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Walkenried

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Tag der offenen Tür in der alten Grundschule

Samstag, 13. April 2019 14-18 Uhr

Konzert des Spielmannszuges * Bücher zum Mitnehmen * Schnuppern in der Gemeindebücherei * Führungen durch die Dauerausstellung zum Gips * Der „Walkenrieder Altar“ * Das Kirchenmodell von 1927 * Walkenried und die Seife * Kaffee und Kuchen im Kirchenladen * Fotos aus der Sammlung von Andreas Helbing * Drei Filme über Walkenried

Zum zweiten Mal öffnen die in der alten Grundschule aktiven Vereine und Einrichtungen ihre Türen und laden alle Walkenriederinnen und Walkenrieder ein, einen abwechslungsreichen und interessanten Nachmittag in und um die Schule zu verbringen. Die Dauerausstellung des Geschichtsvereins und die Flure weisen viele Neuigkeiten auf, aber auch für schon Bekanntes gibt es besondere Führungen. Der Kirchenladen zeigt, was er leistet, und lädt zu einer Tasse Kaffee mit Kuchen ein. In der Bücherei führt Jakob Heinert Filme aus den 70er und 80er Jahren über Walkenried vor. Alle Mitwirkenden erteilen gern Auskunft über ihre Arbeit…

Wir freuen uns auf ihren Besuch!

Achtung:

In den Straßen Am Geiersberg, Poststraße, Blankenburger Straße und Lindenweg besteht wegen der Baustelle Bahnhofstraße ein Parkverbot!

Gipsmuseum

Das Archiv für Heimatgeschichte, die ortsgeschichtliche Sammlung Walkenried sowie die Bücherei befinden sich im Gebäude der ehemaligen Walkenrieder Grundschule am Geiersberg.

Der Geschichtsverein zieht Bilanz

Am Mittwoch, den 27. März, führt der Verein für Heimatgeschichte seine diesjährige Jahreshauptversammlung durch. Neben den Berichten von Vorsitzendem und Kassenwart stehen auch Wahlen für den kompletten Vorstand an, wobei alle bisherigen Vorstände ihre Bereitschaft zum Weitermachen erklärt haben.

Der Verein verfügt trotz stagnierender Mitgliederzahl über eine sehr solide finanzielle Basis und konnte auch 2018 zahlreiche Aktivtäten vorweisen. Die Jahre 2018 und 2019 stehen im Zeichen des 150. Geburtstags der Bahnstrecke Northeim – Nordhausen, aber auch anderen Themen wie dem Wiedaer Hüttenbetrieb, alten Wegweisersteinen und dem „Harzer Grenzweg“ hat man sich zugewandt. Der Umfang der Sammlungen hat weiter zugenommen.

Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung widmet sich Michael Reinboth der höchst interessanten und abwechslungsreichen Geschichte des Güterverkehrs auf der Südharzstrecke und geht hierbei auch auf das Thema „Helmetalbahn“ ein. Das Archiv ist geöffnet und zeigt interessierten Besuchern seine vielfältigen Schätze.

Gäste sind herzlich willkommen. Der Beginn ist um 15 Uhr in der Walkenrieder Gemeindebücherei, der Vortrag schließt sich unmittelbar an die voraussichtlich kurze Versammlung an.

Gipsmuseum

Das Archiv für Heimatgeschichte, die ortsgeschichtliche Sammlung Walkenried sowie die Bücherei befinden sich im Gebäude der ehemaligen Walkenrieder Grundschule am Geiersberg.

 

 

Erinnerungen an die Walkenrieder Weihnacht des Jahres 1946

(von Ruth Monicke)

Walkenried im Südharz, im Jahre 1946, für viele Menschen bekannt als Durchschlupf unter dem Zaun in die sowjetische Zone. Das Risiko geschnappt zu werden ist groß; ein paar Tage im Gewahrsam wird in Kauf genommen – es gab schon Schlimmeres. Walkenried, Endpunkt des Krieges, ist nun auch Endpunkt der Eisenbahn. Zudem vollgestopft mit Flüchtlingen aus dem Osten. Und dann setzt der Strom der Vertriebenen erst richtig ein. Mit der beschaulichen Idylle im Südharz ist es vorbei. Es funktioniert alles mehr schlecht als recht.

Der kleine Ort, nun Grenzort und von seiner wirtschaftlichen Ader urplötzlich abgeschnitten, ist einfach überfordert. Und von überallher kommen weitere Menschen die einen Unterschlupf suchen. Eigentlich wollten sie mit der Familie „rüber“, das wurde plötzlich unmöglich. Der Wohnraum ist schon lange erschöpft. Die Behausungen und Gelasse, die sich heute keiner mehr vorstellen kann, beherbergen Obdachlose, deren Zuhause nicht mehr vorzufinden ist. Im Park und überall halten sich Gestrandete auf, trocknen bescheiden Wäschestücke. Bisher ist es noch warm, was aber wenn der Winter naht?

