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Walkenried

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Auch das ist (leider) Walkenried…

Dieser Tage gibt es viel Gutes über Walkenried und seine Bürger zu berichten. Disziplin bei den leider unumgänglichen Maßnahmen, Hilfsangebote zum Einkauf, Gottesdienste übers Netz und so weiter. Aber es gibt leider auch noch einige Vollpfosten im Ort, die sich um die Maßnahmen nicht scheren, gemeinsam saufen (viel Verstand dürfte dabei nicht mehr draufgehen) und weiterhin öffentliches Eigentum zerstören. So wurde auf dem Geiersberg mal wieder eine (derzeit verbotene) Feier mit Astra-Bier durchgezogen. Das Resultat dieses hirnlosen Treibens belegt beigefügtes Foto von Claus Eggert, dem bei so etwas natürlich irgendwann die Lust vergehen wird, weiter Bänke zu bauen und aufzustellen. Und nicht nur ihm.

Für sachdienliche Hinweise wären wir dankbar. So viele lautstarke Feten dürfte es ja dieser Tage nicht gegeben haben, vielleicht ist jemandem etwas aufgefallen. Wir würden nämlich gern Anzeige erstatten.

Schade – man würde ja lieber über andere Dinge berichten.

Die Weichen für die Zukunft des Klosterorts jetzt stellen

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Vereins „Wir Walkenrieder“ e.V. sollte, ausgehend von einem Statement des Vorsitzenden Michael Reinboth, über die Möglichkeiten diskutiert werden, unter den obwaltenden restriktiven finanziellen Rahmenbedingungen die Zukunft des Klosterortes zu gestalten. Inzwischen hat sich die Situation schlagartig verändert. Die Bekämpfung des Corona-Virus zwingt zur weitgehenden Stilllegung des öffentlichen Lebens und trifft die örtliche wie die überregionale Wirtschaft ins Mark. Dem fallen Veranstaltungen wie die Hauptversammlung zum Opfer. Verglichen mit dem, was uns nach der hoffentlich bald möglichen Eindämmung oder gar Überwindung des Virus erwartet, sind dies freilich Kleinigkeiten. Der Niedergang der Wirtschaft wird zu einschneidenden Maßnahmen zwingen – und die wiederum bergen für eine Kommune wie Walkenried durchaus Chancen. Denn es ist davon auszugehen, dass im Zuge der Ankurbelung der Wirtschaft durch staatliche Nachfrage die „schwarze Null“ für einige Zeit an die Seite geschoben wird, um so schnell wie möglich Arbeit zu schaffen.

Nachhaltige Projekte anmelden und umsetzen

Schon vor der Corona-Krise hatten sich die „Walkenrieder“ Gedanken darüber gemacht, mit welchen zielorientierten Projekten die Zukunft Walkenrieds gestaltet werden könnte. Einigkeit besteht darüber, dass man Schwerpunkte setzen muss, die da lauten: Wohngemeinde für Pendlerfamilien, angenehmer Altersruhesitz und beliebter Urlaubsort bei Erhalt der vorhandenen Arbeitsplätze in der Industrie und im Handwerk und der hierfür nötigen Infrastruktur (Kindertagesstätte, Schule mit Hort, Ärzte, Apotheke, Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie). Inzwischen sind die Zukunft des Freizeitzentrums und die Gestaltung des Geiersberges hinzugekommen.

Fast alle Themen standen und stehen bis heute unter dem Postulat der Finanzierbarkeit. Es gibt zwar einige Förderprogramme, die Projektumsetzung scheitert jedoch regelmäßig an enormen administrativen Hürden, einem geradezu irrwitzigen Dokumentationsaufwand, einer überbordenden, wenngleich viele Leute in zentralen Orten ernährenden Bürokratie und vor allem daran, dass die Kommune ihren Eigenanteil nicht aufbringen kann. Deswegen scheitern wohlgemeinte Initiativen wie der Beachvolleyballplatz, andere wie der dringend erforderliche Klosterpfad werden immer wieder hinausgeschoben. Mit seinen bescheidenen Eigenmitteln kann der Dorfverein nur Kleinigkeiten anpacken, die zwar klare Signale aussenden wie der Priorteich, die Wanderwege, die Dorfplätze, aber eben doch nur weiße Salbe auf großen Wunden bedeuten.

