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Eckstormweg

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Bericht über die Aktivitäten der „Wir Walkenrieder“ in 2018 sowie die Pläne für die Zukunft

Das Jahr 2018 war erneut durch eine Vielzahl von Aktivitäten geprägt, welche die Mitglieder und Freunde des Vereins zeitweise stark gefordert haben. Leider ist auch ein Anstieg der Aktivitäten von Vandalen zu verzeichnen, was besonders im Außenbereich zusätzlich Arbeit verursacht hat.

Klostermarkt 2018

Zum Klostermarkt 2018, der jedenfalls am Sonntag nicht vom Wetter begünstigt war, haben wir und einige andere aktive Bürgerinnen und Bürger, darunter erfreulich viele junge Leute, die Buden auf- und abgebaut und für den Transport nach St. Ottilien bereitgestellt. Als besondere Aktion kam 2018 im Vorfeld des Marktes der Anstrich aller aufgebauten Buden hinzu, wobei neben Vereinsmitgliedern sich wiederum Dritte aus dem Umfeld der Pfarrei und der Pfadfinder in erfreulichem Umfang beteiligt haben. Das Material wurde von den Eigentümern der Buden bereitgestellt. Alles in allem eine sehr gelungene Aktion, die allen Beteiligten trotz vieler Arbeit Spaß gemacht hat und zum Nachahmen anreizt.

Klostermarkt

Weihnachtsmarkt 2018

Auch hierfür wurden die Buden auf- und abgebaut. Zusätzlich wurde für Weihnachtsbaumschmuck und – gut durch diese getarnt – etwas Sicherheit an den Platzeingängen gesorgt. Die gesamte Organisation lag in den Händen des Vereins: Beschaffung der Tombolagewinne, Auszeichnung der Gewinne, Einkauf der Weihnachtsgänse, Gestaltung von Flyern und Plakat, Werbung, Gespräche mit Budenbetreibern, Beschallung, Abrechnung der Standgelder und Abrechnung mit der Kommune, Nachtwächter und so weiter. Erstmals wurde der Markt gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde (Orgelhäppchen, gemeinsames Singen im Kreuzgang) und dem ZisterzienserMuseum (Führungen, Konzert am Samstag) gestaltet. Die gute Resonanz gab Anlass, beiden die Fortsetzung auf dieser Basis vorzuschlagen. Trotz wenig guten Wetters war der Markt gut besucht. Unser aller Ziel muss es nun sein, speziell die Walkenrieder Vereine und Aussteller zum weiteren Mitmachen zu ermuntern. Aus dem Gewinn des Jahres 2017 haben wir einen zusätzlichen überdachten Stand beschafft und werden dies, da wiederum ein Gewinn erwirtschaftet wurde, erneut tun, um so den Markt noch attraktiver und wetterfester zu machen. Außerdem wollen wir die Beleuchtung vom Torbogen über den Pfarrplatz bis zum Markt aufwerten (zusätzliche Sterne, Hinweis auf den Markt am Torbogen).

Auch die Erneuerung der Weihnachtssterne geht auf unser Konto – mitsamt Ersatz für zwischenzeitlich leider reihenweise defekte Birnen. Nun beschaffen wir noch zusätzliche Dichtungen. Die „Reservesterne“ werden aktiviert, siehe oben. Hiervon streng getrennt, muss das Ergebnis unseres eigenen Standes betrachtet werden, und dies war wiederum durch den Verkauf von Getränken und Kalendern (diese auch schon im Vorfeld und Nachgang) sehr erfreulich. Näheres hierzu im Bericht des Schatzmeisters. Der außerordentliche Einsatz vieler Menschen zu beiden Märkten verdient erneut hervorgehoben zu werden. Auf- und Abbau wurden perfekt organisiert. Wir werden uns jedoch gestatten, bei der Gemeindeverwaltung um Auskunft der Finanzierung unseres Weihnachtsmarktes im Vergleich zum Spellefest und zur Krippenweihnacht zu bitten. Sollte die Gemeinde in Wieda in nennenswertem Umfang Kosten übernehmen (Auf- und Abbau, Beleuchtung), werden wir das auch für unseren Weihnachtsmarkt einfordern: Gleiche Voraussetzungen für alle.

