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Michael Reinboth

Michael Reinboth hat geschrieben 691 Beiträge für Walkenrieder Nachrichten

Kurzbericht von der Bepflanzung des Brunnens im Bürgerpark

(von Dieter Klein, Wir Walkenrieder e.V.)

In den Gärten zu Hause wird jetzt fleißig gearbeitet und man sieht immer mehr Krokusse, Narzissen und bald auch Tulpen. Auch die bunten Ostereier an Sträuchern und Bäumen zeigen, dass Ostern vor der Tür steht. Unser Verein wollte da nicht zurückstehen und hat die Bepflanzung um den Brunnen im Bürgerpark veranlasst. In den vergangenen Jahren haben das unsere Mitglieder gemacht, aber dieses Jahr hätten es Corona bedingt nur 2-3 Mitglieder machen können und so wurde die Gärtnerei Ibold mit den Arbeiten beauftragt. Es musste noch zusätzlich Mutterboden aufgefüllt werden und auch das wäre nur mit einem größeren Aufwand möglich gewesen.

Arbeit, die keiner braucht

(von Sven Ludwig, DLRG Walkenried)

Die DLRG-Ortsgruppe Walkenried betreibt in der Einheitsgemeinde und der Umgebung mehrere Altkleider-Container. Dieses wird durch ein Unternehmen, welches diese in Lizenz leert bewerkstelligt. Die Ortsgruppe generiert hierdurch ein kleines Zubrot für ihre tägliche Vereinsarbeit. Hierbei war im Verlauf der Zeit ein rückläufiger Erlös zu verzeichnen.

Gleichzeitig begegnet man dem unschönen Trend, dass die Umgebung der Container von einigen Zeitgenossen zur Entsorgung des kompletten Hausstand es genutzt wird. Dieses Verhalten ist absolut unverständlich, zumal jeder Haushalt von der Müllabfuhr abgedeckt wird. Die Entsorgung von Teppichen, Möbeln und Elektrogeräten ist ohne Probleme über die Sperrmüllabfuhr möglich. Stattdessen bringen einige Mitmenschen mit krimineller Energie ihren Müll lieber neben die DLRG-Container. Der Müll ist weg, nach mir die Sintflut. Jetzt dürfen sich ehrenamtliche Schwimmtrainer neben Training auch noch um den Müll ihrer Mitmenschen kümmern. Aber damit nicht genug: der Müll landet dann zunächst beim Bauhof, wo sich die Mitarbeiter der Gemeinde erneut damit befassen dürfen.
In den Vergangenen drei Monaten musste die Ortsgruppe alle zwei Wochen den illegal entsorgten Müll vor den Containern beseitigen. Dazu Tom Täubert, Vorsitzender der Ortsgruppe:

„Es ist nicht einzusehen, dass man sich seinen Privat-PKW oder wir uns das Vereinsfahrzeug geruchs- und schmutzmäßig mit der Entsorgung von Müll verpestet.“

Für den am meisten verschmutzten Container-Standort wird jetzt eine Alternative gesucht. Bleibt dies erfolglos, wird dieser ersatzlos gestrichen. Zum Jahresende wird vom Vorstand der DLRG-Ortsgruppe die Grundsatzentscheidung gefällt, ob komplett auf dieses Zubrot verzichtet werden soll.

Um vielleicht doch im Geschäft zu bleiben, bittet die DLRG die Bevölkerung um Mithilfe: Sollte jemand verdächtige Aktivitäten bei den Containern feststellen, so bitten wir um sachdienliche Hinweise unter container@walkenried.dlrg.de. Hinweise nimmt natürlich auch jede Polizeidienststelle entgegen.

Bild erinnert an die Rolle der Maler beim Erhalt des Klosters

Was lange währt… Am 8.3. konnte nach Anbringung der hierfür erforderlichen Schiene das vom Geschichtsverein Walkenried mit Hilfe von Sponsoren schon im Frühjahr 2020 erworbene Gemälde des Klosters aus der Zeit um 1850 in der Tourist-Information aufgehängt werden.

