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Michael Reinboth

Schatzmeister und Vorstandsmitglied des Vereins "Wir Walkenrieder e.V."
Michael Reinboth hat geschrieben 546 Beiträge für Walkenrieder Nachrichten

Mäharbeiten im Priorteich gehen voran – Abtransport gestaltet sich schwierig

Die am gestrigen Montag durch die Firma Schunke aus Mühlheim am Main begonnenen Mäharbeiten im Priorteich gehen gut voran. Fast zu gut, denn die an Land transportierten Mengen des Tausendblatts sind erheblich. Die Gemeinde Walkenried muss nun für den Abtransport mehr Laderaum zur Verfügung stellen als ursprünglich geplant.

Firma Schunke

Auf zur nächsten Runde: Nach Anlanden eines vollen Rechens geht Herr Schunke wieder auf große Fahrt. Im Vordergrund der bereits heute früh beachtliche Mähgut-Berg.

Das sehr schwere Mähgut entwässert zwar am Ufer, muss jedoch aufgrund des Gewichtes mit Hilfe eines Traktors mit Gabel aufgeladen werden. Handbetrieb ist nicht möglich. Mittels Container wird es dann abgefahren. Der Gemeinde entstehen hierdurch beachtliche Kosten, aber auch die Forstverwaltung und der Verein „Wir Walkenrieder“ tragen zur Deckung des Aufwandes für diese Gemeinschaftsaktion bei. Letztlich hoffen alle Beteiligten, dass der Priorteich für eine komplette Badesaison ohne Einschränkungen zur Verfügung steht. Wie es im kommenden Jahr weitergeht, muss noch geklärt werden, da nicht in jedem Jahr eine so aufwändige Mähaktion durchgeführt werden kann.

Obwohl nur rund 15 % der gesamten Teichfläche nach Planung der Forstverwaltung gemäht werden, sind die Mengen beachtlich. Die Firma Schunke setzt hierfür ein Amphibienboot ein, welches das Mähgut in der Uferzone ablädt. Das Aufladen und der Abtransport werden naturgemäß einige Spuren hinterlassen, aber ohne Begleiterscheinungen kann eine Aktion wie diese nun einmal nicht ablaufen. Bis zum Hochsommer dürfte sich alles aber verwachsen haben – inklusive der von den Wildschweinen zerwühlten Liegewiese.

Sportfischer, DLRG, Landesforsten, Gemeinde Walkenried und der Verein „Wir Walkenrieder“ hatten sich auf die Mähaktion als Zwischenschritt auf dem Wege zu einer grundlegenden Teichsanierung verständigt. Letztlich wusste niemand, welche Mengen dabei zustande kommen würden. Die ausführende Firma, seit mehr als 30 Jahren in Sachen Gewässerökolomie unterwegs, dokumentiert den Zustand vor Beginn und nach Abschluss übrigens mittels Drohnenrundflug und entsprechenden Aufnahmen.

Mähgut

Aufsammeln des treibenden Mähgutes und Anlanden der nächsten Fuhre.

Fuhre

Aufsammeln des treibenden Mähgutes und Anlanden der nächsten Fuhre.

Entkrautung

… und weiter geht’s. Heute wird noch den ganzen Tag gefahren. Der Effekt ist in Form einer freien Oberfläche recht gut zu erkennen. Jenseits der rotweißen Kette und am Südufer wird jedoch nichts gemacht.

Der extrem dichte Bewuchs verhindert, so Herr Schunke, auch den für Gewässer dieser Größe notwendigen Wellenschlag bei Westwind – die Bewegung des Wassers wird schlicht ausgebremst. So kommt eins zum anderen. Ob es gelingt, den Priorteich als Bade- und Angelgewässer trotz Klimawandel nachhaltig zu sichern, wird sich erst noch erweisen müssen.

Eine Begegnung der besonderen Art

(von Utz Schmidtko, Sternwarte Sankt Andreasberg)

Dem guten Kontakt zwischen der Sternwarte St. Andreasberg und dem Verein Andersicht e.V. – Kompetenz für hör- und tastsinnige Projektarbeit in Kiel – ist es zu danken, dass der Verein in diesem Jahr 3 Tage in St. Andreasberg zu Gast war. Die Jahreshauptversammlung dieses sehr aktiven Vereins fand direkt neben der Sternwarte im Internationalen Haus Sonnenberg statt. Auch barrierefreie Unterkunftsmöglichkeiten konnten hier genutzt werden. Schon am Anreisetag gab es ein gemeinsames Abendessen mit dem Vorstand der Sternwarte im Restaurant Fischer, bei dem sofort die Atmosphäre „stimmte“.

Der nächste Tag war eine besondere Herausforderung für die Referenten der Sternwarte. Sehbehinderten und blinden Menschen Inhalte, Themen sowie Bilder und Videos zu vermitteln, gelang dem Sternwartenteam mit viel Einfühlungsvermögen. Hilfreich waren dabei durchaus die ein oder andere Kritik sowie Verbesserungsvorschläge der Gäste. Nur in dieser Form der Zusammenarbeit kommt die Sternwarte ihrem Ziel näher, in Deutschland die erste barrierefreie Sternwarte zu werden. Das einmalige Geschenk (Sachwert: 20.000 €) des Vereins Andersicht e.V. an die Sternwarte St. Andreasberg im vergangenen Jahr – die weltweit erste audio-taktile Himmelsscheibe – ist inzwischen bei vielen Gästen und Besuchern der Sternwarte ein beliebtes Medium zum Kennenlernen des  Sternenhimmels geworden.

Woronowicz

Michal Woronowicz erklärt den blinden Gästen das geplante Vorhaben eine Sternenpfades im Harz.

Luithardt

Niels Luithardt – Student und selbst blind – ist der „Entwickler“ dieser ersten audiotaktilen Himmelsscheibe und erklärt gern anderen die Funktionsweise.