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Vier Termine des Walkenrieder Geschichtsvereins im Herbst 2018

Auch am Jahresende hat der Geschichtsverein noch einiges zu bieten. Nachfolgend soll auf vier besondere Highlights hingewiesen werden.

Samstag, den 20.10.2018, 14.00 Uhr, ehemaliger Bahnhof Tettenborn
Michael Reinboth

Auf den Spuren des ehemaligen Bahnhofs Tettenborn

Das Jubiläum der Südharzstrecke Northeim – Nordhausen zieht mehrere Veranstaltungen nach sich. Neben Vorträgen (siehe unten) wird es auch diverse kleine Exkursionen geben, zu denen bitte Fahrgemeinschaften gebildet werden (ggf. Anruf bei mir). Am 20.10. geht es zum ehemaligen Bahnhof Tettenborn, der eine interessante Geschichte aufzuweisen hat: Erst „Tettenborn-Sachsa“, dann nur noch „Tettenborn“, aber mit großem Hinterland, vielen Gleisen und etlichen Verladern, nach 1945 Niedergang auch infolge des Verlustes des Hinterlandes. 1944/45 Umschlagbahnhof für die Feldbahn zum Bau der Helmetalbahn durch die SS-Baubrigaden. Vieles ist nur mehr archäologisch aufspürbar, aber anhand alter Gleispläne noch auszumachen. Kurze Spaziergänge im Gelände sind vorgesehen, aber auf befestigten Wegen.

Mittwoch, den 24.10.2018, 15.00 Uhr, Gemeindebücherei Walkenried
Fritz Reinboth

Aus der Vorgeschichte von Wieda: Spuren der ältesten Kupferhütten den Klosters Walkenried

Es geht um die in der heutigen Ortslage von Wieda nachweisbaren Schlackenhalden. Mit den urkundlich für Walkenried belegten „Hütten im Harzwald” können nur diese Hüttenplätze gemeint sein. Sie sind viel älter als die vielzitierten am Pandelbach, die urkundlich gar nicht erfasst sind. Der Name Wieda (Wald) erscheint erst später, für ein Jubiläum könnte man die erste Erwähnung dieser Hütten genauso gut heranziehen!  Sie lagen bzw. liegen an der ehemaligen Wiedaer Sägemühle im Steigertal, bei der späteren Wiedaer Hütte, am Kastental, an der ehemaligen Zainhütte unterhalb der neueren Schule, im Eulental und im Bereich der Papiersackfabrik. Von Schlackenhalden ist kaum noch etwas zu sehen, aber die alten Aufschlaggräben für die Blasebälge wurden z.T. später für die Eisenverhüttung wieder hergerichtet und sind noch verfolgbar. Vieles ist allerdings der neueren Entwicklung zum Opfer gefallen. Auf die jüngeren Hüttenplätze am Brunnenbach soll abschließend kurz eingegangen werden. Alle diese Hütten verarbeiteten Rammelsberger Erz. Ein Aufsatz zu den Wiedaer Hütten soll im Oktoberheft von Unser Harz erscheinen. Darin ist das gleiche Thema (ohne Brunnenbach) behandelt. Als Belege dienen alte Karten, auf denen die meisten Kupferschlackenhalden noch vermerkt sind, sowie ältere Literaturstellen (z.B. Stübner).

Mittwoch, den 28.11.2018, 15.00 Uhr, Gemeindebücherei Walkenried
Michael Reinboth

Die Geschichte der Südharzstrecke Northeim – Nordhausen anhand alter Fahrpläne betrachtet

Fahrpläne sind keineswegs langweilig. Heute sowieso nicht, weil sie kaum eingehalten werden… Aber Spaß beiseite: Anhand von Fahrplänen aus den Jahren 1894 bis 2019 lässt sich sehr viel über die Entwicklung der Südharzstrecke in Erfahrung bringen – immer im Kontext zur allgemeinen politischen und wirtschaftlichen Lage. Was fuhr hier früher? Und wohin? Warum fuhren in bestimmten Jahren viele, in anderen Jahren weniger Züge? Was war eigentlich 1945 oder 1946 hier los? Warum finden sich 1953 Fahrplantabellen für grenzüberschreitende Züge, die nie gefahren sind? Dies und ähnliches steht zur Debatte. Auch ein Seitenblick auf den früher umfangreichen Güterverkehr wird unternommen.

