankunft einer Regionalbahn aus Northeim in Walkenried.

 

So wird der Pendlerzug 6.03 ab Walkenried ab dem 13.12. um 7.10 statt um 7.12 Uhr in Göttingen ankommen. Nur 2 Minuten schneller und doch mit beachtlicher Wirkung, denn damit wird der ICE um 7.17 Uhr nach Frankfurt – Mannheim nun zuverlässig erreicht. „Um diese 2 Minuten haben wir uns mehrere Jahre bemüht, nun wurden wir erhört“. Verbesserungen gibt es auch in der Relation Südharz – Ruhrgebiet über Bodenfelde. Die bisher notwendigen Umstiege in Northeim (bei einigen Zügen) und Ottbergen entfallen, da mehr Züge durchgehend zwischen Nordhausen und Bodenfelde verkehren und die Züge der NordWestBahn zwischen Bodenfelde und Paderborn neu ebenfalls durchgehend fahren. Damit kann man alle 2 Stunden vom Südharz in das Ruhrgebiet und nach Münster und zurück reisen und muss nur in Bodenfelde und Paderborn umsteigen, wobei in beiden Stationen ausreichend Zeit zur Verfügung steht. Für diese Verbindung genügt eine Fahrkarte des Nahverkehrs (Schönes-Wochenende-Ticket oder Quer-durchs-Land-Ticket).

Am anderen Streckenende ergeben sich in Nordhausen nach einem Jahr Unterbrechung wieder stündliche Anschlüsse nach und von Erfurt. Außerdem nimmt zwischen Nordhausen und Halle einerseits und Nordhausen und Kassel andererseits das Unternehmen Abellio mit modernen und komfortablen Triebwagen den Verkehr auf. Es gibt dann – neben den bisher schon möglichen stündlichen Anschlüssen nach und von Halle – auch stündliche Verbindungen nach Kassel-Wilhelmshöhe. Von Kassel her bleibt es allerdings bei den bisherigen Anschlüssen alle 2 Stunden. Die Abellio-Triebwagen fahren über Halle hinaus bis und ab Bitterfeld und stellen dort zweistündlich Anschluss an die ICE nach und von Berlin her. Die Südharzer haben damit zwei Reisewege nach Berlin, neben dem gewohnten, aber bei Verspätungen etwas wackeligen über Braunschweig nun auch den über Bitterfeld. In einigen Fällen bestehen zusätzliche ICE-Anschlüsse auch in Halle (Saale) Hbf.

Im Nahverkehr nach und von Nordhausen, Herzberg, Osterode, Northeim und Göttingen bleibt alles wie gewohnt. Leider auch bei den Anschlüssen nach und von Hannover in Northeim, denn wie Wartezeit beträgt weiterhin wenig attraktive 25-30 Minuten. Schneller geht es nur bei den zwei verbliebenen IC-Anschlüssen (Mo bis Fr Walkenried ab 6.03, Northeim 6.50/6.58 und Hannover 7.56 Uhr, zurück Hannover Mo bis Do um 17.03 und Walkenried an 18.52 Uhr). Hier sieht die Initiative noch immer ein großes Betätigungsfeld und wird sich weiter für die Beschleunigung der Relation Südharz – Hannover einsetzen.

Streiken, bis alle Kunden sich verlaufen haben?

(Pressemitteilung der Initiative Höchste Eisenbahn für den Südharz)

Die aktuelle Streikwelle der Lokomotivführer, die vorrangig dem Machterhalt ihres Vorsitzenden Weselsky dient und sich erst in zweiter Linie um Löhne und Arbeitsbedingungen dreht, ist für die Initiative „Höchste Eisenbahn für den Südharz“ Anlass zu großer Sorge um die Zukunft des Schienenverkehrs im Südharz.

Zwar wurden die letzten Streiktage dank eines brauchbaren, Züge mindestens im 2-Stunden-Takt vorsehenden „Notfahrplans“ im Südharz mit Anstand bewältigt, doch waren und sind die Unsicherheiten bei den Fahrgästen groß. Und sie werden es allem Anschein nach auch bleiben, denn die GDL und ihr Vorsitzender geben nicht auf und sind offensichtlich gewillt, dem Ziel des Machterhalts alles andere unterzuordnen und sogar das partielle Verschwinden des Systems „Eisenbahn“ von der Landkarte in Kauf zu nehmen.