Schuld an der Misere sind letztlich eine völlig fehlgeleitete Finanzpolitik, die den Kommunen keine Luft mehr zum Atmen lässt und dafür sorgt, dass auch die letzten Geldquellen in den Wolken der Globalisierung entschwinden und der seit Jahren anhaltende Druck zur Reduzierung der öffentlichen Infrastruktur, verbunden mit dem Verlust von nahezu allen öffentlichen Arbeitsplätzen.

Geldtöpfe werden bereitgestellt werden – man muss sich jetzt darauf vorbereiten

Nach der Corona-Krise wird alles getan werden müssen, um rasch wieder Arbeit zu schaffen. Die Betonung liegt hierbei auf „rasch“. Die Dimensionen, in denen Arbeitsplätze durch das Virus vernichtet werden, scheinen inzwischen sogar vielen Politikern zu dämmern, die, um Schlimmeres zu verhindern, schon jetzt mit Milliarden winken: Land, Bund, EU wollen Gelder bereitstellen, um Pleiten zu verhindern oder um wieder Arbeit zu schaffen. Manche heute unüberwindbare Hürde dürfte dann keine Rolle mehr spielen. Nur: Sinn muss es trotzdem machen, die Maßnahmen sollten nach Möglichkeit nicht verpuffen, sondern wirklich etwas bringen, also nachhaltig sein.

Davon gibt es in Walkenried eine ganze Menge:

  1. Die Sanierung der völlig heruntergewirtschafteten Karl-Genzel-Straße
  2. Die nachhaltige Gestaltung des ehemaligen Kurparks auf dem Geiersberg, der infolge wenig sachgemäßer Pflegearbeiten nun quasi den Rest bekommen hat, inklusive Kiosk und Minigolfanlage
  3. Die Sanierung des Freizeitzentrums im Sinne eines wirklichen „Dorfgemeinschaftshauses“. Der Grundgedanke ist ja immer noch richtig, hat aber infolge unterbliebener Instandhaltung und wenig überlegter Tagungspolitik gelitten.
  4. Der Neubau eines Feuerwehrhauses, verbunden mit der Schaffung einer Lösung für das dann überzählige heutige Gebäude mitten im Unterkloster
  5. Die Wiederbelebung bzw. Nachnutzung des Veolia-Geländes (vergessen wir nicht: Die Kreisverwaltung hat Veolia ja quasi noch dafür belohnt, dass die Arbeitsplätze von Walkenried wegverlagert wurden…)
  6. Die Sanierung der Anlagen am Priorteich, verbunden mit einem nachhaltigen Nutzungskonzept
  7. Die Schaffung der „Klosterpfade“, um Gäste in die Ortsmitte zu ziehen und für die Umgebung mit den Klosterteichen zu begeistern
  8. Die attraktive Gestaltung des Spielplatzes am Geiersberg
  9. Die Beseitigung der Ruine der Güterabfertigung, um Wanderer und ankommende Reisende nicht über Gebühr abzuschrecken

Hinzu kommen finanzielle Anreize für private Investoren – auch nach Ende der Krise wird es sie noch geben. Stichworte sind hier: Torbogen, Hospital, Klosterbrennerei. Wir müssen alles daransetzen, das Unterkloster und den Bereich Bahnhofstraße – Harzstraße attraktiver zu machen. Auch der Campingplatz verdient Aufmerksamkeit. Er muss sein heutiges Niveau halten können.

Es muss Schluss sein mit der völlig unterschiedlichen Behandlung von Stadt und Land. Das schließt die öffentliche Infrastruktur mit Bahn, Bus und Post ein. Sie muss nach Ende der Krise gestärkt werden. Gegen eine weitere Schwächung aus durchsichtigen Gründen („brauchen das Geld jetzt woanders“) müssen wir uns wenden. Auch mit der übermäßigen Belastung der Landbevölkerung (Stichwort Straßenbenutzungsgebühr) muss endlich aufgehört werden.