Weihnachtsmarkt

Priorteich

Der außerordentlich niedrige Wasserstand des Teiches im Sommer 2018 lud nicht eben zum Baden ein, ermöglichte es uns aber andererseits, die Uferbefestigung zu sanieren, einem Wunsch vieler Besucher entsprechend etwas abzusenken und die Uferzone mit zertifiziertem Sand aufzufüllen. Die sehr gut koordinierte Aktion ging in einem Tag über die Bühne. Der knochenharte Boden erlaubte das Befahren ohne das Hinterlassen von Spuren. Für 2019 haben wir uns die Sanierung des Kiosks vorgenommen: Anstrich, Dachrinnen, neue stählerne Tür, dadurch etwas mehr Einbruchsicherheit. Hierzu wurde das Material aus dem Fonds des Ortsbürgermeisters bereits beschafft, und im Frühjahr soll die Aktion über die Bühne gehen. Wir hoffen, hierdurch auch für die engagierte Pächterin ein Signal zu setzen. Der Priorteich ist uns als Teil der Walkenrieder Freizeitszene und beliebtes Ziel von Gästen sehr wichtig, und wir werden auch in Zukunft alles unternehmen, um ihm – in den vom Naturschutz gegebenen Grenzen – seine Attraktivität auch als „freie Badestelle“ ohne Steg zu erhalten.

Gemähter Priorteich

Eckstormweg

Dieser Weg ist für Walkenrieder und ihre Gäste und zunehmend auch für Klosterbesucher wichtig. Er bietet im Sommer Schatten und durch die Wieda „gefühlte“ Erfrischung. Wegen des im nördlichen Bereich abgängigen Geländers haben wir mit der Forstverwaltung Kontakt aufgenommen. Auf Bitten des Museums hin wurden – mit Zustimmung des Bode-Zorge-Verbandes – einige Bäume am Ufer gefällt, um den Blick auf den „Hohen Chor“ wieder freizumachen. Die Aktion kam beim Museum außerordentlich gut an. Der Weg bedarf weiterhin der Pflege und des gelegentlichen Freischnitts, da er Teil des vom Museum geplanten Klosterpfades werden soll. An der Entwicklung dieses Pfades arbeiten wir und der Verein für Heimatgeschichte mit.

Magister-Eckstorm-Weg

Günters Ruh

Wie der Familie versprochen, haben wir „Günters Ruh“ aufgebaut und zünftig eingeweiht. Der neue Rastplatz erfreut sich zunehmender Beliebtheit und ist eine schöne Ergänzung des Wandergebiets Himmelreich. Der Familie Helbing haben wir den Aufbau einer Bank an der von Andreas geliebten Aussicht vom „Höllköpfchen“ versprochen. Das wollen wir 2019 erledigen.

Günters Ruh

Wanderwege

Aktuell wurden 8 Schilder bestellt – allesamt Ersatz für gestohlene und/oder stark beschädigte Schilder, die teilweise zwischenzeitlich durch laminierte Ersatzschilder ersetzt worden sind. Kostenpunkt für diese Vandalismusschäden ca. 200 €… Daneben wurde mit der Beschilderung des „Kutschweges“ und des Grenzweges in Richtung Kutzhütte begonnen. Da sich die Herrichtungsarbeiten durch Formula hier aber verzögert haben, konnten wir die Arbeiten noch nicht beenden. Dies steht für das Frühjahr 2019 an, wobei wir in Wildemann erst noch etliche Einschlaghülsen beim Harzklub beschaffen müssen. Der Weg entlang der Bahn zur Sachsenburg und der weiterhin zu betreibende Teil des „Eseltreiberwegs“ (Aue bis Parkplatz) wurden gemäht und freigeschnitten. Hierbei zeigte sich, dass unser Balkenmäher nicht mehr wirklich brauchbar ist und dringend ersetzt werden muss.

Viele Geländer im Umfeld des Ortes sind abgängig. 2/3 hiervon werden aus unserer Sicht aber auch nicht benötigt – was soll z.B. das Geländer an der „Sachseneiche“? Hierzu haben wir ebenfalls mit der Forstverwaltung Kontakt aufgenommen und vorgeschlagen, diese teilweise sehr hinfälligen 2/3 abzubauen und im Gegenzug die wenigen wirklich benötigten Geländer zu erneuern: Itelklippen, Aussichtspunkte auf dem Höllstein und Sachsenstein. Auch einige Bänke sind abgängig und müssen ersetzt werden.

