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Kupferberg

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Ein bisschen was geht immer, trotz Corona

(von Dieter Klein)

Es gibt Menschen, die anscheinend nichts anderes zu tun haben, als heimlich mit dummen Aktionen unseren Ort zu verunstalten. Als Beispiel dient nachstehendes Bild, das den Tisch zeigt, der auf dem Kupferberg steht, mit Blick auf Walkenried. Dort hatte jemand ein Brett mit sechs langen Nägeln festgenagelt und darauf geschrieben „Verbotene Aussicht“.

Es stand schon lange auf unserem Arbeitsprogramm, den Blick vom Kupferberg aus frei zu schneiden. Dazu müssen aber auch wir den Naturschutz beachten und vor allem brauchen wir die Erlaubnis des Forstamtes. Diese Genehmigung haben wir kürzlich erhalten und zum Glück gibt es die Familien Müller. Am Freitag Nachmittag haben sich Erich, Jens und Florian Müller aufgemacht und den Blick auf Walkenried freigeschnitten. Die Bilder zeigen wie der Blick vor der Arbeit war und die fleißigen Müllers nach getaner Arbeit.

Zum Schluss noch ein Tipp an den Vandalen. Anstatt Nägel, Hammer und ein Brett mit in den Wald zu nehmen, empfehlen wir, das nächste Mal Astschere, Schaufel oder Besen mitzunehmen und etwas Sinnvolles zu leisten.

Verbotene Aussicht

Arbeiten am Kupferberg

Vereinsmitglieder am Kupferberg

(v.l.n.r.: Jens, Erich, Florian Müller nach vollendeter Arbeit)

Südtiroler Volks- und Blasmusik auf dem Walkenrieder Kupferberg

Unter dem Motto „Südtirol zu Gast im Südharz“ hat Siegrid Hofer aus Walkenried nach dem Erfolg vom vergangenen Winter erneut eine Veranstaltung für Freunde volkstümlicher Klänge organisiert. Am 16. Mai findet das „Große Blas- und Volksmusikfest“ im Saal des Schützenhauses auf dem Walkenrieder Kupferberg statt. Vier namhafte, u.a. aus dem „Musikantenstadl“ bekannte Gruppen und Kapellen aus Südtirol werden die Gäste unterhalten.

Der Einlass ist ab 16 Uhr möglich, die Veranstaltung selbst beginnt um 17 Uhr und wird sich über rund 5 Stunden erstrecken. Für das leibliche Wohl während der Veranstaltung sorgen Verkaufsstände mit Südtiroler und rheinhessischen Spezialitäten. Wer mehr über die Veranstaltung erfahren möchte, kann sich bei der Walkenrieder Foto- und Druckwerkstatt (Postagentur, Telefon 05525/95 99 295) erkundigen. Dort ist auch die Vorbestellung von Karten einschließlich Tischplatzwahl möglich.

Südtirol

Projekt Bürgerarbeit in Walkenried beendet

Nach drei Jahren wurde am 30.11. das Projekt „Bürgerarbeit“ im Klosterort Walkenried beendet. Träger war der Verein „Wir Walkenrieder“, der mit Mitteln des Sozialfonds der EU (ESF) zwei Kräfte mit je 30 Wochenstunden für drei Projekte einsetzen konnte. Zwei davon sind im Ortsbild sichtbar, nämlich die Herrichtung und Betreuung eines Ortsrundweges und eines Wanderweges rund um den Klosterort. Mit Hilfe der Bürgerarbeiter und vieler freiwilliger Einsatzstunden der Vereinsmitglieder und anderer Helfer konnten u.a. der Eckstormweg, Bettens Wiese, die Streuobstwiese am Klosterparkplatz hergerichtet und gepflegt werden, aber auch andere Wege wie der entlang der Eisenbahn zu Sachsenburg oder zwischen „Amtmanns Tännchen“ und dem Himmelreich profitierten von dem Programm.

Der Verein zieht zum Abschluss ein insgesamt positives Fazit. Ohne die Bürgerarbeiter wäre es nicht gelungen, Wege in diesem Umfang herzurichten und zu pflegen. Nun gehen die Folgearbeiten vollständig an die Vereinsmitglieder über – angesichts der Altersstrukturen im Verein durchaus eine Herausforderung, die man aber mit Optimismus angeht, obgleich seit einem Jahr auch noch die Aufgaben des Harzklubs bei der Wegebetreuung und Beschilderung hinzu gekommen sind.

Die beiden Bürgerarbeiter sind in den letzten drei Jahren durchaus Bestandteil des Ortsbildes gewesen. Ihr Wirken hat sich an vielen Stellen positiv bemerkbar gemacht. Sie werden fehlen, auch wenn der Verein bemüht ist, die Lücke durch vermehrte freiwillige Einsätze zu schließen.