Schließlich der Tourismus: Gut möglich, dass eine „neue Bescheidenheit“ einzieht. Sie müsste es eigentlich, wenn man die richtigen Schlüsse aus der Entstehung und Verbreitung der Corona-Krise zieht. Muss es denn immer Ischgl sein? Oder die Malediven oder die Karibik? Unser Harz hat viel zu bieten. Vielleicht entschließen sich ja wieder mehr Leute für einen Urlaub im Inland – dann müssen hier in Walkenried die Weichen aber schon gestellt sein.

Alle vorstehenden Punkte haben übrigens mit der Debatte um eine Fusion nichts zu tun. Sie sind sinnvoll für den Ort Walkenried, der weiterleben soll, alleine oder fusioniert.

Anstelle einer Diskussion in einer Hauptversammlung werden diese Thesen und Ideen hiermit allgemein zur Diskussion gestellt. Was auch immer wir tun: Wir müssen zur Stelle sein, wenn sich die Geldhähne öffnen.

Buche stürzt im Himmelreich um – „Günters Ruh“ kommt glimpflich davon

Erst Sabine, dann Victoria, nun Xanthippe – das bleibt auch in den niedrigeren Lagen des Harzes nicht ohne Folgen. Bis jetzt ging aber alles glimpflich ab. So kürzlich im Himmelreich. Dort fällte der Sturm eine schöne Buche unmittelbar an der neuen Schutzhütte „Günters Ruh“. Doch es ging gut – noch einmal gut. Die nächsten Stürme werden kommen.

Sturmschaden

Es blieb bei einem leichten Blechschaden. Ein, zwei Meter weiter links, und es hätte die Hütte schwerer getroffen. So konnten Erich und Jens Müller heute früh die gröbsten Äste entfernen. Noch ist allerdings der untere Weg zum Itelteich kaum passierbar. Hier müssen noch Teile des Baumes beseitigt werden.

Unsere Hütten sind beim Harzklub versichert. Gleichwohl würde der Wiederaufbau einer Hütte eben nicht nur Kosten verursachen, sondern auch Arbeitseinsatz in erheblichem Umfang erfordern. Deswegen ist es schon besser, wenn die Bäume danebenfallen. Man muss so etwas allerdings zum Anlass nehmen, vor dem zu frühen Betreten der Wälder nach Stürmen wie denen der letzten Wochen zu warnen.

Weihnachtsgruß, sehr ausführlich und völlig subjektiv

Ich hätte Ihnen und Euch schreiben können: Alles Gute zum Fest, guten Rutsch… aber das wäre angesichts der Fülle ehrenamtlich und für gewöhnlich mit Begeisterung erledigter Arbeiten doch etwas dünn. Das kommt nun am Ende dieses Briefes! Vorher noch dies:

Liebe Walkenriederinnen und Walkenrieder, liebe Freunde unseres Vereins in der Ferne,

der „Torbogen“ ist unser Logo und ziert unseren Briefkopf, weil er vieles ausdrückt, was unsere Arbeit kennzeichnet. Er steht als Tor für das Verbinden von neuem Ort und altem Unterkloster, er steht als ältestes Bauwerk im Ort für Kontinuität und Standfestigkeit, er sieht aber ganz und gar nicht mehr so aus wie zur Zeit seiner Erbauung und steht damit auch für Flexibilität und Anpassung an neue Aufgaben. Er hat, so ist zu hoffen, eine gute Zukunft vor sich und wird alsbald neue Aufgaben übernehmen, aber auch weiterhin den Walkenriedern und ihren Gästen dienen.

Damit passt er zu uns. Wir haben uns auch 2019 nicht auf den Lorbeeren der vergangenen Jahre ausgeruht, sondern Ausschau nach neuen Aufgaben gehalten und diese, soweit sinnvoll und vor allem leistbar, ohne zu zögern übernommen. Getreu dem Satz von John F. Kennedy: „Frage nicht, was Walkenried für Dich tun kann – frage Dich, was Du für Walkenried tun kannst!“. Oder so ähnlich… Wenn Kennedy unseren schönen Klosterort gekannt hätte, wäre dieser berühmte Satz so gefallen und nicht anders.