Mittwoch, den 30.01.2019, 15.00 Uhr, Gemeindebücherei Walkenried
Friedemann Schwarz

Eine Wanderung entlang der alten Grenze zwischen Hohegeiß und Walkenried

Unser Schriftführer hat den „Harzer Grenzweg“ unter die Füße genommen. Was ihm da links und rechts des Abschnitts von Hohegeiß bis Walkenried so alles aufgefallen ist, hat er fotografiert und erforscht. Und da gibt es eine Menge zu entdecken: Verlassene Sanatorien, alte Grenzsteine, Bergbaurelikte und vieles mehr. Freuen Sie sich auf einen wie immer abwechslungsreichen und zum Nachahmen anregenden Vortrag!

Gipsmuseum

Das Archiv für Heimatgeschichte, die ortsgeschichtliche Sammlung Walkenried sowie die Bücherei befinden sich im Gebäude der ehemaligen Walkenrieder Grundschule am Geiersberg.

Vortragsabend: Als die Harzer Orte wieder zueinander fanden

Am Mittwoch, den 25. Mai, bietet der Verein für Heimatgeschichte in der Walkenrieder Gemeindebücherei einen weiteren Vortrag an. Friedemann Schwarz aus Hohegeiß erinnert in Bild und Wort an jene bewegenden Monate der Jahre 1989 und 1990, als im Harz nach der Grenzöffnung eine Verbindungsstraße nach der anderen wieder passierbar gemacht wurde und die Harzer Orte wieder zueinander fanden. Von Eckertal bei Bad Harzburg über Braunlage/Elend, Hohegeiß/Benneckenstein, Zorge/Ellrich, Walkenried/Ellrich bis hin nach Mackenrode hat Schwarz aus eigenem Erleben Dokumente und Fotos zusammengetragen und erinnert damit an eine Zeit, als nach der Wende in der DDR unmöglich geglaubtes wahr wurde, aber auch daran, dass manche der Grenzöffnungen buchstäblich holprig verlief.

Der Öffnung des Schienengrenzübergangs Ellrich/Walkenried hat der Verein bereits einen Vortrag gewidmet und auch ein Buch darüber herausgegeben. Der Vortrag beginnt um 15 Uhr. Der Eintritt ist wie immer frei, Gäste sind herzlich willkommen.

Walkenrieder Altar weiter zu besichtigen

Wer ihn noch nicht gesehen hat, kann rund um diesen Vortrag herum auch den Walkenrieder Altar in der ortsgeschichtlichen Sammlung des Geschichtsvereins aufsuchen. Dies ist ansonsten aber auch jeden Dienstag zwischen 15 und 17 Uhr (Öffnungszeit von Archiv und Bücherei) möglich.

Walkenrieder Altar

(Bildrechte: Narodni-Galerie, Prag)

Vortrag über Ereignisse und Vorfälle an der innerdeutschen Grenze im Harz

(Pressemitteilung des Förderkreises Heimatmuseum in Zorge)

Am Sonntag, den 13.03.2016, spricht Dieter Freesemann anlässlich der Jahreshauptversammlung des Förderkreises Heimatmuseum in Zorge im Hotel Kunzental über Ereignisse und Vorfälle an der innerdeutschen Grenze in unserer unmittelbaren Heimat. Der langjährige Leiter des Bundesgrenzschutzkommandos Goslar bezeichnet damit den Abschnitt von Hohegeiß über den Jägerfleck, Kunzental, Ehrenplan, Hohe Harz, Langenberg bis hinunter zum Ellricher Feld, für den er verantwortlich war. Er wird über einige ausgewählte, zum Teil tragische Ereignisse berichten, die er im Rahmen seiner Tätigkeit erlebt hat. Der Vorstand des Förderkreises Heimatmuseum lädt auch Nichtmitglieder zu diesem einmaligen Vortrag ein. Er beginnt nach den Regularien der Hauptversammlung gegen 16:00 Uhr.