Sachsenbank

Zusammenarbeit mit Dritten

Der Verein wird zunehmend von Dritten im Rahmen von Projekten in Anspruch genommen. So konnten wir bzw. der mit uns ja eng zusammenarbeitende Geschichtsverein Zuarbeit bei der neuen Infotafel des Regionalverbandes Harz am „Ellrichblick“ leisten. Da bei dieser Gelegenheit der schlechte Zustand von Geländer und Sitzgruppe dort oben auffielen, wird die Sitzgruppe im Frühjahr ersetzt und das Geländer mit Zustimmung der Forstverwaltung ersatzlos entfernt. Eine weitere Infotafel des RV Harz soll am Priorteich aufgestellt werden. Die Einweihung der Tafel am „Ellrichblick“ ergab gute Gelegenheit zu Gesprächen mit den Leuten vom RV und der Forstverwaltung. Ein weiteres Projekt ist der schon erwähnte „Klosterpfad“. Wir wollen die Zusammenarbeit mit dem ZisterzienserMuseum weiter vertiefen, da das Museum und die künftige Ausstellung zur Oberharzer Wasserwirtschaft im Herrenhaus wichtige Anziehungspunkte für den Ort darstellen und wir unbedingt wieder mehr Besucher dort unten brauchen. Es gibt, nach außen kaum erkennbar, auch eine sehr gute Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Regionalverkehr Süd-Niedersachsen (ZVSN), der unter der Regie des neuen Geschäftsführers Michael Frömming bereits viel zur Verbesserung der Busverbindungen in den Oberharz getan hat. Zum Start der Werbekampagne wurden neue Flyer übergeben, an deren Gestaltung wir mitgewirkt haben. Viele Wandertipps – auch zu Walkenried – sind auf der neuen Homepage des ZVSN („harz-nah-dran“) zu finden. Ein weiterer wichtiger Baustein in der Verbesserung der Attraktivität des Urlaubsortes Walkenried ist HATIX, damit unsere Gäste kostenlos mit dem Bus in den Harz oder – wir sind großzügig – nach Bad Sachsa fahren können. Das allwöchentliche Chaos im Harz zeigt, dass auf diesem Sektor ganz dringend etwas geschehen muss! Durch ständigen, auch von uns unterstützten Druck ist endlich auch die Einrichtung des Frühzuges nach Göttingen (Walkenried ab 5.03) gelungen. Das sind kleine, aber wichtige Bausteine, um neben Schule, KITA, Hort, Ärzten usw. Familien zum Hierbleiben oder Herziehen zu bewegen. Da dürfen wir nicht nachlassen.

Buslinie

Mit der Gemeinde arbeiten wir gut und – bei allen gelegentlichen Differenzen – auch vertrauensvoll zusammen. Das soll auch so bleiben, denn ständige Reibereien helfen ja in unserer Lage nicht weiter. Über die Förderung des Harzes an Sonntagen zu reden, ist eben eine Seite, dies dann tatsächlich auch zu tun, eine ganz andere. Die Kohleregionen erhalten für den Umbau ihrer Wirtschaft nun Milliarden, die ihnen gegönnt seien, hierher ist trotz oder vielleicht wegen des über Jahrzehnte sich hinziehenden schleichenden Abbaus von Arbeitsplätzen nicht ein Cent geflossen. Unter den Augen der Kreisverwaltung in Göttingen, die dies auch noch mit einem neuen Auftrag honoriert, durfte Veolia den Standort Walkenried dicht machen. So sieht die Förderung unserer Kommune durch den Landkreis und das Land aus… Da hilft ja nur enge Zusammenarbeit und der Versuch, mit wenig Geld – die Steuereinnahmen unserer wenigen Betriebe fließen ja auch woanders hin – noch das Beste zu machen.

