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Waldbühne

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Petrus als Komparse ­– Erfolgreiche Eröffnung des THEATERNATUR-Festivals 2017

(Pressemitteilung des Kulturrevier Harz e.V.)

Das diesjährige THEATERNATUR-Festival in Benneckenstein, Stadt Oberharz, wurde vorletzten Freitag Abend auf der bis zum letzten Platz gefüllten Waldbühne würdig eröffnet. Mit der Uraufführung der Romanadaption des Harzer Erfolgs-Krimis IM SCHATTEN DER HEXEN – Hexenring der Halberstädter Autorin Kathrin R. Hotowetz begann das 12 Tage dauernde Theaterfestival, das dem Publikum insgesamt über 50 Aufführungen von Theater, Konzerten, Tanztheater und Freiluftkino bietet. Auch das Kinderprogramm kommt nicht zu kurz.

Die Erfolgsstory des THEATERNATUR-Festivals begann vor drei Jahren, als der in Benneckenstein aufgewachsene und mittlerweile freiberuflich in ganz Deutschland arbeitende Regisseur Janek Liebetruth sich in den Kopf setzte, die im Dornröschenschlaf befindliche romantische Waldbühne, die er noch aus Kindheitstagen kannte, mit neuem Leben zu erfüllen. So entstand die Idee eines Festivals für Theaterkultur, die schnell im Ort und auch regional viele Anhänger und Helfer fand. Wenn man bedenkt, dass das Festival 2017 erst zum dritten Mal ausgerichtet wird, muss man unwillkürlich staunen über die Energie und Professionalität, mit der das mittlerweile rund 40-köpfige Team vor, auf und hinter der Bühne dieses Event organisiert.

Die einzige Unwägbarkeit bei Freiluftveranstaltungen wie dieser ist nur das Wetter, und auch das war in diesem Jahr – im Gegensatz zum Vorjahr – perfekt. Dr. Gunnar Schellenberger, Staatssekretär für Kultur des Landes Sachsen Anhalt, zeigte bei der Eröffnungsrede augenzwinkernd seine festen Schuhe, mit denen er sich aufgrund der Erfahrung im letzten Jahr für jedes Wetter gerüstet fühlte. Er gab bekannt, dass eine Unterstützung durch das Land in den nächsten Jahren garantiert ist und er sich freut, dass „sich das Festival innerhalb von drei Jahren als feste Größe in die Kunst- und Kulturlandschaft Sachsen-Anhalts etabliert hat.“ Die Besucher der Waldbühne, unter denen sich auch die Bundestagsabgeordnete Heike Brehmer und die Landtagsabgeordnete Angela Gorr befanden, durften sich jedoch an diesem Freitagabend über einen lauen Sommerabend (nach Oberharzer Konditionen gerechnet) freuen. Bürgermeister Frank Damsch (Stadt Oberharz am Brocken) dankte dem Festivalleiter und Gründer Janek Liebetruth bei einer sehr persönlichen Ansprache für sein unermüdliches Engagement.

Die Plätze für die Uraufführung des Stückes IM SCHATTEN DER HEXEN – Hexenring, sowie auch die am Samstag präsentierten Premiere des Stückes HEXENJAGD (Regie: Janek Liebetruth) waren schon einige Wochen im Voraus restlos ausverkauft, trotzdem versuchten noch einige Gäste an der Abendkasse ihr Glück und konnten die letzten Lücken füllen. Solch eine Besuchermenge hatte die Waldbühne in ihrem Leben noch nicht oft gesehen. Neben der wachsenden Popularität des Festivals, auf die die Veranstalter bei der anschließenden Premierenfeier zu Recht stolz sein durften, war aber ganz klar auch das Stück selbst ein Besuchermagnet. Schließlich spielt der Erfolgsroman von Autorin Kathrin R. Hotowetz genau hier, im Oberharz. Dieses “Heimspiel“ der von Annegret Bauer adaptierten Romanvorlage wurde von Regisseurin Clara Hinterberger, die bereits 2015 beim ersten THEATERNATUR-Festival mitgewirkt hatte, visuell effektvoll, fantasievoll und fesselnd umgesetzt.

Sogar die Hexen selbst erschienen zur Premiere: Gerade hatte im Stück die Sturm-Hexe ihr Opfer geholt, fegte plötzlich eine Windböe über die Wipfel der Bäume rund um die Waldbühne und ließ die Kronen laut rauschen. Das Publikum rätselte – war hier ein besonders raffinierter Effekt zu bestaunen oder hatte Petrus eine Komparsenrolle bekommen? Wahrscheinlich aber wollte die Sturmhexe nur klarstellen: „Mich gibt es wirklich!“

Noch vier weitere Aufführungen des Stückes wird es während des diesjährigen Festivals geben. Interessierte Besucher können den kompletten Spielpan und alle Termine auf der Webseite des Festivals www.theaternatur.de einsehen und dort auch Karten kaufen.