Das Ende der Welt

Das Ende der westlichen Welt (und der Bundesstraße 4) im Spätsommer 1983 am Jägerfleck Hohegeiß/Rothesütte (Foto Rainer Dittmann).

Brockenblick

Vom sogenannten „Brockenblick“ bei Hohegeiß aus konnte man eine Blick „hinter die Grenzanlagen“ werfen, was ja sonst wegen der strengen Betretungs- und Fotografierverbote nicht möglich war. Von links nach rechts: Grenzzaun, Spurensicherungsstreifen, Kraftfahrzeugsperrgraben, Kolonnenweg und Wachturm (Foto Rainer Dittmann).

Grenzaufklärer

Die „Grenzaufklärer“ der NVA operierten häufig auch vor dem Grenzzaun; im einem Bereich, der fälschlicher Weise häufig als „Niemandsland“ bezeichnet wurde. Eine Gruppe Grenzsoldaten bei Reparaturarbeiten an einer DDR-Grenzsäule (Foto Fritz Jentsch).

Buchvorstellung in der Walkenrieder Gemeindebücherei: Die letzte Dunkelheit

Am Mittwoch, den 20.11.2013 um 15.00 Uhr, stellt Wolfgang Zimmermann (Walkenried) sein Buch

Die letzte Dunkelheit

vor und liest einige Abschnitte daraus. Zimmermann wurde im Mai 1970 beim Versuch, seine Freundin aus der DDR in den Westen zu holen, verhaftet und verbrachte mehrere Jahre in Gefängnissen der DDR. Die dabei gemachten Erfahrungen und Erlebnisse hat er nun in einem Buch verarbeitet. Die Walkenrieder Bücherei setzt damit die Lesungen und Gespräche aus Anlass des bevorstehenden 25. Jahrestages der Öffnung der Grenze zur DDR fort.

Der Eintritt ist selbstverständlich frei.

DDR-Grenzturm

Wachturm an der ehemaligen Deutsch-deutsche Grenze zwischen Hof und Adorf (Foto: Steffen Mokosch, Lizenz: CC BY-SA 3.0, Quelle: Wikipedia).

Buchvorstellung: Jörg Seedow – Der Flüchtling

Am Mittwoch, den 9.10.2013 um 15.00 Uhr stellt Ernst-Ulrich Hahmann (Bad Salzungen) sein neues Buch

„Jörg Seedow – Der Flüchtling“

in der Walkenrieder Gemeindebücherei vor und liest einige Abschnitte daraus. Ernst-Ulrich Hahmann, gebürtiger Ellricher, hat bereits das Geschehen um Rudolf Pleil romanhaft verarbeitet und wendet sich in seinem neuen Buch nun Ereignissen an der innerdeutschen Grenze zu. Auch in diesem Buch geht es um unsere Region und den Grenzstreifen im Südharz. Vor fast 25 Jahren verlor die Grenze ihren Schrecken. An ihre Existenz und die durch sie hervorgerufenen Leiden und Schicksale soll immer wieder erinnert werden – so auch durch Hahmanns neuen Roman.

Der Eintritt ist selbstverständlich frei.

Gipsmuseum

Das Archiv für Heimatgeschichte, die ortsgeschichtliche Sammlung Walkenried sowie die Bücherei befinden sich im Gebäude der ehemaligen Walkenrieder Grundschule am Geiersberg.

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