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Samstäglicher Spaziergang am Magister-Eckstorm-Weg

Seit ich in Wernigerode lebe und arbeite, verschlägt es mich nicht mehr so oft wie gewollt – immerhin doch aber sehr regelmäßig – in die alte Heimat Walkenried. Gestern war wieder mal einer dieser freien Tage, den meine Frau und ich unter anderem für einen schönen Spaziergang entlang des Magister-Eckstorm-Weges nutzen konnten. Nach einem gehaltvollen Mittagsmahl im Ragusa ging es an den Ufern der Wieda entlang vorbei an Werners Eulenpark, malerischen Wildblumenwiesen, der durch den Verein „Wir Walkenrieder“ e.V. betreuten Streuobstwiese und baumbepilztem Gehölz. Wirklich schön – wie die Fotos belegen, muss es manchmal gar nicht der lange Weg ins Himmelreich oder zum Sachsenstein sein, wenn man sich in Walkenried naturnah entspannen möchte…

(für eine Vollbildansicht genügt ein Klick auf das jeweilige Foto)

Magister-Eckstorm-Weg

Magister-Eckstorm-Weg

Magister-Eckstorm-Weg

Magister-Eckstorm-Weg

Magister-Eckstorm-Weg

Ausschusssitzung in Wieda: Brückenhauptprüfung und Straßenbeleuchtung

B e k a n n t m a c h u n g

Öffentliche Sitzung des Bauausschusses der Gemeinde Wieda am 26.08.2013

Zu einer öffentlichen Sitzung des Bauausschusses der Gemeinde Wieda am

Montag, dem 26. August 2013, um 16.30 Uhr,

im Sitzungszimmer des Rathauses in Wieda

lade ich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich ein.

T a g e s o r d n u n g :

1. Eröffnung der Sitzung, Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung, der Anwesenheit und der Beschlussfähigkeit
2. Anträge zur Tagesordnung
3. Genehmigung der Niederschrift vom 11.10.2012
4. Bericht über das Ergebnis der letzten Brückenhauptprüfung
5. Sachstandsbericht zum Hang hinter dem Bauhof an der Promenade
6. Fortsetzung der Umstellung der Straßenbeleuchtung
7. Abstimmung Maßnahmen für 2014
8. Anfragen und Mitteilungen
9. Schließung der Sitzung

Der Gemeindedirektor
(Haberlandt)

Geheimnisse des Himmelreichs…

… haben wir hier schon öfter vorgestellt. Heute kommen sie noch einmal in geballter Form, denn das Himmelreich lohnt zu jeder Jahreszeit einen Spaziergang. Der hier beschriebene Weg – Ausgangspunkt Klosterparkplatz – wurde dieses Mal in ziemlich genau 1 Stunde 45 Minuten zurückgelegt. Also, sagen wir, ein Spaziergang von rund zwei Stunden Länge. Neben der neuen „Hermann-Krieghoff-Bank“ gibt es unterwegs diverse andere Sitzgelegenheiten mit oder ohne Aussicht.

Tlusty-Huette

Unser zweitgrößter Teich (nach dem Priorteich), auf den man hier von der Aussicht an der „Tlusty-Hütte“ herabschaut, liegt gewissermaßen in einer Sackgasse und wird sein Wasser nur dadurch los, dass er es über zwei „Schwinden“ in das Gipsmassiv ableitet, aus dem es auf der anderen Seite am „Pontel“ wieder hervortritt. Da der Teich seine Zuflüsse weitgehend unterirdisch aus den Wieda-Schottern bezieht, findet hier ein Transfer von der Wieda zur Zorge statt, denn vom Pontel gelangt das Wasser an Ellrich vorüber in den anderen Harzfluss. Damit hätten wir Geheimnis Nummer 1. Im Hintergrund des Bildes der der Zerstörung anheimfallende Röseberg und ganz hinten der Staufenbüttel bei Steina. Sommerlich hell glänzen die Getreidefelder rund um den Kupferberg.

Weiter zum „Ellrichblick“. Dass es hier schön ist, fällt nicht unter die Geheimnisse des Himmelreichs. Oder, sagen wir, es ist ein offenes Geheimnis. Möge der liebe Gott verhindern, dass die Gipsindustrie jemals auch noch dieses Fleckchen Erde attackiert! In morgendlichem Gegenlicht leuchten uns die Nachbarstadt Ellrich und die Harzberge bei Ilfeld entgegen.

Harzberge

Geheimnisvoller wird es gleich um die Ecke. Was macht eine Vignoles-Schiene hier oben auf dem Berg? Sie markiert einen Vermessungspunkt zur Feststellung der Mitte des 268 Meter langen Walkenrieder Tunnels. Weiß angestrichen hat sie der Harzklub, damit man sie im Laub besser erkennt. Diese Schienenform hat der englische Ingenieur Charles Vignoles entwickelt, die zur Zeit der Entstehung der Eisenbahn verwendeten sahen noch ganz anders aus. Unter uns also verläuft er, der Tunnel, kurz, aber ebenfalls voller Geheimnisse.

Vignoles-Schiene

Zuvor jedoch noch ein ganz anderes Wunder, nämlich das des „Himmelsmehls“. An dieser Stelle des Himmelreichs tritt der Gips in quasi verwitterter Form auf und verleitete mittelalterliche Walkenrieder dem Vernehmen nach dazu, ihn in Notzeiten zur Streckung eigener knapper Mehlvorräte zu verwenden. Mit sehr negativen Folgen, denn im Magen bindet der so vereinnahmte Gips wieder ab. Es soll Todesfälle gegeben haben, richtig bestätigt sind diese allerdings nicht. Die Fläche des „Himmelsmehls“ hat sich jüngst übrigens etwas ausgedehnt, es tritt offen am Hang liegend auf und nicht mehr nur rund um solche kleinen Höhlchen.

