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Kupferberg

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Neuer trauriger Fall von Vandalismus auf dem Kupferberg

Beim diesjährigen Schützenfest ist es in den späten Abendstunden dem Vernehmen nach ja hoch hergegangen. Leider trifft dies auch für den schönen Aussichtsplatz einige Schritte weiter zu. Beim Aufräumen des mit Flaschen, Pizzakartons und anderen Hinterlassenschaften – darunter übrigens auch ein Kontoauszug! – verunstalteten Platz mussten unsere Bürgerarbeiter leider feststellen, dass das Geländer auf ganzer Länge zertreten und den Hang hinunter geschubst worden ist. Im Suff schnell geschehen, bedeutet dies einen mehrstündigen Arbeitseinsatz mit entsprechendem Material, der entweder von der Forst oder von den „Walkenriedern“ zu erbringen ist. Dass man dabei gelegentlich den Spaß an der Sache verliert, dürfte jedem Mitbürger einleuchten.

Kupferberg

Ganze Arbeit haben die Vandalen auf dem Kupferberg geleistet. Schade, dass dafür die Kraft vorhanden ist, nicht aber für das Mitarbeiten am Walkenrieder Ortsbild.

Keine Bankenkrise in Walkenried

… im Gegenteil: An den im Projekt „Bürgerarbeit“ definierten Rundwegen um Walkenried werden noch neue Bänke aufgestellt. Zu der Sitzgruppe am Klosterparkplatz, über deren endgültige Gestaltung noch beraten wird (Bänke mit Lehne oder doch wieder die rustikale Variante?), wird sich dort bald eine zweite gesellen, da die Inanspruchnahme durch Kloster- und andere Besucher sehr erfreulich ist und viele positive Rückmeldungen eingehen.

Nun wurde – auf dringenden Wunsch von Hermann Krieghoff, der sich selbst viel um Walkenrieder Wege gekümmert hat und immer wieder darauf hinwies, dass genau dort früher einmal eine solche gestanden hat – eine Bank auf dem Weg zum Himmelreich aufgestellt. Die Arbeit leisteten Klaus Facius und die beiden Bürgerarbeiter, wie immer gründlich und stabil.

Sitzbank

Die neue Sitzbank auf dem Weg zum Himmelreich.

 

Gipsgrus wurde vor Ort vorgefunden, die Bank entstammt den Beständen des ehemaligen Kur- und Verkehrsvereins. Nicht nur Walkenrieder Spaziergänger, sondern auch Wanderer auf dem Karstwanderweg werden die kleine Sitzgelegenheit sicher gern annehmen, wenn sie das benachbarte Schild über die Geheimnisse des Itelteichs und des Himmelreichs erschöpfend studiert haben. Für Eisenbahnfans wie den Berichterstatter steht sie allerdings zu weit weg von den Gleisen… Aber für diesen Zweck gibt es ja auf der anderen Seite des Bahnübergangs eine weitere Sitzgelegenheit.

Wer schon bis hierhin vorgedrungen ist, sollte die paar Schritte bis zum unteren Itelteichweg nicht scheuen. Er wird durch ein wunderbares Landschaftsbild entschädigt. Itelteich, Laubwald und Gipsklippen bilden ein in dieser Form einmaliges, noch dazu allenfalls durch das Geräusch eines vorüber fahrenden Zuges unterbrochenes ruhiges Idyll. Aber das ist schon wieder ein Bericht für sich. Möge Hermann Krieghoff sich noch lange dieser Bank erfreuen. Vielen Dank den fleißigen Aufstellern!

Kupferberg

Der Blick fällt von der neuen Sitzbank direkt auf den Kupferberg.

 

Itelteich

Wenige hundert Meter entfernt lässt sich der Itelteich bewundern – hier sogar mit Zugdurchfahrt.

