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Priorteich

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Geopark-Stele und Infotafel in Walkenried eingeweiht

Es muss schon etwas dran sein an der Anziehungskraft der Südharzer Gipskarstlandschaft. Der aus Anlass der Einweihung der ersten Geopark-Infotafel im Himmelreich vom Regionalverband Harz ist jedenfalls schon vergriffen und muss nachgedruckt werden.

Nach der Infotafel am Ellrichblick hat der Regionalverband Harz als Träger des Natur- und Geoparks am 31.1. zwei weitere Marken für das Projekt „Landschaft lesen lernen“ in Walkenried gesetzt. Am „Dreieck“ wurde eine Geopark-Stele eingeweiht, mit der auf die Einmaligkeit der Südharzer Zechstein-Landschaft hingewiesen wird, die vor rund 250 Millionen Jahren entstanden ist und zahlreiche Besonderheiten aufweist, aus denen der Gipskarst herausragt und daher besonders schützenswert ist. Am Priorteich wurde nach der Tafel am Ellrichblick im Himmelreich nun eine zweite Infotafel angebracht, welche auf die Walkenrieder Teichlandschaft, aber auch andere bemerkenswerte Dinge im Naturschutzgebiet Priorteich-Sachsenstein aufmerksam macht und einen entsprechenden Rundgang empfiehlt.

Christel Wemheuer und Dr. Klaus George

Christel Wemheuer und Dr. Klaus George enthüllen die neue Infotafel am Priorteich.

 

In Anwesenheit des frisch gebackenen Ehrenlandrats Klaus Liebing, der als alter Walkenrieder den Priorteich natürlich zu schätzen weiß, erläuterte Dr. Klaus George vom Regionalverband Harz die Ziele des Schutzgebietsnetzwerks „Natura 2000“, nämlich heimische und besonders schützenswerte Tiere, Pflanzen und ihre Lebensräume zu erhalten und wenn nötig wiederherzustellen. „Natura 2000“ bietet für die anliegenden Orte die Möglichkeit, für und mit den Einmaligkeiten der Landschaft zu werben und sollte daher als Chance auch für Walkenried gesehen werden. Genau so sieht es auch die Erste Kreisbeigeordnete Christel Wemheuer, die zum ersten Mal am Priorteich war und sich von der Landschaft und der Möglichkeit der Badestelle sehr beeindruckt zeigte. Sie betonte, dass das Land Niedersachsen noch in diesem Jahr die Natura 2000-Gebiete ausweisen und – mit einiger Verspätung – unter Schutz stellen werde.

Dies ist nach Ansicht von Michael Reinboth, dem Vorsitzenden der „Wir Walkenrieder“, welche sich in Nachfolge des Harzklubs um die Wanderwege im Naturschutzgebiet, aber sehr intensiv auch um den Priorteich und seine Umgebung kümmern, auch dringend erforderlich, da die Gipsindustrie mit dem Hinweis auf die wegfallenden REA-Gipse aus Kohlekraftwerken bereits die Hand nach schon stillgelegten und renaturierten Steinbrüchen auszustrecken beginne. Und wenn da nichts mehr zu holen sei, würde auch anderswo geguckt. Die Naturschutzgebiete Blumenberg-Sachsenstein und Himmelreich müssen also dringend und dauerhaft vor Begehrlichkeiten geschützt werden, damit sie nicht das Schicksal des Rösebergs erleiden. Reinboth nutzte die Gelegenheit, die Besucher über die bereits erledigten und die noch anstehenden Arbeiten sowie einige Probleme am Priorteich zu informieren. Eine Spielanlage für Kinder wurde gebaut, der Teich in einer mehrtägigen Aktion „gemäht“, die Drainage des Kiosks wurde repariert und nun laufen die Arbeiten zur Sanierung des Kiosks, die im Frühjahr 2020 fortgeführt werden. Doch durch das Füttern der Schwäne und die damit verbundene Zunahme der Population hat leider die Wasserqualität bereits gelitten, ein Alarmsignal. Auch Vandalismus sei immer wieder ein Thema. Im Interesse des Tourismus und der Naherholung muss der Priorteich aber als Badestelle unbedingt erhalten werden.

