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Zu viel Schnee im Oberharz: Forstamt Lauterberg verlagert seine Holzernte in den Südharz

(Pressemitteilung der Niedersächsischen Landesforsten)

Forstarbeiten beginnen zwischen Wieda, Walkenried und Bad Sachsa

Das Niedersächsische Forstamt Lauterberg verlagert seine Holzernte schwerpunktmäßig in den Südharz. Grund hierfür ist die hohe Schneelage im Oberharz. Schneehöhen von über 50 Zentimeter erschweren derzeit die winterlichen Baumfällarbeiten in den hochgelegenen Revierteilen am Wurmberg, auf dem Stöberhai, dem Großen Knollen oder rund um Andreasberg. Sämtliche Arbeitskräfte und Forstmaschinen werden deshalb in den tieferen Lagen zusammengezogen. Die Wälder um Wieda, Walkenried und Bad Sachsa bilden den Schwerpunkt der Holzernte in den kommenden Wochen. „Wir konzentrieren unsere Waldarbeiter und Unternehmer im Revier Walkenried, weil wir hier die geringste Schneehöhe haben“, erklärt Dr. Christof Oldenburg. Der Betriebsdezernent im Forstamt Lauterberg nennt als Hauptgrund den Arbeitsschutz. Im Tiefschnee oberhalb von 400 Meter über Meereshöhe sei das Fortkommen beschwerlich. Die Arbeit mit Motorsägen und das Tragen schwerer Werkzeuge seien jetzt besonders gefährlich, begründet der Forstwissenschaftler.

Folgende Waldgebiete und Wanderwege sind von den Forstarbeiten betroffen: der Ostpreußenweg und der Sandweg sowie der Bereich um die Kreuzbuche. Auch am Blumenberg, in der Unteraue mit dem Bettelmannsweg und am Langenbergsweg würden Bäume gefällt und Wege gesperrt. Das Forstamt bittet Waldbesucher, die Wegesperrungen unbedingt zu beachten und die Einschlagsbereiche nicht zu betreten. „Selbst wenn keine Maschinen oder Motorsägen zu hören sind, können noch Äste im Wegebereich hängen und jederzeit herunterstürzen“, warnt Dr. Oldenburg. Forstleute nutzen derzeit das kalte Winterwetter mit Schnee und gefrorenem Boden. Die Bedingung für die Holzernte sind besonders günstig, da Maschinen keine Spuren im Waldboden hinterlassen und das Holz bei Frost nicht von Schädlingen befallen wird. Gleichzeitig stellt das Forstamt Brennholz für den heimischen Markt bereit. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt ist die Aufarbeitung der Bäume, die sich unter der Schneelast über die Waldwege biegen und bereits gebrochen sind. Diese Gefahrenbereiche arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Forstamtes seit vergangener Woche ebenfalls auf.

Michael Rudolph
Niedersächsische Landesforsten
Regionaler Pressesprecher Niedersachsen-Süd
Forstamt Clausthal | L‘ Aigler Platz 1 |
38678 Clausthal-Zellerfeld
05323-9361-28/-0 | 0171-9780410
Michael.Rudolph@nfa-clausthl.niedersachsen.de
http://www.landesforsten.de

 

Alte Eichen aus Walkenried erzielen hohe Preise auf Holzversteigerung

(Pressemitteilung der Niedersächsischen Landesforsten)

Wer ist die Teuerste im ganzen Land – so lautete die Frage bei der ersten Wertholz-Versteigerung der Niedersächsischen Landesforsten in diesem Jahr. Die zwölf alten Eichen aus Walkenried erzielten beachtliche Preise, teilte heute das Forstamt Lauterberg mit. Nach Auswertung aller schriftlichen Höchstgebote gehörten die Südharzer Edelbäume zu den besonders gefragten Stämmen auf dem zentralen Wertholzlagerplatz bei Suterode im Landkreis Northeim. Ein Walkenrieder Eichenstamm mit 2,7 Kubikmetern wechselte für 2.727 Euro seinen Besitzer. Dr. Christof Oldenburg zeigte sich sehr zufrieden. Der Betriebsdezernent im Forstamt lobte das besondere Klima und den guten Standort für das Wachsen wertvoller Furniereichen. „Die nährstoffreichen Waldböden um Walkenried und die Jahrhunderte lange Erfahrung im Eichenanbau zahlen sich aus“, sagte Dr. Oldenburg.

Gut 200 Jahre lang wuchsen die Bäume zwischen dem Eck- und dem Hirseteich. Im Herbst waren sie gefällt und auf den Versteigerungsplatz in Suterode gebracht worden. Das Holz der Eichenstämme wird in Millimeter dünnes Furnier geschnitten und voraussichtlich in der Möbelindustrie weiterverarbeitet. “Wir ernten das, was unsere Vorfahren angepflanzt haben“, erläuterte Dr. Oldenburg. “Im Herbst werden wir nördlich des Priorteichs Flächen zur Neuanpflanzung von Eichen vorbereiten. Dort sollen mannshohe Jungeichen gepflanzt werden, die als so genannte Heister schon groß genug sind, um nicht von anderen Bäumen oder Sträuchern überwachsen oder von Rehen verbissen zu werden.“, so der Forstwissenschaftler weiter.

Die Bilanz der 25. Buntlaub- und Eichenwertholzsubmission fiel positiv aus. Rund 2.900 Kubikmeter Stammholz wurde angeboten, 39 Firmen aus Deutschland, Polen und Dänemark interessierten sich für die wertvollsten Bäume aus den Wäldern Südniedersachsens. Der Gesamtumsatz betrug 1.165.751 Euro, was einem durchschnittlichen Erlös von 396 Euro je Kubikmeter Holz entspricht. Den höchsten Preis erzielte ein geriegelter Ahornstamm aus dem Forstamt Seesen, der 2.800 Euro pro Kubikmeter erzielte. Die teuerste Eiche wuchs im Bramwald bei Göttingen. Der Baum aus dem Forstamt Münden kostete 1.469 Euro pro Kubikmeter. Sein Gesamtwert beträgt 3.731 Euro. Sein traumhafter Wuchs gleiche dem einer Stahlröhre von Mannesmann, scherzte Sabine Steinhoff, Forstamtsdezernentin aus Münden, über den diesjährigen Gewinner unter allen Eichen aus Südniedersachsen.

Christof Oldenburg

Unser Foto zeigt Dr. Christof Oldenburg an seinen hölzernen Schätzen aus Walkenried.

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