Sponsoring

Es ist fast überflüssig zu erwähnen, dass unsere Arbeit ohne kleines und größeres Sponsoring nicht möglich wäre. Das Jahr 2018 war diesbezüglich – auch aus sehr traurigem Anlass – ein sehr gutes. Ich verzichte an dieser Stelle auf die Aufzählung aller Spender, bedanke mich aber bei wirklich allen, die uns kleine oder größere Beträge zur Verfügung gestellt oder uns mit Sachleistungen geholfen haben. Der Multicar bedurfte noch einiger zusätzlicher Investitionen, ist nun aber rundum einsatzfähig. Wir wollen mittels Anhängerkupplung das Gerät noch universeller einsetzbar machen und, wenn möglich, den Fuhrpark an einer Stelle (im Hof der Gemeinde) konzentrieren. 2019 steht, wie erwähnt, die Beschaffung eines neuen Balkenmähers an. Auch Pflanzen und Blumen für den Frühjahrsschmuck (Bürgerpark) und Sommerschmuck (Torbogen) werden wir wieder beschaffen, Flyer müssen nachgedruckt werden und so weiter.

Vorstand und Beirat hoffen, dass die stetige und mit vergleichsweise wenig tam-tam verbundene Arbeit für den Klosterort sich weiter herumspricht und uns die Sponsoren und vor allem die Mitglieder nicht ausgehen. Auch da bot 2018 Anlass zur Hoffnung, denn neben einem beachtlichen Zuwachs des Vereinsvermögens, welcher freilich durch den Kauf des Mähers schwinden wird, haben wir mit deutlich über 150 Mitgliedern einen neuen Höchststand erreicht – in Zeiten des Vereinssterbens sicher kein schlechtes Signal!

Wer den Verein durch eine Mitgliedschaft unterstützen möchte, findet alle nötigen Infos unter:

http://www.wir-walkenrieder.de

 

Projekt Bürgerarbeit in Walkenried beendet

Nach drei Jahren wurde am 30.11. das Projekt „Bürgerarbeit“ im Klosterort Walkenried beendet. Träger war der Verein „Wir Walkenrieder“, der mit Mitteln des Sozialfonds der EU (ESF) zwei Kräfte mit je 30 Wochenstunden für drei Projekte einsetzen konnte. Zwei davon sind im Ortsbild sichtbar, nämlich die Herrichtung und Betreuung eines Ortsrundweges und eines Wanderweges rund um den Klosterort. Mit Hilfe der Bürgerarbeiter und vieler freiwilliger Einsatzstunden der Vereinsmitglieder und anderer Helfer konnten u.a. der Eckstormweg, Bettens Wiese, die Streuobstwiese am Klosterparkplatz hergerichtet und gepflegt werden, aber auch andere Wege wie der entlang der Eisenbahn zu Sachsenburg oder zwischen „Amtmanns Tännchen“ und dem Himmelreich profitierten von dem Programm.

Der Verein zieht zum Abschluss ein insgesamt positives Fazit. Ohne die Bürgerarbeiter wäre es nicht gelungen, Wege in diesem Umfang herzurichten und zu pflegen. Nun gehen die Folgearbeiten vollständig an die Vereinsmitglieder über – angesichts der Altersstrukturen im Verein durchaus eine Herausforderung, die man aber mit Optimismus angeht, obgleich seit einem Jahr auch noch die Aufgaben des Harzklubs bei der Wegebetreuung und Beschilderung hinzu gekommen sind.

Die beiden Bürgerarbeiter sind in den letzten drei Jahren durchaus Bestandteil des Ortsbildes gewesen. Ihr Wirken hat sich an vielen Stellen positiv bemerkbar gemacht. Sie werden fehlen, auch wenn der Verein bemüht ist, die Lücke durch vermehrte freiwillige Einsätze zu schließen.

Streuobstwiese

Pflegestandard soll auch nach Wegfall der Bürgerarbeiter erhalten bleiben

In den vergangenen drei Jahren hat der Verein „Wir Walkenrieder“ e.V. im Rahmen des Projekts „Bürgerarbeit“ des Europäischen Sozialfonds (ESF) sein Thema „Ortsentwicklung Walkenried“ vorangetrieben. Neben den zwei Bürgerarbeitern, die für je 30 Stunden pro Woche eingesetzt werden, haben hierzu natürlich auch viele ehrenamtliche Einsätze von Mitgliedern und Freunden des Vereins und an der Verschönerung des Klosterortes und seiner Umgebung interessierter Menschen beigetragen.