Frühlingsstimmung am Priorteich

Frühlingsstimmung am Priorteich.

 

Derweil präsentierte sich der Priorteich am 31. Januar in geradezu vorfrühlingshafter Stimmung. Die stille Schönheit dieses einmaligen Stücks Natur ließ keinen der Gäste unbeeindruckt. Dr. Klaus George und Christel Wemheuer wollen auf jeden Fall noch einmal wiederkommen.

Sanierung des Kiosks am Priorteich wird fortgesetzt – Firma Traut sponsert Dachrinnen

Die vom Verein „Wir Walkenrieder“ betriebene Sanierung des Kiosks an der Badestelle Priorteich wird fortgesetzt. Der Verein wird im kommenden Jahr mit Unterstützung durch den Ortsbürgermeister Claus Eggert die restlichen Arbeiten an der Fassade und an den Fenstern durchführen. Inzwischen hat die Firma Volker Traut wie versprochen die Dachrinnen und Abläufe erneuert. Material und Arbeitseinsatz wurden kostenlos zur Verfügung gestellt.

Für dieses großartige Engagement für den Heimatort bedanken sich die „Walkenrieder“ ganz herzlich. Aus unserer Sicht sind der Priorteich, die Liegewiese und eben auch der Kiosk wichtige Bestandteile der Walkenrieder Freizeitinfrastruktur und müssen gepflegt werden.

Dachrinnen

Bericht über die Aktivitäten der „Wir Walkenrieder“ in 2018 sowie die Pläne für die Zukunft

Das Jahr 2018 war erneut durch eine Vielzahl von Aktivitäten geprägt, welche die Mitglieder und Freunde des Vereins zeitweise stark gefordert haben. Leider ist auch ein Anstieg der Aktivitäten von Vandalen zu verzeichnen, was besonders im Außenbereich zusätzlich Arbeit verursacht hat.

Klostermarkt 2018

Zum Klostermarkt 2018, der jedenfalls am Sonntag nicht vom Wetter begünstigt war, haben wir und einige andere aktive Bürgerinnen und Bürger, darunter erfreulich viele junge Leute, die Buden auf- und abgebaut und für den Transport nach St. Ottilien bereitgestellt. Als besondere Aktion kam 2018 im Vorfeld des Marktes der Anstrich aller aufgebauten Buden hinzu, wobei neben Vereinsmitgliedern sich wiederum Dritte aus dem Umfeld der Pfarrei und der Pfadfinder in erfreulichem Umfang beteiligt haben. Das Material wurde von den Eigentümern der Buden bereitgestellt. Alles in allem eine sehr gelungene Aktion, die allen Beteiligten trotz vieler Arbeit Spaß gemacht hat und zum Nachahmen anreizt.

Klostermarkt

Weihnachtsmarkt 2018

Auch hierfür wurden die Buden auf- und abgebaut. Zusätzlich wurde für Weihnachtsbaumschmuck und – gut durch diese getarnt – etwas Sicherheit an den Platzeingängen gesorgt. Die gesamte Organisation lag in den Händen des Vereins: Beschaffung der Tombolagewinne, Auszeichnung der Gewinne, Einkauf der Weihnachtsgänse, Gestaltung von Flyern und Plakat, Werbung, Gespräche mit Budenbetreibern, Beschallung, Abrechnung der Standgelder und Abrechnung mit der Kommune, Nachtwächter und so weiter. Erstmals wurde der Markt gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde (Orgelhäppchen, gemeinsames Singen im Kreuzgang) und dem ZisterzienserMuseum (Führungen, Konzert am Samstag) gestaltet. Die gute Resonanz gab Anlass, beiden die Fortsetzung auf dieser Basis vorzuschlagen. Trotz wenig guten Wetters war der Markt gut besucht. Unser aller Ziel muss es nun sein, speziell die Walkenrieder Vereine und Aussteller zum weiteren Mitmachen zu ermuntern. Aus dem Gewinn des Jahres 2017 haben wir einen zusätzlichen überdachten Stand beschafft und werden dies, da wiederum ein Gewinn erwirtschaftet wurde, erneut tun, um so den Markt noch attraktiver und wetterfester zu machen. Außerdem wollen wir die Beleuchtung vom Torbogen über den Pfarrplatz bis zum Markt aufwerten (zusätzliche Sterne, Hinweis auf den Markt am Torbogen).