Die Sache hat aber einen durchaus ernsten Hintergrund. Natürlich kann man sich fragen, warum dieses und jenes nicht läuft in unserer Gemeinde. Damit will ich nicht in das beliebte „Verwaltungs-Bashing“ einstimmen, sondern zum wiederholten Male auf die völlig vermurksten Rahmenbedingungen hinweisen, die dazu geführt haben und noch führen: Eine irrwitzige Gesetzgebung bei der Gewerbesteuer, die es Betrieben erlaubt, ihren Standort zu ignorieren, die „Schwarze Null“, die an sich ja nichts Böses ist, aber dann vollkommen fehl am Platze ist, wenn zugleich immer mehr Aufgaben auf die Kommunen abgedrückt werden, die sich immer schneller drehende Spirale der Zentralisierung, die wider besseres Wissen das flache Land weiter aushöhlt und noch mehr in die schon überhitzten Städte presst, eine aberwitzige Förderpraxis, die das Abwandern von Betrieben in weiter östlich liegende Orte fürstlich belohnt und den westlichen Zonenrand sträflich vernachlässigt… Es muss gespart werden, immer weniger kann geleistet werden, und als Heils- und Glücksbringer werden Fusionen und eine immer weitere Zentralisierung von Aufgaben gebetsmühlenhaft beschrieben und erzwungen, obwohl sie in keinem einzigen Fall auch nur annähernd das gebracht haben, was versprochen wurde. So werden wir uns sicher demnächst in Bad Lauterberg wiederfinden, und diverse Vereine und Einrichtungen, die sämtlich gemeinnützig und ehrenamtlich unterwegs sind, haben dank der angestrebten Gebäudeverkäufe – auch diese Ausfluss des Sparzwangs – demnächst kein Dach mehr über dem Kopf oder müssen ihre Koffer packen. Das Ehrenamt wird an Sonn- und Feiertagen gepriesen und unter der Woche mit Füßen getreten.

Dieselben Politiker und hohen Verwaltungsleute, die am Wochenende Reden darüber schwingen, dass man das Wohnen auf dem Lande attraktiver machen und die Abwanderung stoppen muss, beschließen Montag bis Freitag oft das genaue Gegenteil hiervon. Ahnung haben sie keine – oder wie soll man folgende Äußerung eines Hannoveraner Spitzenbeamten bewerten: „Komisch – 9 von 10 Kommunen mit erheblichen Finanzproblemen liegen an der alten Zonengrenze“. Hallo! Und wundern sich dann über ein Wahlverhalten, welches Ausdruck von Protest und schierer Verzweiflung über die herrschenden Zustände ist… In Walkenried sind wir davon noch ein Stück weit entfernt, weil wir hier, anders als wenige Kilometer weiter östlich, den Wert demokratischer Lebens- und Verhaltensweisen über Jahrzehnte kennen und schätzen gelernt haben. Aber wenn dem ländlichen Raum nicht bald mehr Aufmerksamkeit zuteilwird, wer weiß? Dass Protestparteien an der Lösung der Konflikte, wegen derer sie gewählt werden, gar kein Interesse haben, sondern ganz andere Dinge im Schilde führen, macht es auch nicht einfacher. Die „Etablierten“ kriegen es nicht mehr hin und beschäftigen sich mit sich selbst. Also muss man selbst die Ärmel hochkrempeln.

Gegen alle diese Entwicklungen, den anhaltenden Bedeutungsverlust (was hat man uns nicht alles an Behörden genommen?), den Verlust an Einnahmen (von den großen Betrieben zahlt hier keiner mehr Gewerbesteuer, wie es sich gehört) und dem dadurch fehlenden Investitionsvermögen, stemmen wir uns, so gut wir das können. Die touristische Bedeutung unseres Ortes muss wachsen, die Rolle unseres Ortes als Wohngemeinde für junge Familien, die auf das Pendeln zur Arbeit angewiesen sind, muss ausgebaut werden und die Funktion Walkenrieds als guter Wohnort für Senioren muss sich weiter herumsprechen.