Das Ergebnis ist absolut vorzeigbar: Die „Achse“ vom Parkplatz an der Ellricher Straße über den „Eckstormweg“ bis zum Klosterparkplatz wurde einschließlich „Bettens Wiese“ und der Streuobstwiese am Kloster neu gestaltet, Bänke wurden erneuert oder neu aufgestellt, viele Wege wurden freigeschnitten und auf diese Weise wieder gut begehbar gemacht. Zu nennen sind hier u.a. der Weg vom Kupferberg zum Rain und der Weg parallel zur Eisenbahn hinüber zur Spatenbornwiese, aber auch der Weg von der Aue zur Zorger Straße.

Sachsenbank

Eine der beiden neuen Bänke für Wanderer und Spaziergänger, die „Wir Walkenrieder“ auf dem Weg zur Sachsenburg aufgestellt hat.

 

In jüngster Zeit mussten die mit der Pflege von Wanderwegen und deren Kennzeichnung verbundenen Aufgaben des Harzklubs übernommen werden, da dieser sich bekanntlich in Walkenried aufgelöst hat. Hier wurden inzwischen rund 70 Wegeschilder und Markierungen neu angebracht und mehr als 30 verbrauchte bzw. nicht mehr gültige Schilder entfernt. Zu den Wegen gehören aber auch die vier Hütten im Walkenrieder Umfeld, die nun gleichfalls betreut werden müssen. Nicht zuletzt hat sich der Verein auch beim Auf- und Abbau des Klostermarkts und des Weihnachtsmarkts in Walkenried engagiert. Auch dies bindet, wenn auch nur für einige Tage im Jahr, erhebliche Ressourcen.

Die „Freiwilligen“ und ihre Mitstreiter sind hierdurch schon stark gefordert gewesen. Nun fallen ab Ende November die zwei Arbeitsplätze der Bürgerarbeiter infolge des Auslaufens des Projektes weg. Ihre Arbeiten sollen aber weitergeführt werden, um den erreichten Standard in und um den Ort erhalten und, wo möglich, noch verbessern zu können. Hierzu bedarf es vor allen Dingen weiterer Mitstreiter, die bereit sind, einige oder auch viele Stunden ihrer Freizeit für den Ort zu opfern. Denn die schon heute Aktiven wären restlos überfordert, wenn sie auch noch in vollem Umfang die „Bürgerarbeit“ übernehmen müssten.

Baumpflanzungen

Arbeitseinsatz an Pfingsten: Die Walkenrieder und Firma Seele in der Harzstraße.

 

Der Vorstand der „Walkenrieder“ ist sich dieser Tatsache voll bewusst und hat sich mit der Frage der künftigen Organisation der genannten Arbeiten schon mehrere Male beschäftigt. Eine gewisse „Grundorganisation“ ist hierbei erforderlich, denn auch die Sachmittel müssen zur Verfügung gestellt und Gelder für Verbrauchsstoffe bereitgestellt werden. Nach intensiver Diskussion hat sich das nachfolgende „Modell“ als das wahrscheinlich beste herausgestellt, da es ausreichend Raum für eigenes Gestalten durch kleinere „Arbeitsgruppen“ bietet und dennoch einen geordneten Geräteeinsatz und Mittelabfluss ermöglicht:

Im und um den Ort werden insgesamt fünf „Aufgabenbereiche“ gebildet, die von je einem „Kümmerer“ betreut werden, der ein kleines Team von Freiwilligen um sich schart, die gern zusammen arbeiten und ihre Termine gut untereinander abstimmen können. Mit diesem Team können die laufenden Aufgaben wie Mähen, Freischnitt, kleinere Reparaturen abgedeckt werden. Zudem wird der Bereich auf größere Schäden und Maßnahmen hin überprüft, für deren Behebung dann zu bestimmten Terminen größere Teams erforderlich sind.