Karen Ruppelt, Christopher Wagner, Fritz Reinboth und Tina Holzapfel haben vor dem neuen Bild Aufstellung genommen.

Der Verkäufer des Bildes hatte zur Bedingung gemacht, dass es in Walkenried dem Publikum zugänglich sein müsse. Mit der Tourist-Information im Herrenhaus ist hierfür ein idealer Standort gefunden worden. „Wer zur Tür hereinkommt, dessen Blick fällt auf das Gemälde“ erläutert Christopher Wagner von der Gemeinde Walkenried, und auch Karen Ruppelt, Leiterin der der Tourist-Information Bad Sachsa und Walkenried, freut sich über den neuen Blickfang, der freilich seine Wirkung erst dann richtig entfalten kann, wenn die Einrichtung wieder für den Publikumsverkehr geöffnet ist.

Fritz Reinboth, Ehrenvorsitzender des Geschichtsvereins und Kenner der Walkenrieder Malerszene, erinnerte aus Anlass der Übergabe an die Rolle der Maler beim Erhalt des Klosters. Schon 1801 zeichnete Samuel Rösel das Kloster und sein Umfeld, aber es dauerte noch 15 Jahre, bis dem Abbruch des Klosters seitens der Braunschweigischen Regierung Einhalt geboten wurde. Maßgeblich hierfür waren Hinweise des Malers Ahlborn, der somit am Beginn des Denkmalschutzes in Walkenried steht, denn ausgelöst durch ihn trat der Blankenburger Kreisbaumeister Frühling in Aktion und sorgte für erste Sanierungsmaßnahmen.

Die Neuerwerbung hängt in der Tourist-Information.

Das vom Geschichtsverein erworbene und dem ZisterzienserMuseum als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellte Bild stammt allerdings aus der Zeit um 1850 und aus dem Umfeld der bekannten Maler Carl Hasenpflug (1802-1858) und Wilhelm Steuerwaldt (1815-1871). Beide waren mehrfach in Walkenried und haben die Ruine und die Klausur gezeichnet und gemalt. Das nicht signierte Gemälde ist dabei eher der Steuerwaldt-Schule zuzuordnen und könnte auch von ihm selbst stammen. Es zeigt den weniger oft gemalten Südflügel des Kreuzgangs mit Blick auf den Innenhof, wobei man aus einigen Indizien wie dem fehlenden Maßwerk in den Fenstern oder dem fehlenden Dach auf dem Brunnenhaus Rückschlüsse auf die Entstehungszeit des Bildes ziehen kann. Im Unterschied zu anderen Bildern dieser Maler handelt es sich um eine sehr exakte Darstellung des damaligen Zustands.

„Wir freuen uns, dieses schöne Gemälde für Walkenried erworben zu haben. Hier ist es allemal besser aufgehoben als in einer privaten Sammlung. Selbstredend steht das Bild auch für eine eventuelle Ausstellung im Kloster zur Verfügung.“ Michael Reinboth, der Vorsitzende des Geschichtsvereins, freut sich über den gelungenen Ankauf und wünscht sich, dass nicht nur Gäste, sondern auch die Walkenrieder bei Gelegenheit das Bild in Augenschein nehmen können. Denn es macht zwei Dinge deutlich: Die Wertschätzung, die das Kloster seit der Mitte des 19. Jahrhunderts erfahren hat und bis heute erfährt, und die Fortschritte, die seither beim Erhalt von Kirchenruine und Klausur erreicht worden sind.

Walkenried genoss bis zum Ende des 19. Jahrhunderts einen guten Ruf als „Malerparadies“, wobei die sich später hier oft wochenlang aufhaltenden Künstler vorwiegend die Landschaft im Blick hatten. Mit dem Aufkommen der Gipsindustrie brach diese Entwicklung ab.

Der Geschichtsverein beschäftigt sich aktuell mit den Zeichnungen Samuel Rösels von 1801 und bemüht sich um eine Abdruckgenehmigung der im Berliner Kupferstich-Kabinett befindlichen Stücke, weil sie aufgrund der Genauigkeit, mit der Rösel arbeitete, ein exaktes Bild des Klosters zu Beginn des 19. Jahrhunderts zeigen und vieles noch zu erkennen ist, welches in den Jahren danach dem Abbruch zum Opfer fiel.