Die Chancen hierzu stehen trotz allem ja nicht schlecht. Wir bekommen, erkauft mit monatelangen Erschwernissen gerade für Gewerbetreibende (und einem dramatischen Verfall der Karl-Genzel-Straße), endlich eine vernünftige Ortsdurchfahrt und müssen nun dafür kämpfen, dass sie nicht sogleich von durchrauschenden Lkw überrollt wird. Wiedigshof muss für Lkw wieder gesperrt werden, sonst werden wir uns vor Lärm und Staus in der Ortsmitte nicht retten können. Wir bekommen im April im Herrenhaus der Domäne ein zweites attraktives museales Standbein, welches Gäste anlocken wird. Dort wird auch – endlich, wir haben immer dafür geworben – die Touristinformation einziehen und kann die Vielzahl der Klosterbesucher gut beraten. Wir bekommen HATIX und gewinnen dadurch erheblich an Attraktivität als Standort für Urlauber, die von hier aus viel unternehmen können. Dadurch wird es möglich sein, die Fahrpläne des Busverkehrs weiter auszubauen. Unsere 150 Jahre alte Bahnstrecke wird modernisiert und auf Fernsteuerung umgestellt, was die Zukunft des Zugverkehrs sichert und längere Betriebszeiten erlaubt (wenngleich jede Erweiterung des Fahrplans aktuell am Verhalten Thüringens scheitert). Schule, KITA, Hort sind extrem wichtige Einrichtungen, die auf längere Sicht ganz offenbar gesichert sind, auch wenn Versprechen von Politikern gemeinhin nicht allzu sehr getraut werden kann. Der Campingplatz erfreut sich weiterhin hoher Beliebtheit, und der eine oder andere Gastronom beginnt zaghaft zu investieren. Schnelles Internet haben wir inzwischen auch, und am Klosterparkplatz kann man schon elektrisch Tanken.

Das alles gilt es zu stützen und zu flankieren. Das Umfeld des Klosters ist extrem wichtig für den Eindruck, den Gäste hier gewinnen. Also: Streuobstwiese, Klosterparkplatz und Klostervorplatz pflegen! 2020 werden alle (einst kommunal beschafften und nun dahingammelnden – so geht das mit Fördergeldern, es wird beschafft auf Teufel komm raus und an die Folgekosten wird nicht gedacht) Bänke runderneuert, am Rande der Streuobstwiese ist eine vielfach nachgefragte überdachte Sitzmöglichkeit geplant. Der Priorteich ist ein wichtiges Standbein unserer touristischen Infrastruktur: Die Hütte muss weiter erneuert werden, damit dort auch künftig Getränke und Speisen erhältlich sind. Vielleicht muss auch wieder gemäht werden, unter Wasser. Dann werden wir zur Stelle sein. Der Spielplatz am Geiersberg ist – als einzig öffentlicher im Ort – äußerst wichtig und muss attraktiver werden: Neue Spielgeräte sind zu beschaffen, natürlich von der Kommune, aber doch mit unserem Beistand, damit es nicht immer weiter hinausgeschoben wird. Das Netz der Wanderwege in unserer Landschaft ist zu erhalten und zu pflegen: Also Schilder beschaffen, Bänke und Hütten instand halten… Der Ort muss freundlich wirken: Blumen müssen her. Zwei Feste sind inzwischen maßgebend für das Interesse der Gäste an Walkenried, der Klostermarkt und der Weihnachtsmarkt (letzterer gewinnt zunehmend an Bedeutung): Also alles tun, damit sie weiterlaufen und nach Möglichkeit noch an Zulauf gewinnen. Wenn die Gäste einmal da sind, müssen sie für den Ort interessiert werden: Also Flyer gestalten, bestellen und auslegen. Und so weiter.

Wir hoffen sehr, dass es 2020 einen Anfang für den „Kloster-Erlebnispfad“ gibt. Auch so ein Prüfstein, anhand dessen man sehen wird, wie ernst es die Politik mit ihren Zusagen meint. Denn ohne Geld wird das nicht laufen können… Es wäre aber ein weiterer wichtiger Meilenstein bei der Entwicklung des Ortes zu einer von Touristen gern aufgesuchten Destination. Wir werden sehen. Mitarbeiten tun wir eh. Wir arbeiten auch gern und gut mit anderen Organisationen und Vereinen zusammen (ZisterzienserMuseum, Kirche, Gemeinde, Sportfischer, Friesen…) und wollen dies nach Möglichkeit ausbauen.