Die Bereitstellung der Ressourcen – Geld, Geräte, Ersatzteile usw. – ist dabei eine „Querschnittsaufgabe“, und es ist vorrangig Aufgabe des Vorstandes, hier stets für ausreichende Mittel zu sorgen und die Abstimmung mit Dritten wie Kommune und Forst vorzunehmen. Die fünf Bereiche sind:

  1. Unterkloster (Torbogen, Klostervorplatz) und Ortsmitte (Bürgerpark) sowie „Eingangstore“ nach Walkenried (Bahnhofstraße, Ecke Freizeitzentrum, Ellricher Straße)
  2. Ort nördlich und östlich der Wieda (Eulenpark, Eckstormweg, Bettens Wiese, Kupferberg, Rain, Streuobstwiese Baumgarten, Amtmanns Tännchen)
  3. Ort südlich und westlich der Wieda (Bahnhof, Röseberg, Höllsteinklippen, Spatenbornwiese, Weg parallel zur Eisenbahn bis Sachsaer Weg)
  4. „Harzklub“ (Strecken- und Rundwanderwege im Bereich Walkenried, Beschilderung, Hütten)
  5. Veranstaltungen (Klostermarkt, Weihnachtsmarkt und andere nach Bedarf)

Die Bereiche 1, 2 und 3 entsprechen hierbei dem Projekt „Ortsentwicklung“, welches beim ESF angemeldet wurde und in dessen Rahmen die Bürgerarbeiter tätig werden konnten. Die Harzklub- Aufgaben, die in diesen 3 Bereichen natürlich auch anfallen, werden vom Bereich 4 wahrgenommen, der hierfür auf Ressourcen des Harzklub-Hauptvereins zurückgreifen kann (Pfosten, Hülsen, Schrauben, Schilderrohlinge usw.). Für jeden Bereich wird nun – soweit nicht wie für den „Harzklub“ schon vorhanden – zunächst ein „Kümmerer“ gesucht, der bereit ist, sich Gedanken über den Aufgabenumfang und erforderliche Ressourcen (Mäher, andere Geräte) zu machen, der vor allem aber ein paar Leute ansprechen kann, die ihn bei der Aufgabenwahrnehmung unterstützen. Noch erforderliche, über den heutigen „Gerätepark“ hinausgehende Ressourcen müssen über den Winter beschafft werden, wobei auch hierfür Sponsoren gesucht werden müssen.

Gelegentliche Treffen der „Kümmerer“ stellen sicher, dass die Zuteilung von Geräten usw. klappt und größere Arbeiten rechtzeitig und „ressourcenschonend“ durchgeführt werden können. Damit ist vor allem gemeint, dass kein „wilder“ Zugriff auf diejenigen erfolgt, die dank spezieller Kenntnisse überall gebraucht werden. Wir – der Vorstand und der Beirat – bilden uns bis auf weiteres ein, dass dieses Modell einerseits eigenem Schaffensdrang ausreichend Raum lässt (Besserwisserei und Klugsch… werden nahezu ausgeschlossen) und dennoch einen gewissen Rahmen schafft, der vor allem für einen guten Umgang mit allen Sach- und Geldmitteln sorgt.

Das Modell sei hiermit zur Diskussion gestellt.

Turmstraßenbank

Die durch „Wir Walkenrieder“ neu hergerichtete Sitzbank in der Turmstraße.

Arbeiten an den Wegen in und um Walkenried gehen weiter

Noch bis November 2014 läuft das Projekt „Bürgerarbeit“ des Vereins „Wir Walkenrieder“, aber auch danach müssen die Wege in und um den Klosterort weiter gepflegt und freigeschnitten, Bänke repariert und aufgestellt werden und vieles mehr. Ab Frühjahr 2015 müssen diese Arbeiten allein von den Vereinsmitgliedern gestemmt werden, denn dann stehen die beiden Bürgerarbeiter nicht mehr zur Verfügung. Gottseidank gibt es im Verein – und auch und gerade außerhalb des Vereins – Freiwillige, die sich um ihren Ort kümmern. Nicht zu übersehen ist hierbei allerdings, dass auch diese Gruppe 2015 schon wieder einige Jahre mehr auf ihren Buckeln versammelt haben wird.

Weg zum Hohen Chor

Schlimm sah es entlang des wichtigen, von Klosterbesuchern gern beschrittenen Weges vom Parkplatz zum Hohen Chor aus, denn die „Braunschweig-Stiftung“ hat zwar die Häuser zwecks Umgestaltung des Geländes erworben, aber offensichtlich niemanden beauftragt, dort mal nach dem Rechten zu sehen. Kniehohe Brennnesseln boten keinen wirklich schönen Anblick.