Die kleine Hexe

(Foto: Tim Jonez)

 

Zweite Saison des Theaterfestivals auf der Waldbühne Benneckenstein verdreifacht Besucherzahl

(Pressemitteilung des Kulturrevier Harz e.V.)

Oberharz am Brocken – Am vorvergangenen Sonntag wurde das THEATERNATUR2016, welches unter dem Motto #ImDickichtDesWaldes stand, mit dem Kammerkonzert ATEM DES WALDES der Münchner Sopranistin Yvonne Madrid offiziell nach 10 Tagen abwechslungsreichem und anspruchsvollem Programm beendet.

Bereits beim Start am 05.08. mit der Premiere von Schillers DIE RÄUBER war abzusehen, dass das Team um den Künstlerischen Leiter Janek Liebetruth im zweiten Jahr des Bestehens des Festivals alles richtig gemacht und sich im Vergleich zum Debüt im vergangenen Sommer ordentlich gesteigert hat. Nicht nur, dass es in diesem Jahr gleich drei Premieren von eigenen Produktionen mit teilweise Uraufführungen gab, der neue Kulturstaatssekretär Dr. Gunnar Schellenberger kam auch zum Premierenauftakt extra aus der Landeshauptstadt Magdeburg in den Oberharz gereist, um das Festival offiziell zusammen mit Liebetruth vor der bis auf den letzten Platz ausverkauften Waldbühne zu eröffnen. Schellenberger stellte in seiner Eröffnungsrede die Bedeutung des noch jungen Festivals für die Kulturlandschaft im Harz und das Landes fest und sicherte seine persönliche Unterstützung und die der Staatskanzlei in den kommenden Jahren zu.

Räuber - Simon Schabert

Die Räuber – Foto von Simon Schabert.

 

Auch weitere politische Prominenz fand den Weg ins Dreiländereck. Die Oberbürgermeister Peter Gaffert (Wernigerode) und Dr. Oliver Junk (Goslar) sowie die Landtagsabgeordnete Angela Gorr kamen zur RÄUBER Premiere, die vom Publikum mit minutenlangem tosendem Applaus belohnt wurde. Der Chef der Staatskanzlei Rainer Robra kam am Sonntag sogar mit seiner Familie, um die sin(n)phonische Wanderung namens WALD | SINN | PHONIE zu besuchen. Landrat Martin Skiebe besuchte dann eine abendliche Vorstellung der RÄUBER und war begeistert. Der Landkreis hatte kurzfristig noch vor Beginn des Festivals einen Zuschuss bewilligt. Auch Thüringens Ex-Kultusminister Christoph Matschie besuchte das Festival.

Das THEATERNATUR wurde zudem massiver im Harz und Harzvorland mit Plakaten, Bannern und Leporellos beworben. Auch die Vermarktung in den sozialen Netzwerke wurden intensiviert und regionale Sponsoren und Unterstützer wurden verstärkt aktiv mit eingebunden. „Sichtbarer waren wir in diesem Jahr auf jeden Fall,“ resümiert der Festivalleiter. „Auch sicher deshalb haben in diesem Sommer bereits dreimal so viele Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet den Weg nach Benneckenstein gefunden als im letzten Jahr. Wir haben rund 3500 Tickets in diesem Sommer verkauft. Die Gesamtauslastung lag bei fast 40 Prozent. Die Einnahmen konnten wir ebenfalls um fast 40 Prozent steigern. Das macht uns sehr glücklich. Wir werden in aller Voraussicht mit einer schwarzen Null enden. Und das im zweiten Jahr des Bestehens. Darauf können wir stolz sein.“

Auch die Aufmerksamkeit der Medien war deutlich höher. Gleich sechs mal waren Kollegen des Mitteldeutschen Rundfunks (Radio und Fernsehen) vor Ort. Unter anderem gab es Beiträge in der überregionalen Kultursendung ARTOUR und bei Sachsen-Anhalt Heute. Erstmals waren auch Theaterkritiker von MDR Kultur und dem Harzkurier vor Ort und haben äußerst positive Rezessionen veröffentlicht.

Liebetruth zog dann bereits öffentlich in seiner Abschlussrede am Sonntag ein positives Fazit und bedankte sich noch einmal bei allen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helfern, den Sponsoren und Förderern und allen künstlerischen Teams die „das THEATERNATUR2016 so einmalig und besonders gemacht haben.“ Der Festivalchef überraschte dann zum Schluss die etwa 100 Gäste mit der Vorstellung des nächstjährigen Spielzeitthemas. „Das Motto des dritten Festival THEATERNATUR vom 04.-13.08.2017 wird VER.HEXT heißen. Das möchte ich an dieser Stelle bereits jetzt verraten. Sie dürfen nun gespannt sein, was sich zauberhaftes dahinter verbirgt.“

WildWaldTanz - Tim Jonez

WildWaldTanz – Foto von Tim Jonez.

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