Walkenrieder freuen sich über renovierte Schäferbrücke – aber noch liegt viel Müll im Flussbett

Was lange währt, wird gut. Das gilt jedenfalls für die Schäferbrücke in Walkenried, über die nun wieder der Kupferberg und das Himmelreich problemlos erreicht werden können. Zunächst wurde viel über die Art und Weise der Sanierung gestritten, da die alte Brücke denkmalgerecht instand gesetzt werden sollte – Belag, Geländer, alles wurde hin und her erörtert. Dann machten auch noch Hochwasser und langer Winter den Bauleuten zu schaffen.

Schäferbrücke

Fertig. Jedenfalls oben. Und durch das Geländer kann keiner hindurch fallen. Auch dann nicht, wenn er etwas beschwingt vom Kupferberg herunterkommt. 3,10 m sollten fürs Schützenfest reichen.

 

Als durchaus gelungen kann man letztlich das Ergebnis aller Mühen bezeichnen. Freilich liegt noch allerhand im Flussbett der Wieda, was dort beim besten Willen nicht hinein gehört – Betonklötze von Behelfsbrücken und –stegen zum Beispiel. Auch behindern schon wieder allerhand Treibgüter den freien Abfluss, was, wie wir derzeit lernen müssen, ja nicht ganz unwichtig ist. Oben hui, unten pfui, kann man durchaus sagen. Mit Fug und Recht kann erwartet werden, dass der ganze Mist noch aus dem Flussbett entfernt wird.

Schäferbrücke

Von unten sieht es nicht wirklich gut aus. Betonplatten, Holzpaletten, Treibgut – alles wurde bislang einfach im Flussbett zurückgelassen. Das Ehepaar Haake nebst Hund freut sich gleichwohl, die Brücke wieder nutzen zu können.

 

Hoffen wir nun aus gegebenem Anlass, dass die Schäferbrücke nie wirklichen Fluten und Hochwassern standhalten muss.

Der kleine Wandertipp: Rund um den Kupferberg

Heute führen wir unsere Wandertipp-Reihe mit einer kleinen Tour fort, die – je nach Tempo – nicht mehr als eine bis anderthalb Stunden in Anspruch nimmt und uns die Welt des Kupferbergs erschließt. Die Wege sind – dank ausgezeichneter Pflege durch die „Walkenrieder“ und vor allem engagierter Mitbürger – in sehr gutem Zustand, viele Bänke säumen die Strecke und laden immer wieder zu kleinen Pausen ein. Weniger zu empfehlen ist der Weg in knackiger Sommermittagshitze, da es über freie Flächen geht, auf denen kein Baum Schutz bietet.

Wir starten am Klosterparkplatz und gehen zunächst von der Info-Tafel aus nach rechts entlang der Wieda. Mit etwas Sorge nehmen wir die starke Zunahme des „Sachalin-Knöterichs“ wahr, dessen Ursache hoch oben im Seitental, in Wieda, zu suchen ist. Es ist wie immer: Dort oben entledigt man sich einer Sache, und wir hier unten haben dann ein Problem. Aber gut, wir überqueren die „Schäferbrücke“, was wir gut können, da wir unter 6 t wiegen, und biegen dann nicht auf die geteerte Straße, sondern ein Stück weiter auf den am Waldrand entlang führenden Rasenweg ab, der nun entlang von „Amtmanns Tännchen“ führt. Suchen Sie hier bitte keine gleichnamigen Bäume, die sind seit einem Sturm 1972 verschwunden und haben Platz gemacht für Laubbäume aller Art.

Am Kupferberg

Unser Blick fällt auf den gegenüber liegenden Röseberg (wie lange wohl noch, und wir erblicken hier eine Steinbruchwand?). An der Ecke angelangt, können wir auch einen Blick auf das „Himmelreich“ genießen und zu diesem Behufe auf einer Bank Platz nehmen. Ein kleines Stück geht es nun bergab, und dort, wo wir auf den aus Richtung Eisenbahn kommenden Feldweg treffen und eine weitere Bank erblicken, biegen wir nach links in den hohlwegartig wirkenden Pfad ein. Er führt uns bergan.