Das gewaltige Programm wäre ohne die Vielzahl der begeisterten Walkenriederinnen und Walkenrieder, ob Vereinsmitglied oder nicht (besser natürlich Mitglied), die bei allen Aktionen mittun, auch nicht im Entferntesten zu erledigen. Deswegen gehört an diese Stelle ein ganz kräftiges „Dankeschön“ an alle, die sich 2019 wieder ganz ehrenamtlich und gemeinnützig in den Dienst des Ortes gestellt haben. Das war ganz große Klasse und sollte 2020 auch so bleiben.

Dann gehört dazu eine Bitte um Nachsicht und Geduld. Warum? Nun, wo gehobelt wird, da fallen Späne. Manchmal recht grobe Späne. Sehr aktive Leute hängen sich nicht nur rein, sondern geizen gelegentlich auch nicht mit würzigen Bemerkungen. Ich habe im Laufe der Jahre gelernt, über die eine oder andere einfach hinwegzuhören. Denn es ist nie so gemeint, wie es manchmal rausrutscht. Mancher kann dieses gut, mancher eben etwas anderes. Und es ist nicht jedermann gegeben, über kleinere Schwächen hinwegzusehen. Wer hat denn da mal wieder eine Schraube beim Budenabbau vergessen? Wer hat denn da den Glühwein nicht elegant genug eingeschenkt? Mitunter führen mehrere Wege zum Ziel, aber welcher ist der richtige? Ich bitte alle Mitwirkenden, gerade jetzt in der Weihnachtszeit, einfach einmal innezuhalten: Musste ich das so sagen? Musste ich da so genau hinhören? Es wäre schade, wenn aufgrund solcher Dinge die Bereitschaft zum Mittun erlahmen würde. Wir brauchen jeden von Ihnen, sonst schaffen wir es nicht. Walkenried hat es allemal verdient, dass wir uns kümmern. Es ist unser Heimatort.

Vielleicht bin ich auch zu empfindlich. Das „Knetschen“ ist eben auch eine Klostersche Eigenschaft. Aber bislang ist es hervorragend gelungen, die unterschiedlichsten Interessen, Temperamente und Meinungen zu bündeln und auf ein Ziel auszurichten: Walkenried! Das wird, soviel sei versprochen, auch 2020 so sein.

Und damit sind wir in der Tat bei Weihnachten und dem Rutsch ins neue Jahr. 2019 war für unseren Verein sehr erfolgreich. Die Mitgliederzahl ist erneut gestiegen, die Finanzen sind absolut in Ordnung und erlauben 2020 weitere Investitionen, die Sponsoren haben uns nicht im Stich gelassen. Mit diesem Resultat im Kreuz darf man dann auch laut sagen:

„Frohe Weihnachten, einen guten Rutsch und alles Gute für 2020! Bleiben Sie uns treu!“

In diesem Sinne

Ihr

Michael Reinboth

Familie Kohrs stiftet Bank am Kutschweg

Die Bank der „Walkenrieder“ am neuen Kutschweg steht schon einige Monate und erfreut sich einiger Beliebtheit, bietet sie doch – bei aller Ödnis des alten Steinbruchs ringsum, aus der sich erst wieder eine „Landschaft“ entwickeln muss – einen schönen Ausblick auf den Ort und den Harz. Zwischen den Bäumen hindurch kann man sogar das Kloster ausmachen. Außerdem ist die Bank ein willkommener Rastplatz auf dem Weg nach oben.

Familie Kohrs, früher in der „Gipsvilla“ unterhalb des Rösebergs daheim, war von der Bank so angetan, dass sie sich spontan zu einer namhaften Spende für den Verein „Wir Walkenrieder“ entschlossen hat. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich und haben kürzlich, wie versprochen, ein entsprechendes Hinweisschild angebracht.

Mit dieser – und anderen – Spenden können wir unser „Bankprogramm“ fortsetzen. Nächste Objekte sind eine Bank am Drehkreuz und eine bei der Kastanie an der Spatenbornwiese, beide als Ersatz für abgängige alte Modelle.

Familie Kohrs Walkenried

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