//
Archiv

Sozialbefragung

Diese Schlagwort ist 2 Beiträgen zugeordnet

SoVD-Befragung „Wie sozial sind wir?“ auch mit überraschenden Ergebnissen

(von Frank Uhlenhaut)

70% der Befragten meinen, dass es bei uns nicht sozial gerecht zugeht.

Das brachte die Haushaltsbefragung „Wie sozial sind wir?“ des SoVD-Kreisverband Osterode zutage. Der Sozialverband hatte dazu 25.000 Fragebögen im Rahmen seiner Kampagne zum 100. Bestehen des SoVD-Bundesverbandes verteilt. 1215 Einwohner beteiligten sich an der Meinungsumfrage. Über 700 Frauen, 60% über 60-Jährige und knapp 500 Berufstätige waren dabei. Noch deutlicher werden die Teilnehmer zwischen 20 und 59 Jahren. Über 85% von ihnen sind der Meinung, dass es nicht weit her ist mit der sozialen Gerechtigkeit bei uns. Für Frank Uhlenhaut vom Kreisverband Osterode ein klarer Auftrag, an den sozialen Themen weiterzuarbeiten. Das sah auch der SvVD-Kreisverband Osterode so. Er beschloss auf seiner letzten Vorstandssitzung eine Offene Sozialwerkstatt einzurichten, die sich den Befragungsergebnissen annimmt. Zum Beispiel zur Inklusion. 40% der Befragten meinen, dass Menschen mit Handicap bei uns nicht gut zurechtkommen. In Kritik stehen der ÖPNV, Wege und Straßen sowie die allgemeine Infrastruktur, die meistens nicht barrierefrei sind. Fehlende Einkaufsmöglichkeiten und nicht vorhandene individuelle Mobilitätsangebote wurden ebenso bemängelt.

Andererseits befinden 90% der Befragten die Lebensqualität in ihrem Wohnumfeld als gut bis befriedigend. Und dabei spielt es kaum eine Rolle, ob die Befragten in einem kleinen Dorf wohnen oder in einer Kleinstadt. Alltagshilfen werden von 20% der Befragten benötigt, nur 40% bekommen sie. Mehr als die Hälfte der Befragten gaben an, Alltagshilfen nicht bezahlen zu können. Die Nachbarn um Hilfe zu bitten, ist laut Selbsteinschätzung der Teilnehmer bei 25% nicht möglich. Keine tolle Beurteilung gab es auch beim Thema Kinder und Jugendliche. 26,5% der Befragten zwischen 20 und 39 Jahren sind der Auffassung, dass bei uns die Kinderbetreuung schlecht ist. Noch deutlicher werden die Befragten zwischen 10 und 49 Jahren in Bezug auf die Jugendangebote bei uns. Immerhin 39% beurteilen sie als schlecht! Aber auch unsere Einstellung auf eine älter werdende Gesellschaft hat Verbesserungspotenziale. Knapp 40% der Teilnehmer meint, dass wir uns darauf nicht ausreichend eingestellt haben. Dabei wird der ÖPNV am meisten kritisiert. Während 25% aller Befragten angab, keine auskömmliche Alterssicherung zu haben, sind es bei den jüngeren Teilnehmern sogar über 50%. Auch zum Ehrenamt gab es Meinungen. Auffallend ist, dass 40% der Befragten der Auffassung sind, dass Ehrenamtliche nicht ausreichend wertgeschätzt werden.

Die Offene Sozialwerkstatt des SoVD-Kreisverbandes Osterode bietet allen interessierten Institutionen und Vereinigungen die Vorstellung der kompletten Befragungsergebnisse an. Informationen dazu sind bei Frank Uhlenhaut unter 0170/2247288 zu erhalten.

Wie sozial sind wir

Sie stehen für die Kampagne „Wie sozial sind wir?“: SoVD-Kreisvorsitzender Siegfried Vahldieck, Joana Kleindienst (SoVD-Landesverband), Ulrich Helmboldt (SoVD-Ortsverband Bad Lauterberg), , Wolfgang Wemmer (Osterhagen), Jürgen Seefeldt (Hattorf), , Rolf Zimmermann (Osterode), Olaf Töpperwien (Lonau), Günter Cloppenburg (Gittelde) , Gabriele Mackensen (Herberg), Dieter Scholz (Wulften) und Frank Uhlenhaut (AK -Sprecher „100 Jahre SoVD“) v.l.n.r. (Foto: Brigitte Helmboldt)

 

Antworten auf unser soziales Miteinander – SoVD-Kreisverband lädt zum Kampagnenabschluss am 23. November ein

(von Frank Uhlenhaut)

Über 60.000 Antworten und Meinungen galt es auszuwerten. 1215 Bürger beteiligten sich an der Befragungsaktion „Wie sozial sind wir?“ des SoVD-Kreisverbandes Osterode. Er und die Ortsverbände Bad Lauterberg, Bartolfelde, Dorste, Gittelde, Hattorf, Herzberg, Lonau, Osterhagen, Osterode, Pöhlde und Wulften hatten dazu im Rahmen des 100-jährigen Jubiläums des SoVD-Bundesverbandes aufgerufen. 25.000 Fragebögen gelangten so in die Haushalte der beteiligten Kommunen. Zusätzlich stand bis Ende August eine Onlineversion im Netz. Am Ende gaben 701 Personen ihren Fragebogen in 26 Abgabestellen ab und 398 nahmen an den organisierten Befragungen teil. Zusätzlich nutzten 116 Personen die elektronische Abgabemöglichkeit.

Die Ergebnisse werden jetzt am Donnerstag, d. 23. November 2017, um 18.30 Uhr, im Landgasthaus „Trüter“ in Hattorf der Öffentlichkeit präsentiert. SoVD-AK-Sprecher Frank Uhlenhaut stellt die Zusammenfassung vor und gibt einen Ausblick auf die daraus resultierende künftige Arbeit des Sozialverbandes. Dirk Swinke, SoVD-Landesgeschäftsführer, Marcel Riethig, Sozialdezernent vom Landkreis Göttingen und Frank Kaiser als Bürgermeister der Gemeinde Hattorf werden als Erste auf die Befragungsergebnisse reagieren. Mit Spannung wird erwartet, wie die drei Redner die Meinungen interpretieren. Die Abschlussveranstaltung der Kampagne ist öffentlich. Alle interessierten Bürger sind dazu herzlich eingeladen. Nähere Informationen können bei SoVD-AK-Sprecher Frank Uhlenhaut unter der Telefonnummer 0170/2247288 oder per E-Mail-Adresse wie-sozial-sind-wir@sovd-email.de erfragt werden.

Feinste Harzer Spezialitäten

Zugriffsstatistik

  • 228.844 Besucher