Streuobstwiese

Walkenried in Gemälden: Die Klosterruine

Im Rahmen unserer kleinen Artikelserie „Walkenried in Gemälden“ war die Klosterruine – als wichtigste Walkenrieder Sehenswürdigkeit sicher verständlich – schon mehrfach ein Thema. Bei einem hier im November vorgestellten Bild der Klosterruine, dessen definitiver Urheber nach wie vor unbekannt ist und auf dem sich sowohl die Schirftzüge „Teichmüller“ (wie der bekannte Nordhäuser Maler und Zeichner Fritz Teichmüller (1897-1986)) als auch „P. Venz“ finden, fragten wir hier in den „Walkenrieder Nachrichten“ nach dem Künstler. Von meinem Onkel Fritz Reinboth erreichte uns daraufhin der Hinweis, dass Fritz Teichmüller insbesondere aus zwei Gründen als Urheber ausscheidet: Erstens zeigt das Gemälde den Hohen Chor vor dem Einsturz des zweiten Fensters, welcher im Jahr 1902 erfolgte – und da Fritz Teichmüller zu diesem Zeitpunkt gerade einmal fünf Jahre alt gewesen ist, wird er die Ruinen selbst wohl nie in diesem Zustand gesehen, geschweige denn gezeichnet haben. Darüber hinaus passt auch der Stil des Gemäldes nicht zu Teichmüller, wofür uns Fritz Reinboth zum Beleg diese sehenswerte Zeichnung Teichmüllers aus dem Jahr 1920 zugesandt hat, die den Blick auf die Chorruine vom Kupferberg aus zeigt.

Wer übrigens selbst noch über alte (oder neue) Gemälde, Skizzen und Zeichnungen von Walkenried verfügt, ist herzlich dazu eingeladen, unsere Sammlung durch eine Zusendung an christian.reinboth@gmx.de zu bereichern.

Fritz Teichmüller

Die Chorruine vom Kupferberg aus gesehen – gezeichnet im Jahr 1920 von Fritz Teichmüller.

Arbeiten an den Wegen in und um Walkenried gehen weiter

Noch bis November 2014 läuft das Projekt „Bürgerarbeit“ des Vereins „Wir Walkenrieder“, aber auch danach müssen die Wege in und um den Klosterort weiter gepflegt und freigeschnitten, Bänke repariert und aufgestellt werden und vieles mehr. Ab Frühjahr 2015 müssen diese Arbeiten allein von den Vereinsmitgliedern gestemmt werden, denn dann stehen die beiden Bürgerarbeiter nicht mehr zur Verfügung. Gottseidank gibt es im Verein – und auch und gerade außerhalb des Vereins – Freiwillige, die sich um ihren Ort kümmern. Nicht zu übersehen ist hierbei allerdings, dass auch diese Gruppe 2015 schon wieder einige Jahre mehr auf ihren Buckeln versammelt haben wird.

Weg zum Hohen Chor

Schlimm sah es entlang des wichtigen, von Klosterbesuchern gern beschrittenen Weges vom Parkplatz zum Hohen Chor aus, denn die „Braunschweig-Stiftung“ hat zwar die Häuser zwecks Umgestaltung des Geländes erworben, aber offensichtlich niemanden beauftragt, dort mal nach dem Rechten zu sehen. Kniehohe Brennnesseln boten keinen wirklich schönen Anblick.

Zugewachsen war auch der kleine Pfad, welcher hinter dem Bahnübergang am Bahnhof links abzweigend am „Faulen Sumpf“ vulgo Röseteich entlang zur einmaligen Gipsvilla von Albrecht Meier führt. Hier wurde – ebenso wie bei der hergestellten Sitzgruppe an der Spatenbornwiese – mittels Motorsense und anderer Geräte wieder ein gangbarer Weg geschaffen. Geprüft wird nun noch, ob auf dieser Seite des Röseteichs mit Blick auf den leidlich intakten Teil des Röseberges eine Bank aufgestellt werden kann.

Wenn es nicht die Pflanzen sind, zu deren Aufgaben schließlich das Wachsen und Wuchern gehört, dann sind es liebe Mitbürger, die Arbeit verursachen, die grundsätzlich nicht sein müsste. Das dem Vandalismus anheimgefallene Geländer am Aussichtspunkt auf dem Kupferberg wurde wieder hergestellt. Holz kam vom Forst, die Arbeitsleistung von den „Walkenriedern“. Die Gefahr ist hier aber wohl nicht gebannt, denn zum Zeitpunkt der Reparatur lagen schon wieder reichlich Kronkorken und Pizzaschachteln herum.

Eckstormweg

Doch nicht nur Praktisches wie begehbare Wege, Geländer oder Bänke erfreuen den Gast, sondern auch die „Kunst am Weg“ gehört dazu. Hier wurde die Szene am Eulenpark eingangs des Eckstormweges um eine weitere Holzplastik erweitert.

Gnom

Mit dem lächelnden Gnom zusammen wünschen wir viel Spaß an herbstlichen Spaziergängen!

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