Auch die Erneuerung der Weihnachtssterne geht auf unser Konto – mitsamt Ersatz für zwischenzeitlich leider reihenweise defekte Birnen. Nun beschaffen wir noch zusätzliche Dichtungen. Die „Reservesterne“ werden aktiviert, siehe oben. Hiervon streng getrennt, muss das Ergebnis unseres eigenen Standes betrachtet werden, und dies war wiederum durch den Verkauf von Getränken und Kalendern (diese auch schon im Vorfeld und Nachgang) sehr erfreulich. Näheres hierzu im Bericht des Schatzmeisters. Der außerordentliche Einsatz vieler Menschen zu beiden Märkten verdient erneut hervorgehoben zu werden. Auf- und Abbau wurden perfekt organisiert. Wir werden uns jedoch gestatten, bei der Gemeindeverwaltung um Auskunft der Finanzierung unseres Weihnachtsmarktes im Vergleich zum Spellefest und zur Krippenweihnacht zu bitten. Sollte die Gemeinde in Wieda in nennenswertem Umfang Kosten übernehmen (Auf- und Abbau, Beleuchtung), werden wir das auch für unseren Weihnachtsmarkt einfordern: Gleiche Voraussetzungen für alle.

Weihnachtsmarkt

Priorteich

Der außerordentlich niedrige Wasserstand des Teiches im Sommer 2018 lud nicht eben zum Baden ein, ermöglichte es uns aber andererseits, die Uferbefestigung zu sanieren, einem Wunsch vieler Besucher entsprechend etwas abzusenken und die Uferzone mit zertifiziertem Sand aufzufüllen. Die sehr gut koordinierte Aktion ging in einem Tag über die Bühne. Der knochenharte Boden erlaubte das Befahren ohne das Hinterlassen von Spuren. Für 2019 haben wir uns die Sanierung des Kiosks vorgenommen: Anstrich, Dachrinnen, neue stählerne Tür, dadurch etwas mehr Einbruchsicherheit. Hierzu wurde das Material aus dem Fonds des Ortsbürgermeisters bereits beschafft, und im Frühjahr soll die Aktion über die Bühne gehen. Wir hoffen, hierdurch auch für die engagierte Pächterin ein Signal zu setzen. Der Priorteich ist uns als Teil der Walkenrieder Freizeitszene und beliebtes Ziel von Gästen sehr wichtig, und wir werden auch in Zukunft alles unternehmen, um ihm – in den vom Naturschutz gegebenen Grenzen – seine Attraktivität auch als „freie Badestelle“ ohne Steg zu erhalten.

Gemähter Priorteich

Eckstormweg

Dieser Weg ist für Walkenrieder und ihre Gäste und zunehmend auch für Klosterbesucher wichtig. Er bietet im Sommer Schatten und durch die Wieda „gefühlte“ Erfrischung. Wegen des im nördlichen Bereich abgängigen Geländers haben wir mit der Forstverwaltung Kontakt aufgenommen. Auf Bitten des Museums hin wurden – mit Zustimmung des Bode-Zorge-Verbandes – einige Bäume am Ufer gefällt, um den Blick auf den „Hohen Chor“ wieder freizumachen. Die Aktion kam beim Museum außerordentlich gut an. Der Weg bedarf weiterhin der Pflege und des gelegentlichen Freischnitts, da er Teil des vom Museum geplanten Klosterpfades werden soll. An der Entwicklung dieses Pfades arbeiten wir und der Verein für Heimatgeschichte mit.

Magister-Eckstorm-Weg

Günters Ruh

Wie der Familie versprochen, haben wir „Günters Ruh“ aufgebaut und zünftig eingeweiht. Der neue Rastplatz erfreut sich zunehmender Beliebtheit und ist eine schöne Ergänzung des Wandergebiets Himmelreich. Der Familie Helbing haben wir den Aufbau einer Bank an der von Andreas geliebten Aussicht vom „Höllköpfchen“ versprochen. Das wollen wir 2019 erledigen.