Himmelsmehl

Steigen wir von hier zu dem einen noch vorhandenen Gleis ab, stehen wir vor dem schönen Portal des Walkenrieder Tunnels, zinnenbekrönt wie bei einer Burg. Das oft beschriebene „Licht am Ende des Tunnels“ können wir hier dank der Kürze desselben auch erkennen. Was man nicht sieht, ist die Tür auf der rechten Seite im letzten Drittel, die in die „Himmelreichhöhle“ hinein führt. Unser Walkenrieder Tunnel ist nämlich der einzige in Deutschland, der mitten durch eine Höhle hindurch geht. Diese wiederum hängt auch, aber nicht nur mit dem Verschwinden des Itelteich-Wassers zusammen. Um den Tunnel zu schützen, baute die Bahnverwaltung (zunächst die preußische, dann die alte Reichsbahn) noch etliche hundert Stollenmeter durch das Gebirgsmassiv. Mitgezählt? Dies wäre dann Geheimnis Nummer vier. Auf dem Rückweg kommen wir an den beiden „Schwindhöhlen“ übrigens vorbei. Angenehmer ist freilich der Blick auf den Teich selbst.

Also: Die Schuhe geschnürt und ab ins Himmelreich!

Himmelreichtunnel

Itel

Walkenrieder freuen sich über renovierte Schäferbrücke – aber noch liegt viel Müll im Flussbett

Was lange währt, wird gut. Das gilt jedenfalls für die Schäferbrücke in Walkenried, über die nun wieder der Kupferberg und das Himmelreich problemlos erreicht werden können. Zunächst wurde viel über die Art und Weise der Sanierung gestritten, da die alte Brücke denkmalgerecht instand gesetzt werden sollte – Belag, Geländer, alles wurde hin und her erörtert. Dann machten auch noch Hochwasser und langer Winter den Bauleuten zu schaffen.

Schäferbrücke

Fertig. Jedenfalls oben. Und durch das Geländer kann keiner hindurch fallen. Auch dann nicht, wenn er etwas beschwingt vom Kupferberg herunterkommt. 3,10 m sollten fürs Schützenfest reichen.

 

Als durchaus gelungen kann man letztlich das Ergebnis aller Mühen bezeichnen. Freilich liegt noch allerhand im Flussbett der Wieda, was dort beim besten Willen nicht hinein gehört – Betonklötze von Behelfsbrücken und –stegen zum Beispiel. Auch behindern schon wieder allerhand Treibgüter den freien Abfluss, was, wie wir derzeit lernen müssen, ja nicht ganz unwichtig ist. Oben hui, unten pfui, kann man durchaus sagen. Mit Fug und Recht kann erwartet werden, dass der ganze Mist noch aus dem Flussbett entfernt wird.

Schäferbrücke

Von unten sieht es nicht wirklich gut aus. Betonplatten, Holzpaletten, Treibgut – alles wurde bislang einfach im Flussbett zurückgelassen. Das Ehepaar Haake nebst Hund freut sich gleichwohl, die Brücke wieder nutzen zu können.

 

Hoffen wir nun aus gegebenem Anlass, dass die Schäferbrücke nie wirklichen Fluten und Hochwassern standhalten muss.

Steg über die Wieda erhielt neues Geländer

Geländer sind wie Bänke eine Daueraufgabe an vielen Wegen im und um unseren Klosterort. Das für Reparaturen benötigte Holz konnte im ausgehenden Winter dank eines Entgegenkommens der Forstverwaltung – und des Einsatzes von einigen freiwilligen Helfern – in „Amtmanns Tännchen“ geborgen werden. Anderes Holz für Bänke wurde vom Holzplatz an der Wieda in den Bereich der Domäne umgelagert, wo es besser bearbeitet werden kann. Auch dies ging nicht ohne den Einsatz eines – in diesem Falle sogar historischen – Treckers nebst Anhänger.

Wieda-Geländer-01

 

Kürzlich kam es zum ersten Einsatz. Das Geländer am Steg über die Wieda am Ende der Kreuzstraße war abgängig und wurde durch die Bürgerarbeiter repariert. Weitere Reparaturen sind im Bereich des „Eckstormwegs“ erforderlich, damit dieser beliebte Spazierweg unterhalb des Kupferberges weiterhin sicher begangen werden kann. Vorgesehen ist außerdem, mehrere Bänke im Bereich Kupferberg, „Rennbahn“ und Himmelreich umzusetzen bzw. zu erneuern. Die dort betroffenen Wege gehören wie der „Eckstormweg“ zu dem Projekt, für welches im Rahmen der „Bürgerarbeit“ Zuschüsse der EU und des Bundes bewilligt worden sind. Aber nicht nur dort, sondern auch im Bereich Blumenberg – Spatenbornwiese werden sich die „Walkenrieder“ der Bänke annehmen. Alle Arbeiten sind bzw. werden mit der Forstverwaltung abgestimmt.

Damit man auch etwas von den Wegen hat, wenn man auf ihnen lustwandelt, hat der Verein für Heimatgeschichte übrigens das kleine Heft über die „Walkenrieder Wasser-Wege“ neu aufgelegt. Die jetzt anlaufende Wander- und Spaziergehsaison kann auf diese Weise richtig ausgenutzt werden. In Walkenried wird für alles gesorgt: Literatur zu den beschrittenen Wegen und Bänke, um unterwegs in den Heften auch blättern zu können.

Wieda-Geländer-02

Wieda-Geländer-03

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