Ein zweiter Röseberg droht im Höll- und Sachsenstein bei Walkenried

(Leserbrief von Michael Reinboth)

Vor einigen Jahren mussten wir in Walkenried erleben, wie in einer Nacht-und-Nebel-Aktion des damaligen Kreistags in Osterode der Röseberg zum Abschuss durch die Gipsindustrie freigegeben wurde. Das deprimierende Resultat kann sich jeder betrachten, der seinen Blick auf die zerwühlte und zerstörte Landschaft rund um den Kutschweg richtet. Nun droht neues Ungemach. Harmlos klingende, von den Gips-Lobbyisten den Ministerialbeamten im fernen Hannover, die die Zerstörungen ja nicht mit ansehen müssen, in die Feder diktierte Formulierungen im neuen Landesraumordnungsprogramm erlauben den ungenierten Zugriff auf vermeintlich durch deutsches und europäisches Recht geschützte Naturschutzgebiete. Kein Zweifel: Die Gipsindustrie startet den Frontalangriff auf die Schönheiten des Höllsteins, des Sachsensteins und des Himmelreichs.

Als Argument müssen einmal mehr die Arbeitsplätze herhalten. Die gibt es noch, aber sie haben sich seit Jahrzehnten umgekehrt proportional zur Ausweitung der Landschaftszerstörung entwickelt. Zahlreiche Gipswerke mitsamt allen Arbeitsplätzen wurden dem Erdboden gleichgemacht, in den Steinbrüchen agieren Subunternehmer, die hier keinen Pfennig Steuern entrichten und dafür alles kurz- und kleinfahren. Auch die Gewerbesteuereinnahmen verhalten sich den Zerstörungen entgegengesetzt: Je mehr Landschaft kaputtgeht, desto weniger fließt u.a. in die Walkenrieder Gemeindekasse. Diese Dinge hat man MdB Güntzler bei seinem Besuch auf der Kutzhütte wohlweislich verschwiegen. Mir ist auch nicht bekannt, dass er seine Schritte in eine der zerstörten Landschaften gerichtet hätte. Nur wenige Meter hätte er gehen müssen – hinter dem Werk hat die nächste großflächige Abholzung bereits begonnen. Das „Mehholz“ ist ein für allemal dahin – genau wie der Röseberg. Pfaffenholz und Trogstein sind auch nicht mehr zu retten – die gewünschten Erweiterungsflächen sind in den Karten bereits eingetragen. Und beim Lärmschutz gibt es offenbar auch Ausnahmen – tagelang dröhnt das Getackere aus den Brüchen und der Krawall des Brechers über den Ort hinweg und hat schon manchen Kaufwilligen bewogen, sein Haus woanders zu erwerben. Es geht, siehe Ellrich, auch deutlich leiser. Aber das schmälert ja die Gewinne!

Das, was jetzt noch geschützt ist, ist es aus gutem Grunde. Und es muss mitsamt entsprechender Pufferzonen auch weiterhin und dauerhaft geschützt bleiben. Wir dürfen nicht zulassen, dass dieses Raumordnungsprogramm in Kraft tritt!

Röseberg-West

Der Gipsbruch Röseberg-West (Foto: Dr. Reiner Cornelius, BUND Westharz).

Baumschnitt durch „Wir Walkenrieder“

(von Dieter Klein, Wir Walkenrieder e.V.)

Am 24. Februar haben Claus Berger und Bernd Zintl bei frühlingshaften Temperaturen die  Obstbäume am Klosterparkplatz beschnitten. Unser unermüdliches Mitglied Erich Müller hat anschließend die abgeschnittenen Äste entsorgt. Vielen Dank für diesen Einsatz!

BerndZintl-ClausBerger

Bernd Zintl und Claus Berger bei der Arbeit.

BerndZintl

Bernd Zintl kann es auch ohne Leiter.

ClausBerger

Fachmännischer Schnitt von Claus Berger.

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