Günters Ruh

Wanderwege

Aktuell wurden 8 Schilder bestellt – allesamt Ersatz für gestohlene und/oder stark beschädigte Schilder, die teilweise zwischenzeitlich durch laminierte Ersatzschilder ersetzt worden sind. Kostenpunkt für diese Vandalismusschäden ca. 200 €… Daneben wurde mit der Beschilderung des „Kutschweges“ und des Grenzweges in Richtung Kutzhütte begonnen. Da sich die Herrichtungsarbeiten durch Formula hier aber verzögert haben, konnten wir die Arbeiten noch nicht beenden. Dies steht für das Frühjahr 2019 an, wobei wir in Wildemann erst noch etliche Einschlaghülsen beim Harzklub beschaffen müssen. Der Weg entlang der Bahn zur Sachsenburg und der weiterhin zu betreibende Teil des „Eseltreiberwegs“ (Aue bis Parkplatz) wurden gemäht und freigeschnitten. Hierbei zeigte sich, dass unser Balkenmäher nicht mehr wirklich brauchbar ist und dringend ersetzt werden muss.

Viele Geländer im Umfeld des Ortes sind abgängig. 2/3 hiervon werden aus unserer Sicht aber auch nicht benötigt – was soll z.B. das Geländer an der „Sachseneiche“? Hierzu haben wir ebenfalls mit der Forstverwaltung Kontakt aufgenommen und vorgeschlagen, diese teilweise sehr hinfälligen 2/3 abzubauen und im Gegenzug die wenigen wirklich benötigten Geländer zu erneuern: Itelklippen, Aussichtspunkte auf dem Höllstein und Sachsenstein. Auch einige Bänke sind abgängig und müssen ersetzt werden.

Sachsenbank

Zusammenarbeit mit Dritten

Der Verein wird zunehmend von Dritten im Rahmen von Projekten in Anspruch genommen. So konnten wir bzw. der mit uns ja eng zusammenarbeitende Geschichtsverein Zuarbeit bei der neuen Infotafel des Regionalverbandes Harz am „Ellrichblick“ leisten. Da bei dieser Gelegenheit der schlechte Zustand von Geländer und Sitzgruppe dort oben auffielen, wird die Sitzgruppe im Frühjahr ersetzt und das Geländer mit Zustimmung der Forstverwaltung ersatzlos entfernt. Eine weitere Infotafel des RV Harz soll am Priorteich aufgestellt werden. Die Einweihung der Tafel am „Ellrichblick“ ergab gute Gelegenheit zu Gesprächen mit den Leuten vom RV und der Forstverwaltung. Ein weiteres Projekt ist der schon erwähnte „Klosterpfad“. Wir wollen die Zusammenarbeit mit dem ZisterzienserMuseum weiter vertiefen, da das Museum und die künftige Ausstellung zur Oberharzer Wasserwirtschaft im Herrenhaus wichtige Anziehungspunkte für den Ort darstellen und wir unbedingt wieder mehr Besucher dort unten brauchen. Es gibt, nach außen kaum erkennbar, auch eine sehr gute Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Regionalverkehr Süd-Niedersachsen (ZVSN), der unter der Regie des neuen Geschäftsführers Michael Frömming bereits viel zur Verbesserung der Busverbindungen in den Oberharz getan hat. Zum Start der Werbekampagne wurden neue Flyer übergeben, an deren Gestaltung wir mitgewirkt haben. Viele Wandertipps – auch zu Walkenried – sind auf der neuen Homepage des ZVSN („harz-nah-dran“) zu finden. Ein weiterer wichtiger Baustein in der Verbesserung der Attraktivität des Urlaubsortes Walkenried ist HATIX, damit unsere Gäste kostenlos mit dem Bus in den Harz oder – wir sind großzügig – nach Bad Sachsa fahren können. Das allwöchentliche Chaos im Harz zeigt, dass auf diesem Sektor ganz dringend etwas geschehen muss! Durch ständigen, auch von uns unterstützten Druck ist endlich auch die Einrichtung des Frühzuges nach Göttingen (Walkenried ab 5.03) gelungen. Das sind kleine, aber wichtige Bausteine, um neben Schule, KITA, Hort, Ärzten usw. Familien zum Hierbleiben oder Herziehen zu bewegen. Da dürfen wir nicht nachlassen.

