//
Archiv

Forstamt

Diese Schlagwort ist 4 Beiträgen zugeordnet

Leserbrief zu den Forstarbeiten an den Hirsewiesen

(von Ruth Monicke)

Es ist sehr zu begrüßen, dass die Niedersächsischen Landesforsten (Forstamt Lauterberg), die Hirsewiesen ausholzen. Die rigorose Unterschutzstellung dieser hochsensiblen Feuchtwiesen, hat durch Baum- und Strauchbewuchs zum Ausbleiben genügender Wasserzufuhr für die Klosterteiche geführt. Es war doch allgemein bekannt, dass beim Anlegen der Klosterteiche nur das Gebiet „Hirsewiesen“ als Wasserversorger und im Besonderen als Wasserspeicher bei Trockenzeiten galt. In der Vergangenheit wurden die Flächen entsprechend bewirtschaftet. Seit Unterschutzstellung wurde nichts mehr gegen das Überwachsen mit Buschwerk und Bäumen getan, in der Folgezeit verringerte sich die Speicherkapazität. So wurde ein Großteil des zur Verfügung stehenden Wassers durch wucherndes Wurzelwerk aufgesaugt und dem angrenzenden Hirseteich als Vorfluter entzogen.

Der Schutzstatus im NSG wurde trotzdem eisern befolgt. Dabei waren die intakten Feuchtwiesen Anfang des 12. Jahrhunderts das Kriterium für das Anlegen der 16 Teiche mit einer Größe von 40 ha. Diese Teiche, allesamt „Himmelsteiche“, die nur von der Schneeschmelze, dem Regen und den Hirsewiesen gespeist werden, müssen ohne jegliche Bacheinleiter auch im heißesten Sommer auskommen. Das können die Teiche in normalen Jahren durch ihr ausgeklügeltes Umlaufsystem auch mal verkraften. Bleibt aber über Jahre durch fehlende Schneemenge und Trockenperioden das „Himmelswasser“ aus, verringert sich mehr und mehr der Wasserstand er Teiche. Das Wasser erwärmt sich und die Teiche wachsen schneller zu – sie verlanden vom Ufer aus.

Um nun der Verlandung entgegenzuwirken, sind Maßnahmen wie jetzt an den Hirsewiesen wichtige Schritte. Ob allerdings die Verlandung, bedingt auch durch die Klimaveränderung, dauerhaft aufgehalten werden kann, ist bei den flachen Klosterteichen fraglich. Ein Überdenken der rigorosen Schutzmaßnahmen und das Abwägen, ob nicht das totale „sich selbstüberlassen“ manchmal mehr Schaden als Nutzen einbringt, ist schon mal ein guter Ansatz. Bei den Hirsewiesen mit Sicherheit.

Der Höllteich bei Walkenried

Der Höllteich bei Walkenried / Zeichnung von Walther Hans Reinboth.

Niedersächsische Landesforsten informieren über Wildschweine

(Pressemitteilung der Niedersächsischen Landesforsten)

Forstamt Lauterberg lädt Bürger zu Vortrag und Fragestunde am 18. März um 16 Uhr ins Freizeitzentrum Walkenried ein

Zu einem Vortrag über Wildschweine und einer Fragestunde für Bürger lädt das Niedersächsische Forstamt Lauterberg ein. Am Freitag, 18.3.2016, hält Norbert Happ aus Bonn einen Bildervortrag über Sauen, wie das Schwarzwild in der Jägersprache heißt. Happ gilt als ausgewiesener Kenner der Wildschweine und hat sich über Jahrzehnte mit dieser Wildtierart befasst. Daneben berichtet Marc Franusch von den Berliner Forsten über das Leben der Großstadt-Wildschweine, die seit vielen Jahren Tür an Tür mit Anwohnern in Berlin leben. Franusch leitet die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Landesforstamt Berlin und kennt die Sorgen und Nöte im Zusammenleben von Mensch und Wildtier. Weitere Fachleute sind eingeladen, die Auskunft zum Jagdrecht und den gesetzlichen Möglichen geben, wenn Wildschweine Schäden auf Privatgrundstücken verursachen.

Der Anlass für die Informationsveranstaltung sind wiederholte Schäden, die Wildschweine in Harzer Gemeinden in den vergangenen Monaten angerichtet hatten. Besorgte Bürger hatten sich nach Möglichkeiten erkundigen wollen, wie sie sich bei einer Begegnung mit Schwarzwild verhalten sollen. Auch Fragen zur möglichen Schadensabwehr sollen beantwortet werden.

Der Vortrag mit Diskussion dauert rund zwei Stunden, der Eintritt ist frei.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Wildschweine

Auge in Auge mit der Wildsau leben Anwohner in waldreichen Stadtteilen von Berlin (Foto: Berliner Forsten).

Feinste Harzer Spezialitäten

Zugriffsstatistik

  • 225.502 Besucher