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Heimatgeschichte

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Verein für Heimatgeschichte plant Vorträge und Fahrten für 2014

Der Verein für Heimatgeschichte in Walkenried konnte im Januar auf 50 Jahre seines Bestehens zurückblicken. Aufs Altenteil begeben will man sich jedoch keineswegs, sondern plant für 2014 sowohl Vorträge als auch Fahrten und wird zudem neue Schriften zur Heimatgeschichte herausgeben. Der Vorsitzende des Vereins, Fritz Reinboth, gab im Rahmen der Veranstaltung zum 50. Jubiläum einige Hinweise auf die Planungen des ersten Halbjahres. Die Vorträge und Fahrten finden wie folgt statt:

Gäste sind wie immer herzlich willkommen. Zu den beiden Fahrten nimmt Michael Reinboth (Telefon 05525/1550) gern Anmeldungen entgegen. Im zweiten Halbjahr stehen die Themen „100 Jahre Beginn des 1. Weltkrieges und die Auswirkungen auf die Orte im Südharz“ und „25 Jahre Grenzöffnung“ im Vordergrund. Zur 25. Wiederkehr der Öffnung des Schienen-Grenzübergangs Walkenried-Ellrich wird der Verein eine weitere Schrift mit ca. 100 Seiten Umfang herausbringen.

Fritz Reinboth

Fritz Reinboth, Vorsitzender des Vereins für Heimatgeschichte in Walkenried / Bad Sachsa und Umgebung e.V.

Gipskarst, Sachsenstein und Propsteikeller: Veranstaltungen des Vereins für Heimatgeschichte im ersten Halbjahr 2013

Der Verein für Heimatgeschichte mit Sitz in Walkenried ist laut vollständigem Namen auch für die „Umgebung“ zuständig. Dies spiegelt sich im Veranstaltungsprogramm des ersten Halbjahres 2013 wider, denn es gibt Termine nicht nur im Klosterort, sondern auch ringsum. Neben dem schon erwähnten Walkenrieder Bildernachmittag am 20.2. sind dies:

25. Januar 2013, 19.00, Ellrich, Gaststätte Am Rosenbach (in der Kleingartenkolonie Richtung Werna)
Michael Reinboth: Gipskarst und Gipsindustrie im Südharz
Diese Veranstaltung wird vom Harzklub Ellrich ausgerichtet, ist aber offen für alle interessierten Besucher

13. März 2013, 19.30 Uhr, Bad Sachsa, Lutherhaus
Gerhard Möller: Die Streitigkeiten um die Grafschaft Honstein/Hohenstein zwischen 1593 und 1702
Diese Veranstaltung findet gemeinsam mit der ev.-luth. Kirchengemeinde Bad Sachsa statt

12. April 2013, 19.30 Uhr, „Goldener Löwe“
Jahreshauptversammlung, dazu Vortrag
Fritz Reinboth: Walkenried-Gemälde von Eugen Bracht und Casimir Ballenstedt

17. April 2013, 16.00 Uhr, Neuhof, Dorfgemeinschaftshaus
Fritz Reinboth: Die Geschichte der Sachsensteinhöhle bei Neuhof
Veranstalter ist der Senioren-Arbeitsring Neuhof, der sich über Besucher aus Walkenried freut

10. Mai 2013, 14.00 Uhr, Klettenberg Kirche (Treffpunkt)
Kirche und Burg in Klettenberg (Führung Dr. Karl Schmidt)

8. Juni 2013, 14.00 Uhr, Nordhausen, Haltestelle Theaterplatz der Straßenbahn (Treffpunkt)
Das unterirdische Nordhausen. Hans-Jürgen Grönke führt u.a. in die Kasematten am Töpfertor, den Keller des Walkenrieder Hofs, den Propsteikeller am Dom und den Tiefkeller des neuen städtischen Museums in der „Flohburg“ (mit Rundgang durch das Museum)

Ferner ist für den Abend des 20. Februar (19.30 Uhr) eine Veranstaltung im Freizeitzentrum geplant. Dr. Gerhard Görmar, Leipzig trägt zum Thema „Die Legende vom Zaubersaal im Kloster Walkenried“ vor.