Denn während es in den Metropolen und Ballungsräumen kaum Alternativen zum Schienenverkehr gibt und die Kunden, wenn auch zähneknirschend, zur Bahn zurückfinden, sieht es diesbezüglich sowohl im Güterverkehr als auch im Nahverkehr der ländlichen Räume anders aus. Hier gibt es Alternativen durch Verlagerung der Verkehre auf die Straße, und genau dies findet nach der Beobachtung von „Höchste Eisenbahn“ aktuell auch statt.

„Wer kann, kehrt der Bahn den Rücken. Wir werden wieder auf den Stand zu Beginn der neunziger Jahre zurück geworfen, wo es im ländlichen Raum überwiegend die Zwangskunden waren, die, auch als „4 A“ bezeichnet (Alte, Ausländer, Auszubildende, Arme), die Züge nutzten. Das überzeugende Angebot der letzten Jahre mit dem Taktfahrplan hat dafür gesorgt, dass Süd- und Westharzstrecke neue Kunden gewinnen konnten. Die Pendlerparkplätze an den Bahnhöfen sprechen da Bände – sie zeigen aber auch, dass die Leute ihr eigenes Auto als Alternative nutzen können, wenn die Bahn nicht mehr zuverlässig ist“ erläutert Michael Reinboth von „Höchste Eisenbahn“. Trotz des veröffentlichten und – bis auf eine Ausnahme – auch exakt so gefahrenen „Notfahrplans“, der vorrangig am Bedarf der Pendler und Schüler ausgerichtet war, und trotz der Tatsache, dass jenseits von Northeim, Göttingen oder Ringelheim andere Unternehmen wie CANTUS, metronom und ErixX ohne jede Einschränkung fuhren, waren die Züge bereits während des letzten Streiks spürbar leerer als sonst. Dieser Trend dürfte sich fortsetzen, wenn die GDL weiter streikt. Und hieran besteht kein Zweifel.

„Um Kunden schert sich in dieser Auseinandersetzung niemand mehr – und solche Behandlung lassen wir uns auf Dauer eben nicht bieten. Wehren können wir uns nur durch die Weigerung, mit der Bahn zu reisen, wo immer wir die Möglichkeit hierzu haben. Das Verhalten der GDL ist ein Skandal. Sie tritt nach denjenigen, welche mit ihrem Fahrgeld in erheblichem Maße für die Löhne und Gehälter aufkommen. Das kann und wird nicht ohne Folgen bleiben. Wenn der Schienenverkehr im ländlichen Raum das Desaster überhaupt überlebt, wird es sehr lange dauern, das verlorene Vertrauen wieder herzustellen“ resümiert Reinboth, der seit mehr als 40 Jahren für den ÖPNV kämpft und über Aussagen von Lokführern wie „wir müssten noch viel länger streiken“ nur noch den Kopf schütteln kann.

Denjenigen, welche während des letzten Streiks den Schienenverkehr im Südharz geplant und dann auch aufrecht erhalten haben, gebührt gleichwohl ein Dankeschön. Denn sie werden sich vermutlich auch noch hämische Kommentare der Streikenden anhören müssen, obwohl sie als Beamte oder anders Organisierte zur Arbeit verpflichtet waren und sind.

Es kann freilich noch viel schlimmer kommen: Wenn die größere Gewerkschaft EVG im Kampf um Mitglieder ebenfalls zum Streik aufruft, wird vermutlich gar nichts mehr gehen, denn dann fallen auch die Stellwerke und andere Teile der Infrastruktur aus. Private Bahnen können dann, selbst wenn sie es wollten, auch nicht mehr fahren. „Spätestens dann wird auch den bislang sehr passiven Politikern klar werden, dass der von der GDL angezettelte Kampf zweier Gewerkschaften die Zukunft eines großen Unternehmens und die Zukunft des Schienenverkehrs in Deutschland massiv gefährdet.“