Buslinie

Mit der Gemeinde arbeiten wir gut und – bei allen gelegentlichen Differenzen – auch vertrauensvoll zusammen. Das soll auch so bleiben, denn ständige Reibereien helfen ja in unserer Lage nicht weiter. Über die Förderung des Harzes an Sonntagen zu reden, ist eben eine Seite, dies dann tatsächlich auch zu tun, eine ganz andere. Die Kohleregionen erhalten für den Umbau ihrer Wirtschaft nun Milliarden, die ihnen gegönnt seien, hierher ist trotz oder vielleicht wegen des über Jahrzehnte sich hinziehenden schleichenden Abbaus von Arbeitsplätzen nicht ein Cent geflossen. Unter den Augen der Kreisverwaltung in Göttingen, die dies auch noch mit einem neuen Auftrag honoriert, durfte Veolia den Standort Walkenried dicht machen. So sieht die Förderung unserer Kommune durch den Landkreis und das Land aus… Da hilft ja nur enge Zusammenarbeit und der Versuch, mit wenig Geld – die Steuereinnahmen unserer wenigen Betriebe fließen ja auch woanders hin – noch das Beste zu machen.

Sponsoring

Es ist fast überflüssig zu erwähnen, dass unsere Arbeit ohne kleines und größeres Sponsoring nicht möglich wäre. Das Jahr 2018 war diesbezüglich – auch aus sehr traurigem Anlass – ein sehr gutes. Ich verzichte an dieser Stelle auf die Aufzählung aller Spender, bedanke mich aber bei wirklich allen, die uns kleine oder größere Beträge zur Verfügung gestellt oder uns mit Sachleistungen geholfen haben. Der Multicar bedurfte noch einiger zusätzlicher Investitionen, ist nun aber rundum einsatzfähig. Wir wollen mittels Anhängerkupplung das Gerät noch universeller einsetzbar machen und, wenn möglich, den Fuhrpark an einer Stelle (im Hof der Gemeinde) konzentrieren. 2019 steht, wie erwähnt, die Beschaffung eines neuen Balkenmähers an. Auch Pflanzen und Blumen für den Frühjahrsschmuck (Bürgerpark) und Sommerschmuck (Torbogen) werden wir wieder beschaffen, Flyer müssen nachgedruckt werden und so weiter.

Vorstand und Beirat hoffen, dass die stetige und mit vergleichsweise wenig tam-tam verbundene Arbeit für den Klosterort sich weiter herumspricht und uns die Sponsoren und vor allem die Mitglieder nicht ausgehen. Auch da bot 2018 Anlass zur Hoffnung, denn neben einem beachtlichen Zuwachs des Vereinsvermögens, welcher freilich durch den Kauf des Mähers schwinden wird, haben wir mit deutlich über 150 Mitgliedern einen neuen Höchststand erreicht – in Zeiten des Vereinssterbens sicher kein schlechtes Signal!

Wer den Verein durch eine Mitgliedschaft unterstützen möchte, findet alle nötigen Infos unter:

http://www.wir-walkenrieder.de

 

Uferzone des Priorteichs wurde in Ordnung gebracht

Woran erkennt man einen wirklich guten Verein? Daran, dass er auch ohne Vorsitzenden funktioniert, weil es genügend Vorstände und Beiräte gibt, die den Laden am Laufen halten. So gesehen muss uns um die „Walkenrieder“ nicht bange werden.

Das trockene Wetter ausnutzend, haben fleißige Hände, gemanagt von Bernd Zintl, die Uferzone des Priorteichs in Ordnung gebracht. Die vor ca. 7 Jahren eingebrachten Hölzer waren zum Teil hinfällig, und der Sand hatte sich auch wieder Richtung Teichmitte verkrümelt. Nun sieht das alles wieder gut aus. Selbstverständlich liegt für den Sand ein Zertifikat vor, er ist spielplatz- und wassergeeignet. Der Farbunterschied gibt sich mit der Zeit. Allen Helfern gilt ein herzlicher Dank.