Bezüglich der auswärtigen Termine kann wegen eventueller Mitnahmemöglichkeit gern Michael Reinboth (05525/1550) kontaktiert werden. Im Falle Nordhausen gilt dies auch bezüglich der Anreise mit Bahn und Straßenbahn. Neben diesem abwechslungsreichen Programm besteht weiterhin jeden Dienstag und Mittwoch von 15 bis 17 Uhr die Möglichkeit, das Archiv und die ortsgeschichtlichen Sammlungen des Vereins im Vereinshaus Geiersberg aufzusuchen. Für Gruppen wird gern auch ein anderer Termin vereinbart.

Gipsmuseum

Das Archiv für Heimatgeschichte, die ortsgeschichtliche Sammlung Walkenried sowie die Bücherei befinden sich im Gebäude der ehemaligen Walkenrieder Grundschule am Geiersberg.

Ein Modell des Klosters Walkenried – in Sangerhausen?

Viele von uns kennen das Klostermodell von Walter Reinboth und Bernd Emmelmann, welches nach seiner Verbannung aus dem Kloster selbst Asyl im Archiv des Vereins für Heimatgeschichte gefunden hat und dort als anschauliches Beispiel für den Status des Klosters in seiner Hochblüte gern aufgesucht wird.

Weniger bekannt ist hingegen, dass es ein weiteres geschnitztes Modell der Klosteranlage – in diesem Falle konkret der Kirche und der Klausur – gibt. 1955 bis 1957 hat der damals schon hochbetagte Gustav Adolf Spengler in Sangerhausen – ja, der mit dem Mammut! – ein solches Modell anhand des Hoffmannschen Stichs von 1661 und diverser gedruckter Quellen hergestellt. Der Verein für Heimatgeschichte wird es am 7. Oktober im Rahmen einer Tagesexkursion nach Sangerhausen aufsuchen und würdigen.

Modell des Walkenrieder Klosters von Gustav Adolf Spengler

Modell des Walkenrieder Klosters von Gustav Adolf Spengler

 

Nicht alle architektonischen Feinheiten sind G.A. Spengler damals geglückt, aber das Modell ist dennoch sehr anschaulich und gibt zu Fragen Anlass: Warum hat er, seinerzeit hinter dem „Eisernen Vorhang“ sitzend, gerade Walkenried ausgewählt? Lag es an der Beziehung des Klosters zur Goldenen Aue? Oder hat ihn einfach der romantische Zustand gereizt? Kaum mehr zu beantworten. Aber ein Anlass, das auch ansonsten sehr besuchenswerte Sangerhausen anzusteuern, ist es allemal. Es gibt dort ja nicht nur das Rosarium, sondern eben auch das Spengler-Museum mit dem Mammut, die einmalig schöne romanische Ulrichskirche und – nicht weit weg – das Besucherbergwerk Röhrigschacht in Wettelrode, welches an den Kupferschiefer-Bergbau in der Region erinnert. Das Klostermodell ist neben vielen anderen Sammlungen des Universalgenies Spengler in dessen altem Wohnhaus in der Hospitalstraße zu sehen, dies allerdings nur sonntags von 13 bis 17 Uhr.

Modell des Walkenrieder Klosters von Gustav Adolf Spengler

Modell des Walkenrieder Klosters von Gustav Adolf Spengler

 

Bei der „Vierung“ merkt man, dass die Hoffmannsche Darstellung nicht perspektivisch war. Alle Elemente des Bildes kommen im Modell vor, aber nicht ganz korrekt angeordnet. Gleichwohl kann man, das Modell umkreisend, von der einstigen Größe der Kirche träumen.

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