Und der kam schneller als erwartet. Und zwar mit viel Schnee und einer eisigen Kälte wie lange zuvor nicht mehr. Jeder erreichbare Ast und alles was Wärme spendet wird verfeuert. Die Menschen frieren, die Menschen hungern, nur die Schulkinder bekommen „Schulspeisung“. Doch es fehlt an allem, weder warme Kleidung noch genügend Nahrung steht zur Verfügung und zu allem Überfluss friert auch noch das Wasser in Walkenried ein. An verschiedenen Zapfstellen wird zu festen Zeiten das Wasser angestellt, die Bevölkerung versorgt sich so gut es geht. Nur die Kinder haben ihre helle Freude an den zugefrorenen Teichen, eine alte Tradition, sich aufs Eis zu begeben. Ein ganz neues Erlebnis auch für die Flüchtlingskinder.

Die zeitigen und sehr strengen Winter 1946 und 1947 sollten in die Geschichtsbücher eingehen. Die Kälte – oftmals bis 28 Grad – trifft die Menschen in größter Not. Es ist die Weihnachtszeit, das zweite Weihnachten nach dem Krieg, dem Krieg, der verheerende Zerstörungen hinterließ, unendliches Elend über die Menschheit brachte und den Kindern die Väter nahm. Und so rückten die Tage zum heiligen Fest näher, vielleicht stiegen auch die Erwartungen der Kinder? Wie mag es nur den Müttern ergangen sein, die sich in der verzweifelten Lage befanden, den Kindern ein schönes Weihnachtsfest gestalten zu wollen?

Doch, es ging, die Kinder hatten keine Wünsche, hatten sie schon lange nicht mehr. Sie wussten, die Mutter hat sie heil bis hierher gebracht, die Mutter ist ihnen Schutz und Hort zugleich und wenn die einsame Kerze ihr warmes Licht auch nur in einer elenden Hütte verbreitet – sie, die Kinder waren geborgen und in Sicherheit. Als die Glocken in die Kirche riefen, feierten sie alle gemeinsam das heilige Fest. Sie lauschten der Andacht und jeder fühlte die einhüllende Wärme der Gemeinschaft, das Gebet war ihr größtes Geschenk ans Leben, an das Wunder des Überlebens!

Einige Kinder von damals werden sich vielleicht noch erinnern, dass die wirtschaftliche Not in Deutschland so katastrophal war, dass sich am 26.12. 1945 die Wohlfahrtsorganisationen Amerikas zusammenschlossen und Care gründeten – die sagenhaften Care-Pakete!

In der Adventszeit 2018, geschrieben von einem damaligen Flüchtlingsmädchen.

Weihnachtsmarkt in Walkenried

(Pressemitteilung des ZisterzienserMuseums Kloster Walkenried)

Samstag, 8. Dezember 2018 – 12:00 bis 21:00 Uhr
Sonntag,  9. Dezember 2018 – 11:00 bis 18:00 Uhr

Am zweiten Adventswochenende findet bereits zum 10. Mal der Walkenrieder Weihnachtsmarkt auf dem Vorplatz des Klosters statt. Erstmals sind auch die evangelische Kirchengemeinde und das ZisterzienserMuseum Kloster Walkenried mit einem besonderen Programm dabei.

Der den Weihnachtsmarkt ausrichtende Verein „Wir Walkenrieder“, die evangelische Kirchengemeinde und das ZisterzienserMuseum haben ihre Köpfe zusammengesteckt und eine Menge attraktiver Programmpunkte zusammengestellt und abgestimmt. Den Aufbau der Buden führen „Wir Walkenrieder“ und engagierte Ortsbürger durch. Die Schirmherrschaft über den Weihnachtsmarkt, wie jedes Jahr Treffpunkt für alle Generationen, obliegt der Gemeinde Walkenried.

Rund zwanzig Stände locken am zweiten Adventswochenende mit Punsch, Glühwein und köstlichen Leckereien von Bratwurst über Flammkuchen, Fisch und türkischen Spezialitäten bis hin zu süßen Köstlichkeiten. Außerdem gibt es an den Ständen viel Handwerkliches und Kunsthandwerkliches zu bestaunen und zu kaufen. Zur Tradition auf dem Walkenrieder Weihnachtsmarkt gehört auch an beiden Tagen die Verlosung der Weihnachtsgänse und in der Tombola warten interessante Gewinne auf die Besucher.

Programm am Samstag

Am Samstag bietet das Museum um 11.30 und um 14.00 Uhr zwei öffentliche Themenführungen an und am Abend erstrahlt der mittelalterliche Kreuzgang wieder im Licht hunderter Kerzen. Hier startet die öffentliche Führung um 17.00 Uhr, das Adventskonzert mit dem Chor „Offbeat“ aus Osterode beginnt um 19:45 Uhr.

