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Eichen

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Alte Eichen aus Walkenried erzielen hohe Preise auf Holzversteigerung

(Pressemitteilung der Niedersächsischen Landesforsten)

Wer ist die Teuerste im ganzen Land – so lautete die Frage bei der ersten Wertholz-Versteigerung der Niedersächsischen Landesforsten in diesem Jahr. Die zwölf alten Eichen aus Walkenried erzielten beachtliche Preise, teilte heute das Forstamt Lauterberg mit. Nach Auswertung aller schriftlichen Höchstgebote gehörten die Südharzer Edelbäume zu den besonders gefragten Stämmen auf dem zentralen Wertholzlagerplatz bei Suterode im Landkreis Northeim. Ein Walkenrieder Eichenstamm mit 2,7 Kubikmetern wechselte für 2.727 Euro seinen Besitzer. Dr. Christof Oldenburg zeigte sich sehr zufrieden. Der Betriebsdezernent im Forstamt lobte das besondere Klima und den guten Standort für das Wachsen wertvoller Furniereichen. „Die nährstoffreichen Waldböden um Walkenried und die Jahrhunderte lange Erfahrung im Eichenanbau zahlen sich aus“, sagte Dr. Oldenburg.

Gut 200 Jahre lang wuchsen die Bäume zwischen dem Eck- und dem Hirseteich. Im Herbst waren sie gefällt und auf den Versteigerungsplatz in Suterode gebracht worden. Das Holz der Eichenstämme wird in Millimeter dünnes Furnier geschnitten und voraussichtlich in der Möbelindustrie weiterverarbeitet. “Wir ernten das, was unsere Vorfahren angepflanzt haben“, erläuterte Dr. Oldenburg. “Im Herbst werden wir nördlich des Priorteichs Flächen zur Neuanpflanzung von Eichen vorbereiten. Dort sollen mannshohe Jungeichen gepflanzt werden, die als so genannte Heister schon groß genug sind, um nicht von anderen Bäumen oder Sträuchern überwachsen oder von Rehen verbissen zu werden.“, so der Forstwissenschaftler weiter.

Die Bilanz der 25. Buntlaub- und Eichenwertholzsubmission fiel positiv aus. Rund 2.900 Kubikmeter Stammholz wurde angeboten, 39 Firmen aus Deutschland, Polen und Dänemark interessierten sich für die wertvollsten Bäume aus den Wäldern Südniedersachsens. Der Gesamtumsatz betrug 1.165.751 Euro, was einem durchschnittlichen Erlös von 396 Euro je Kubikmeter Holz entspricht. Den höchsten Preis erzielte ein geriegelter Ahornstamm aus dem Forstamt Seesen, der 2.800 Euro pro Kubikmeter erzielte. Die teuerste Eiche wuchs im Bramwald bei Göttingen. Der Baum aus dem Forstamt Münden kostete 1.469 Euro pro Kubikmeter. Sein Gesamtwert beträgt 3.731 Euro. Sein traumhafter Wuchs gleiche dem einer Stahlröhre von Mannesmann, scherzte Sabine Steinhoff, Forstamtsdezernentin aus Münden, über den diesjährigen Gewinner unter allen Eichen aus Südniedersachsen.

Christof Oldenburg

Unser Foto zeigt Dr. Christof Oldenburg an seinen hölzernen Schätzen aus Walkenried.

Aufforstung mit Eichen im Blumenberg ist angelaufen

Beim letzten Rundgang mit dem Forstamt Bad Lauterberg im Sommer 2012 wurde seitens der Forstverwaltung die Aufforstung der weitgehend kahl geschlagenen Flächen hinter dem Priorteich mit Eichen angekündigt. Nun wird diese Ankündigung auch tatsächlich umgesetzt, denn auf der fraglichen Fläche an dem wegen seines Ausbaus etwas umstrittenen Weges vom Priorteich zur Straße nach Bad Sachsa recken sich die grünen Plastikhüllen mit den jungen Stämmen zahlreich in die Höhe.

Aufforstung

 

Hingegen dürften im Waldstück zwischen dem „Judenweg“ und der Eisenbahn demnächst wieder die Motorsägen erklingen und Räumgerät anrücken, denn dort sind inzwischen zahlreiche Bäume mit entsprechenden Markierungen versehen worden, die auf eine große Fällaktion hindeuten. Hier ist zu hoffen, dass die Beseitigung des nicht brauchbaren Holzes nicht wieder auf ähnlich unsensible Art erfolgt wie entlang der Bahn, wo die Erdfälle noch immer eher den Eindruck von Bombentrichtern hinterlassen…  Aber das soll sich ja in einigen Jahren wieder verwachsen haben. Schauen wir mal!

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