Am Kupferberg

Auch hier gibt es Bänke, die einen Rückblick in Richtung Röseberg und „Itelsbreite“ gestatten. An der nächsten Gabelung gehen wir nicht nach links, sondern biegen nach rechts auf den zwischen den Feldern entlang führenden Weg ab, der uns weiter nach oben bringt, bis wir an der Ecke vom Hundeplatz auf den vom „Mordwäldchen“ her kommenden Weg treffen und nun nach links auf den „Rain“ einbiegen, auch dies ein ausgezeichnet gepflegter Weg oberhalb der Ellricher Straße mit mehreren Sitzmöglichkeiten und wundervollen Blicken hinüber zu den Harzbergen, von denen der Staufenberg markant herüberschaut. Aber auch die „Wendeleiche“ und der „Rote Schuß“ sind gut auszumachen.

„Rain“ ist noch gut nachvollziehbar, „Heide“ hingegen nicht. So aber wird der nun folgende Geländestrich noch gern genannt. Früher stand hier auch massenhaft Erika, und Schafe sowie regelmäßiges Mähen sorgten dafür, dass es auch so blieb. Längst schon ist die „Heide“ nun einem etwas undefinierbaren Wald gewichen, der uns aber immerhin – dank tätiger Mitwirkung einiger emsiger Ortsbewohner – den einen oder anderen Ausblick gönnt.

Am Kupferberg

Zum Beispiel diesen hier. Der Weg beschreibt eine leichte Linkskurve, und dort, wo wir das Schild „Naturschutzgebiet“ erblicken und rechter Hand betrachten können, was die Niedersächsischen Landesforsten darunter verstehen (Abhacken und liegen lassen), steigen wir den Stufenweg hinab zu Bettens Wiese. Hier könnten wir uns eine kleine Pause gönnen, wollen aber weiter entlang der Wieda wandeln. Der Weg, den wir nun benutzen, ist der „Magister-Eckstorm-Weg“, benannt nach dem früheren Leiter der Walkenrieder Klosterschule, einer immerhin über 100 Jahre blühenden Einrichtung nach Ende des eigentlichen Klosterbetriebes. Auch dieser Weg ist gut in Schuss und gönnt uns kurz vor dem Erreichen des Zieles noch einen Top-Blick auf den „Hohen Chor“ unserer einstigen Klosterkirche. Derzeit (Herbst 2012) muss man etwas tricksen, um keine Gerüste mit auf die Platte zu bannen, denn ganz offensichtlich muss man derzeit den 1976 ff. verwendeten falschen Mörtel wieder aus den Klosterfugen kratzen. Das stört die vor sich hin plätschernde Wieda allerdings nur wenig, und wir schließen uns an und überqueren am Aufschluss des Kupferschiefers (auch Fundort des Fisches „Paläoniscus Freieslebeni“) am Kindergarten das Wasser, biegen nach links ein und haben unseren Ausgangspunkt wieder erreicht. Dort lädt die wunderbare Sitzgruppe der „Walkenrieder“ zu einer kleinen Schlussrast ein und ermöglicht einerseits Blicke zum Jagdschloss, aber auch kopfschüttelndes Notieren der abgebauten Klostermauer, die hoffentlich bald wieder aufgemauert werden wird.

Fazit: Prima Weg, viele Sitzmöglichkeiten, schöne Ausblicke und nicht allzu anstrengend. Verlaufen kann man sich eigentlich auch nicht. Also: Auf geht’s!

Am Kupferberg

Hier zu sehen: Der „Hohe Chor“ der Klosterkirche. Das hochgotische Polygon entstand als neue Lösung, nachdem der zisterzienser-übliche gerade Chorschluss baufällig war. Die Grundwässer der Wieda hatten die gipsgemörtelten Fundamente ausgespült. Der Abbruch des „Hohen Chors“ durch den Landkreis Osterode am Harz löste anfangs der siebziger Jahre einen Proteststurm aus, der zum Wiederaufbau nötigte.

Am Kupferberg

Zur Schlussrast lädt die Sitzgruppe am Klosterparkplatz ein. Wer hier Platz nimmt, hat den Blick auf Kloster und Jagdschloss gratis obendrauf (oder neudeutsch: „on top“).

Am Kupferberg

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