Klostergang

Führung in der Vorweihnachtszeit durch den gotischen Kreuzgang in Walkenried
Foto: Günter Jentsch
Rechte: ZisterzienserMuseum Kloster Walkenried

 

Programm am Adventssonntag

Zum Gottesdienst am zweiten Advent mit dem Kinder- und Jugendchor „TeenieTon“ lädt die evangelische Kirchengemeinde ab 10.30 Uhr alle Markt-und Museumsbesucher herzlich ein. Und nicht nur die Kinder des Walkenrieder Kindergartens, die um 15.30 Uhr auf dem Kloster Vorplatz auftreten, warten schon um 15 Uhr auf den Walkenrieder Weihnachtsmann. Nachmittags klingen dank der evangelischen Kirchengemeinde kleine „Orgel-Häppchen“ durch die Klosterräume und um 16 Uhr beginnt das „Offene Singen“ im kerzenscheinerleuchteten Kreuzgang.

Besucher können also zwischen Markt, Museum und Kirche im Kapitelsaal wechseln und so kulinarische Genüsse und ihre kleinen Weihnachtseinkäufe mit einigen kulturellen Highlights kombinieren, wobei sicher jeder Verständnis dafür haben wird, dass Essen und Trinken auf den Außenbereich beschränkt sind. Selbstverständlich haben auch die gastronomischen Betriebe rund um das Unterkloster an beiden Tagen geöffnet.

Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmarkt in Walkenried – nicht nur Treffkpunkt für den Klosterort
Foto und Rechte: Verein „Wir Walkenrieder“

 

Mit Bürgerkarte freier Eintritt

Alle Programmpunkte können einem kleinen Flyer entnommen werden, der Ende November in den Geschäften rund um den Klosterort ausliegen wird. Unter www.kloster-walkenried.de lässt sich das Programm jederzeit digital einsehen. Der Museumseintritt beträgt an beiden Tagen jeweils 6 Euro inklusive aller Veranstaltungen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Unter Vorlage eines Ausweises sind Museumsveranstaltungen und Eintritt für Walkenrieder, Zorger und Wiedaer Bürger frei!

Orgel

An der Walkenrieder Orgel erklingen am 2. Adventssonntag nachmittags „Orgel-Häppchen“
Foto und Rechte: Evangelische Kirchengemeinde Walkenried

 

Der Walkenrieder LeseShop – neu in den Walkenrieder Nachrichten

Einigen aufmerksamen Leserinnen und Lesern wird sicher schon aufgefallen sein, dass die obere Menüleiste der “Walkenrieder Nachrichten” bereits vor einigen Wochen mit dem “Walkenrieder LeseShop” um einen neuen Punkt erweitert wurde. Aber was genau hat es mit diesem Shop auf sich?

LeseShop

Mit dem “Walkenrieder LeseShop” stellt der Wir Walkenrieder e.V. eine Möglichkeit bereit, lieferfähige Schriften, die in der Publikationsreihe des Vereins für Heimatgeschichte in Walkenried, Bad Sachsa und Umgebung erschienen sind, schnell und einfach per Mausklick zu ordern. Hierzu gehören natürlich insbesondere die vielfältigen heimatkundlichen Werke wie etwa “Die letzten Zisterzienser in Walkenried” über den gescheiterten Versuch, das Walkenrieder Kloster im Dreißigjährigen Krieg wieder zu katholisieren, oder auch “Der Walkenrieder Torbogen” über eines der markantesten und bekanntesten Baudenkmäler unseres Klosterorts. Das Portfolio umfasst darüber hinaus mehrere Wanderführer, die dem geneigten Leser die landschaftlichen und geologischen Schön- und Besonderheiten zwischen Sachsenstein und Römerstein, Himmelreich und Himmelberg sowie den Walkenrieder Klosterteichen näher bringen. Und auch das “Walkenrieder Lesebuch” und der “Rote Faden”, die mit Anekdoten, Sagen, wahren Begebenheiten und historischen Wissenshappen zu einer spannenden Erkundung Walkenrieds einladen, lassen sich über den “Walkenrieder LeseShop” beziehen.

Wer Interesse an einem der dort angebotenen Werke hat, kann dieses über die E-Mail-Adresse bestellungen@wir-walkenrieder.de schnell und bequem ordern. Möglich sind dabei sowohl die persönliche Abholung im Gipsmuseum als auch der Postversand gegen einen kleinen Aufpreis. Schauen Sie also – wenn Sie es nicht ohnehin schon getan haben – ruhig einmal im „Walkenrieder LeseShop“ vorbei und lassen Sie sich überraschen, wie viele spannende Werke über Walkenried und Umgebung wir dort zu bieten haben.

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