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Spaziergang

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Weg in der Aue wird hergerichtet

Ein schöner, aber ein wenig in Vergessenheit geratener Spazierweg führt vom Ende des Aueweges am Waldrand entlang bis zur Zorger Straße. Er war ziemlich zugewuchert und kaum mehr vernünftig zu begehen. Im Rahmen des Projekts „Rundweg um Walkenried“ hat der Verein „Wir Walkenrieder“ mit seinen Bürgerarbeitern nun damit begonnen, den Weg wieder herzurichten. Im Herbst soll auch die noch vom Kur- und Verkehrsverein stammende Sitzbank aufgemöbelt werden. Damit wird eine weitere Lücke in dem Wegenetz rund um unseren Klosterort geschlossen oder, besser gesagt, wieder besser erschlossen.

Derzeit ist Andreas Facius dabei, mit „schwerem Gerät“ den Weg freizuschneiden und zu mähen. Auch die Fläche um die Sitzbank wurde schon befreit. Der Weg bietet sich dabei nicht nur für Walkenrieder, sondern auch für Besucher des Campingplatzes für eine morgendliche oder abendliche kleine Runde an.

Pferdekoppeln

Hinter den Pferdekoppeln führt der schattige Verbindungsweg entlang und bietet dabei einige schöne Ausblicke. Leider ist aber auch von hier die kahle Fläche des Röseberg-Steinbruchs bestens einzusehen… Der Berichterstatter gesteht, hier das letzte Mal vor sehr vielen Jahren gewesen zu sein. Zu Unrecht, wie die beiden nachfolgenden Bilder zeigen.

Heideblick

Himmelreichblick

Spaziergang an Himmelfahrt

Bei anfangs schönem Wetter am Himmelfahrtstag lohnte sich ein Spaziergang rund um Walkenried auch dann, wenn man keinen Bollerwagen mit Bier hinter sich her ziehen konnte.

Apropos Bollerwagen: Die Beseitigung der Hinterlassenschaften einer lautstarken Vatertagsfeier auf der Sachsenburg benötigte heute drei große Plastikbeutel. Alles, aber auch alles blieb dort zurück. Kennen Sie eigentlich die sinnloseste Erfindung der Neuzeit? Es ist der Einweggrill… Volle Dosen hintragen oder fahren gelingt noch, das Leergut mit zurücknehmen ist dann schon zuviel verlangt. Oder, um einen bösen Witz etwas abzuwandeln: Der liebe Gott hat dem Mann einen großen Schlund gegeben und ein großes Gehirn, aber leider nicht die Fähigkeit, beides gleichzeitig zu nutzen.

Doch zurück zur Natur. Einer Parklandschaft gleicht zur Zeit die Wald- oder Spatenbornwiese.

Walkenrieder Wiese

Das Schönste am Wald sind die Wiesen. Für Walkenried gilt das allemal. Die verschiedenen Grüntöne fallen ins Auge. Bald werden auch die Kühe wieder da sein. Der hohe Siloturm der Kutzhütte verbirgt sich hinter den Kiefern… Weiter übers Drehkreuz in den Sachsenstein und auf dem Karstwanderweg in Richtung Helbinghütte, wo ein kleines Zwergloch inzwischen zu autobahnähnlichen Umleitungen auf Waldwegen geführt hat – durchaus sehenswert! Wir leben eben mit dem Gipskarst und all seinen Überraschungen. Die beiden Zwerglöcher „Zwergenkirche“ und „Zwergensakristei“ zeigten sich in bestem Licht und somit von ihrer besten Seite. Noch einmal sei’s gesagt: So etwas gibt es in Deutschland und Europa nur bei uns in Walkenried!

Zur Abwechslung wird mal die „Sakristei“ abgelichtet. Die Kirche hatten wir ja schon mal. Direkt am Wege befindet sich übrigens ein drittes Zwergloch, und, wie gesagt, Nummer vier hat sich an der Helbinghütte bemerkbar gemacht.