Informationen für Bahnreisende im Südharz

An den zwei letzten Streiktagen wurde im Gegensatz zum November im Südharz ein durchaus passabler Fahrplan angeboten, der auf der Südharzstrecke zwischen Northeim und Nordhausen immerhin 25 Züge (und damit mehr als 2/3 des sonstigen Angebots) und auf der Westharzstrecke zwischen Herzberg und Braunschweig ein zweistündliches Angebot und damit ca. 50 % aller Züge vorsah. Natürlich gab es Lücken und auch Wartezeiten in Herzberg, wenn die Pläne von Süd- und Westharzstrecke nicht zueinander passten, aber länger als eine Stunde musste man nicht warten. Praktisch alle Züge, die Göttingen als End- oder Startpunkt hatten, fuhren und stellten in Northeim und Göttingen Anschlüsse zum metronom, zum CANTUS, zur NordWestbahn und zu dem Drittel der Fernzüge her, welches auch an den Streiktagen fuhr. Jenseits von Nordhausen freilich wurde es düster. Zwischen Nordhausen und Halle gab es kein Angebot (einige Züge fuhren, aber das war vorher nicht bekannt und somit auch nicht verlässlich), zwischen Nordhausen und Erfurt fuhren zweistündlich Schnellbusse, ergänzt um 5 Zugpaare zwischen Erfurt und Wolkramshausen. Schnellbusse im 2-Stunden-Takt gab es auch zwischen Nordhausen und Leinefelde, wo wiederum Anschluss an die Züge zwischen Erfurt und Kassel bestand, die weitgehend nach Plan fuhren. Schlecht sah es ferner zwischen Northeim und Bodenfelde aus, denn hier waren nur Busse unterwegs, die im Vergleich zu den Zügen erheblich länger brauchten. Immerhin: Ab Bodenfelde fuhr die NordWestBahn zuverlässig nach Ottbergen und Paderborn.

Öfter nach Braunschweig, besser nach Kassel, umständlicher nach Erfurt

Der kommende Jahresfahrplan der Deutschen Bahn nimmt langsam Form an. Ab Dezember treten neue Verträge für die Durchführung des Regionalverkehrs in Kraft, die in unserem Falle allerdings dem bisherigen Betriebsführer Deutsche Bahn Regio Nord auch zukünftig die Verantwortung für den Zugverkehr übertragen. Anders im Nordharz, wo die „Heidebahn“ an die Stelle der DB tritt. Mit den neuen Verträgen gehen auch Fahrplanänderungen einher, um die sich die Initiative „Höchste Eisenbahn für den Südharz“ in letzter Zeit intensiv gekümmert hat. Nicht in allen, aber doch in einigen Fällen durchaus mit Erfolg, da sich die LNVG – die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen – einigen Vorschlägen der Initiative angeschlossen und diese bei der DB Regio entsprechend bestellt hat. Anderes geht unmittelbar auf die Vorstellungen der LNVG zurück.

Eisenbahn

Über den bedauerlichen Wegfall der beiden vor einigen Jahren eingelegten Zusatzzüge (6.28 nach Göttingen und 18.24 von Northeim) hatten wir schon berichtet. Der bewährte Stundentakt bleibt ansonsten erhalten. Nach und von Braunschweig über Herzberg wird das Angebot an Samstagen nun ganztägig auf stündliche Fahrten verdichtet. Neue Reisemöglichkeiten zeichnen sich in der Relation Südharz – Nordhausen – Kassel und zurück ab, denn die LNVG hat die langjährigen Rufe der Initiative erhört und will zusammen mit der NVS Thüringen ab Dezember nun auch alle 2 Stunden schlanke Anschlüsse von den RE aus Kassel zu den Regionalbahnen in Richtung Walkenried schaffen. Bisher gab es diese zweistündlichen Anschlüsse nur in Richtung Kassel. Damit stünde ab Dezember eine alternative Reisemöglichkeit zu den ICE-Verbindungen über Göttingen zur Verfügung.

Zwischen Nordhausen und Wolkramshausen wird ab Oktober für rund ein Jahr an beiden Gleisen gebaut. Wegen des dadurch erforderlichen eingleisigen Betriebs fallen die Züge Nordhausen – Erfurt und zurück tagsüber zwischen diesen beiden Stationen aus. Ersatzweise fahren alle 2 Stunden Omnibusse, und in der jeweils anderen Stunde besteht in Wolkramshausen Anschluss zu und von den Kasseler Zügen. Ab Dezember würde damit das bewährte stündliche Angebot Südharz – Erfurt in beiden Richtungen wenigstens beibehalten, auch wenn in Wolkramshausen umgestiegen werden muss. Ab Oktober bis zum Fahrplanwechsel jedoch ist aus Richtung Erfurt wohl nur alle 2 Stunden ein Anschluss mittels Bus gegeben, denn die von Kassel kommenden RE erhalten den Anschluss in den Südharz ja erst zum Fahrplanwechsel – und in diesen Zügen sitzen ja dann auch die Reisenden aus Richtung Erfurt!

„Höchste Eisenbahn“ will hier allerdings nicht locker lassen und fordert die Beibehaltung der stündlichen Verbindung aus Erfurt in den Südharz auch von Oktober bis Dezember.

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