Zugewachsen war auch der kleine Pfad, welcher hinter dem Bahnübergang am Bahnhof links abzweigend am „Faulen Sumpf“ vulgo Röseteich entlang zur einmaligen Gipsvilla von Albrecht Meier führt. Hier wurde – ebenso wie bei der hergestellten Sitzgruppe an der Spatenbornwiese – mittels Motorsense und anderer Geräte wieder ein gangbarer Weg geschaffen. Geprüft wird nun noch, ob auf dieser Seite des Röseteichs mit Blick auf den leidlich intakten Teil des Röseberges eine Bank aufgestellt werden kann.

Wenn es nicht die Pflanzen sind, zu deren Aufgaben schließlich das Wachsen und Wuchern gehört, dann sind es liebe Mitbürger, die Arbeit verursachen, die grundsätzlich nicht sein müsste. Das dem Vandalismus anheimgefallene Geländer am Aussichtspunkt auf dem Kupferberg wurde wieder hergestellt. Holz kam vom Forst, die Arbeitsleistung von den „Walkenriedern“. Die Gefahr ist hier aber wohl nicht gebannt, denn zum Zeitpunkt der Reparatur lagen schon wieder reichlich Kronkorken und Pizzaschachteln herum.

Eckstormweg

Doch nicht nur Praktisches wie begehbare Wege, Geländer oder Bänke erfreuen den Gast, sondern auch die „Kunst am Weg“ gehört dazu. Hier wurde die Szene am Eulenpark eingangs des Eckstormweges um eine weitere Holzplastik erweitert.

Gnom

Mit dem lächelnden Gnom zusammen wünschen wir viel Spaß an herbstlichen Spaziergängen!

Weitere Sitzgruppe am Walkenried-Rundweg instandgesetzt

In einer kurzfristig anberaumten Aktion haben Erich Müller, Claus Eggert und Klaus Facius eine weitere Sitzgruppe am Rundweg um den Klosterort instandgesetzt. Die Bänke des kleinen Rastplatzes am westlichen Ende der Spatenbornwiese waren schon länger abgängig und boten nur noch bedingt die Möglichkeit, sich – auch bei Wanderungen auf dem hier entlang führenden Karstwanderweg – ein wenig zu erholen.

Sitzgruppe

Eine schöne Sitzgruppe an sonniger Stelle – die ganze Spatenbornwiese im Blick.

 

Nun wurden zwei neue stabile Bänke montiert, was angesichts des unmittelbar anstehenden Anhydrits nicht ganz einfach war und viel körperlichen Einsatz erforderte. In einem weiteren, zum Zeitpunkt des Erscheinens dieses Berichtes schon erledigten Schritt werden die Bürgerarbeiter das Umfeld und den Weg etwas herrichten. Damit sind in diesem Teil des Rundweges nun schon fünf Bänke erneuert worden (die anderen stehen am Priorteich und am Weg entlang der Bahnstrecke). Über die Instandsetzung der Bank auf dem Priorteichdamm wurde schon berichtet. Ob auf dem Kupferberg oder im Himmelreich, am Eckstormweg, am Klosterparkplatz oder im Blumenberg – die Aktivitäten der „Walkenrieder“ werden immer mehr sichtbar. Auch auf dem Geiersberg werden demnächst einige Bänke in Angriff genommen.

Erich Mueller

Nochmal die Sitzgruppe, Bautyp „Erich Müller“. Stabil und weitgehend immun gegen Vandalismus. Da könnten sich auch die Verantwortlichen des Karstwanderweges ja mal erkenntlich zeigen…

 

Führung durch den Röseberg brachte Spende ein

Aber auch die Fraktion mit den zwei linken Händen war derweil nicht untätig. Ohne Moos ist ja bekanntlich nichts los, und davon konnte der Schatzmeister für eine Führung durch den Röseberg einen immerhin dreistelligen Betrag als Spende von einer Gruppe Europa- und Landtagsabgeordneter der Grünen aus Thüringen im Empfang nehmen. Die Gäste aus dem Nachbarland hatten zuvor das KlosterGrüne  besichtigt und zeigten sich von den Aktivitäten in unmittelbarer Nachbarschaft und entlang des „Grünen Bandes“ wenig begeistert. Immerhin musste man sich nicht anschreien, denn der hydraulische Meißel machte gerade Pause. Neben dem Kloster und dem Gipsabbau zählte der demographische Wandel beiderseits der alten Grenze zu den angesprochenen Themen.

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