Zwergloch Sakristei

Blick zum baldigen Hauptort der Kommune… Der Triebwagen hat sich erfolgreich an der Saufgruppe auf der Sachsenburg vorbeigemogelt. Er wurde johlend begrüßt, aber nicht beworfen. Wie den Nachrichten zu entnehmen war, ist dies einem ähnlichen Zug in Salzgitter ja nicht gelungen, er musste vor einer Trinkerhorde anhalten, die die Gleise blockierte. Aber hier bei uns ein doch recht netter Anblick. Es handelt sich übrigens um den 10.03-Zug nach Bodenfelde. Mit Anschluss in das Ruhrgebiet!

Triebwagen

Über die Spatenbornwiese zurück in Richtung SÜBA zum Anglerheim. Auch in dieser Richtung bietet das Frühjahr eine ganze Menge.

Spatenbornwiese

Also, wenn das Wetter hält, auf zu Mutter Natur. Denn eigentlich ist man doch froh, dass der lange Winter endlich vorüber ist. Wie schrieb einst Hoffmann von Fallersleben: „Nach diesen trüben Tagen wie ist so hell das Feld, zeriss’ne Wolken tragen die Trauer aus der Welt“.

„Nichts besonderes“: Notizen auf einem Winterspaziergang

Leichter Frost, ein wenig Schnee, Sonne – endlich kann man mal wieder raus! Natürlich kann man es auch bei Dauerregen, aber dann kommen auf eine Stunde Spaziergang fünfzehn Minuten Schuhe waschen. Der heutige Sonnabend (12.) war auch deswegen für eine Runde gut geeignet, weil der Frost noch nicht tief genug im Boden steckt, um Dr. Köhlers Harvester in Marsch zu setzen und den Rest des Blumenbergs zu verwüsten. Eine Galgenfrist gewissermaßen gilt es auszunutzen, denn die verräterischen Striche an den Bäumen sind ja schon aufgetragen. Zuerst am abgelassenen Eckteich vorbei zum Priorteich.

Priorteich

Einsam träumt die Hütte am anderen Ufer dem Frühjahr entgegen. Um sie herum werden dann die „Walkenrieder“ einige neue Spielmöglichkeiten schaffen, aber davon weiß sie noch nichts. Von hier geht es quer durch den Wald auf künftigen Rückegassen – diese sind inzwischen deutlicher markiert als Autobahneinfahrten, vermutlich um Falschfahrer abzuschrecken – und vorbei an rein zufällig in Erdfälle geplumpsten Baumabfällen zur Bahnstrecke und weiter zum Drehkreuz. Eine rein technische Einrichtung, aber richtig ins Licht gesetzt… In diesem Falle ins richtige Gegenlicht, und schon wirkt selbst dies durchaus romantisch. Der Maler müsste aber auch mal wieder ran. Anschließend rechts ab auf den Karstwanderweg. Verräterische Pferdehufe auf schmalem Pfad, weiter oben allerdings auch alles von Wildschweinen durchwühlt.

Bahnschwellen

Schnell ein Abstecher zur „Zwergenkirche“. Ganz intakt ist unser derzeit größtes Zwergloch nicht mehr. Es gibt schon einige Löcher in der Decke.

Zwergenkirche

Um kurz nach 10 Uhr rollt der samstägliche Güterzug von Scharzfeld nach Bitterfeld vorüber. Die tief stehende Sonne taucht die Lok in ein schönes Licht.

Güterzug

Selbst unserem alten Schotterwerk kann man einiges abgewinnen. Links ist jetzt gut der Damm des meterspurigen Zuführungsgleises der Kleinbahn zu erkennen. Vor rund 100 Jahren wurde hier zum letzten Male gefahren und gearbeitet! Schließlich noch der Affenteich – alles nichts von großer Bedeutung, aber eben zusammen ein Stück Walkenrieder Heimat. Hoffentlich lassen die Landesforsten von ihr noch ein klein wenig übrig.

Affenteich

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