In der Maßnahmenliste für die Dorfentwicklung steht der Teich auch drin. Das hat Wolfgang Probst hinbekommen, der zuletzt als Einzelkämpfer und ohne Rückhalt aus der Verwaltung alle Projekte, die wir gemeldet hatten, auch in Priorität 1 untergebracht hat. Was freilich nur bedeutet, dass sie erstmal drinstehen. Sie müssen nun noch ausführlich beschrieben werden, und dann geht es um den Eigenanteil…

Uferzone

Dank der absoluten Trockenheit gelang die Anlieferung bis zum Ufer ohne jede Reifenspur. Erich war mit der fahrerischen Leistung des Kipperfahrers einverstanden.

Sandhaufen

Viele fleißige Hände machten sich ans Verteilen. Gäste und Kioskwirtin waren begeistert. Spontan wurde zu Bier und Würstchen eingeladen. Jetzt hoffen wir auf viel, viel Regen (zwischen Kloster- und Weihnachtsmarkt natürlich) und ein Ansteigen des Wasserspiegels, denn im kommenden Frühjahr soll noch mal gemäht werden. Und das geht beim Amphibienboot nur, wenn es auch Wasser unter dem Kiel hat.

Eine Bitte wird wohl ungehört verhallen. Trotzdem: Dieser Strand ist nicht für Hunde gedacht, schon gar nicht für sch… Hunde.

Gemähter Priorteich wird mit Begeisterung aufgenommen

Es war keine ganz einfache Angelegenheit, doch am Ende hat sich alle Mühe gelohnt. Der mittels eines Amphibienbootes der Firma Schunke aus Mühlheim am Main in zwei Tagen auf einer Teilfläche gemähte Priorteich erfreut Spaziergänger und Badegäste gleichermaßen.

Gemähter Priorteich

Auf dem Bild ist der Unterschied zwischen gemähter und nicht gemähter Fläche deutlich erkennbar.

Der Verein „Wir Walkenrieder“ e.V. hatte es unternommen, einen neuen Anlauf zur Sanierung des beliebten und für den Walkenrieder und, nicht zu vergessen, Bad Sachsaer Tourismus unverzichtbaren Badegewässers zu unternehmen und hierzu die Forstverwaltung, die Gemeinde Walkenried, die Sportfischer und die DLRG mit ins Boot geholt. Über die Stadt Nordhausen gelang die Kontaktaufnahme zur Firma Schunke, die seit Jahrzehnten im Bereich ökologische Gewässer-sanierung tätig ist. Aus Kosten-, aber auch Naturschutzgründen wurde die zu mähende Fläche auf ca. 20 % der gesamten Teichfläche beschränkt. Die „Ausbeute“ war gleichwohl enorm, denn am Ende landete das Boot insgesamt 12-14 Kubikmeter Pflanzen, zu mehr als 90 % „Tausendblatt“, am Ufer an. Mit Hilfe der Bauhöfe der Gemeinde Walkenried und der Stadt Bad Sachsa konnte das Aufladen und der Abtransport rasch erfolgen, so dass der Teich schon zum Anschwimmen der DLRG bestens nutzbar war.

„Allen Beteiligten ist klar, dass es sich hierbei nur um eine Maßnahme handelt, die befristet Erfolg bringt. Schon bald wird wieder gemäht werden müssen. Die Kosten hierfür sind beachtlich – die jetzige Aktion konnte nur dadurch gestemmt werden, dass sich Gemeinde Walkenried und Forst mit namhaften Beträgen beteiligt haben. Das werden sie nicht immer können. Also muss neben einer zweiten, vielleicht dritten Mähaktion eine dauerhafte Sanierung erfolgen – oder aber wir müssen akzeptieren, dass im Zeichen der Erderwärmung der Teich dauerhaft nur mittels Mähen am Leben erhalten werden kann“ meint Michael Reinboth von den „Walkenriedern“. Den Erfolg der Maßnahme ersieht man unter anderem auch daran, dass es im Teich auf den gemähten Flächen wieder Wellengang gibt, eine wichtige Sache, die dort, wo das Tausendblatt massenhaft bis zur Oberfläche ansteht, vollends zum Erliegen gekommen ist.

Die „Walkenrieder“ stehen für die Durchführung einer zweiten Mähaktion im Frühjahr 2018 wieder bereit und werden dafür Spenden einwerben – auch in Bad Sachsa, denn die Mehrzahl der Badegäste kommt von dort…

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