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Michael Reinboth

Schatzmeister und Vorstandsmitglied des Vereins "Wir Walkenrieder e.V."
Michael Reinboth hat geschrieben 640 Beiträge für Walkenrieder Nachrichten

„Startup & Innovation Meetup Harz“ von SNIC, WRG und Startup Göttingen präsentierte am 4. April Erfolgsgeschichten im zweiten Anlauf

(Pressemitteilung des SüdniedersachsenInnovationsCampus)

Wie aus Rückschlägen erfolgreiche Geschäftsmodelle erwachsen können, berichteten Andreas Bittner und Vanessa Freitag am Donnerstagabend beim 8. Startup & Innovation Meetup Harz in der WRG-Eventlocation in Osterode. Bei der Veranstaltung des SüdniedersachsenInnovationsCampus (SNIC), der Wirtschaftsförderung Region Göttingen (WRG) und Startup Göttingen stellten sie den Werdegang ihrer Unternehmen – mobiles Lasergame Einbeck und Glückssuche by Vanessa Freitag – vor.

Im Nachhinein sei er heilfroh, dass sich sein ursprünglicher Plan zerschlagen habe, sagte Andreas Bittner. Er hatte vor, sein Lasergame in einem alten Schwimmbad zu etablieren. Die Immobilie hätte er für einen symbolischen Euro kaufen können. Die Auflagen der Bauaufsicht allerdings ließen das Unterfangen scheitern – und schufen so die Voraussetzungen für eine unternehmerische Erfolgsgeschichte: Als mobiles Lasergame Einbeck reist Bittner mittlerweile nicht mehr nur durch Südniedersachsen, sondern durch die gesamte Republik und stattet Großveranstaltungen, Vereinsfeste und Kindergeburtstage aus. Gerade Kinder und Jugendliche sind für ihn eine wichtige Zielgruppe. Sein Motto: „Aktiv schwitzen statt vor der Kiste sitzen.“ Im Unterschied zum bekannteren Laser-Tag haben die Signalgeber – sogenannte Hero Blast Fäuste – beim Lasergame keinerlei Ähnlichkeit mit Waffen. „So können auch Familien miteinander spielen“, erklärt Bittner.

Meetup

Rund um den Vortrag hatten die Teilnehmer Gelegenheit, zu diskutieren, zu netzwerken und eigene Erfahrungen auszutauschen.

 

Vor dem Erfolg stand allerdings viel Durchhaltevermögen. Mit sechs Veranstaltungen ist er im ersten Jahr gestartet. 122 Termine waren es 2018 – für dieses Jahr lägen bereits 90 feste Anmeldungen vor. Das Unternehmen befindet sich auf Expansionskurs. Bittner ist dennoch vorsichtig. „Ich möchte langsam wachsen“, sagt er – denn: „Was zu schnell wächst, fällt auch schnell wieder zusammen.“

Damit lieferte Bittner die passende Überleitung zu Vanessa Freitag. Nach dem Abschluss zweier Studiengänge legt sie eine berufliche Musterkarriere hin – gutes Gehalt, Sportwagen, Fernreisen und Statussymbole inklusive. Ein wirkliches Glücksgefühl wollte sich jedoch nicht einstellen.

Das fand sie erst, als sie den Zen-Weg beschritt, der sie zu einer dreijährigen Ausbildung zur Zen-Meditationstrainerin im Daishin-Zen-Kloster im Allgäu führte. Was sie dort für sich selbst lernte, gibt Vanessa Freitag mit ihrem Startup „Glückssuche by Vanessa Freitag“ mittlerweile an andere weiter. Sie bietet unter anderem individuelle Coachings an und unterrichtet in Happy@Work-Seminaren Mitarbeiter und Führungskräfte von Unternehmen.

Vanessa Freitag

Vanessa Freitag berichtete von der Gründung und Entwicklung ihres Start-ups „Glückssuche by Vanessa Freitag“.

 

Ihr Erfolgsgeheimnis: Auf das innere Ich zu hören und das zu tun, was einem am Herzen liegt. „Die Arbeit am eigenen Glück ist ein echter Erfolgsbooster“, sagt sie mit Blick auf ihren eigenen Werdegang. Das gelte nicht nur für den einzelnen Menschen – auch für Unternehmen seien glückliche Mitarbeiter ein echter Gewinn. Der drückt sich beispielsweise in steigender Motivation und sinkenden Kranheitstagen aus.

Das Startup & Innovation Meetup Harz findet alle acht Wochen in Osterode statt. Weitere Ausgaben des Formats gibt es mittlerweile in Northeim, Duderstadt und Holzminden. Zudem findet in Göttingen regelmäßig das Social Entrepreneurship Meetup statt, das sich gezielt mit sozialem und nachhaltigem Unternehmertum beschäftigt. Aktuelle Termine finden Sie unter www.snic.de/veranstaltungen/kategorie/snic/.

Vanessa Freitag

Die Referenten Andreas Bittner und Vanessa Freitag mit den Organisatoren (hinten v.li.) Gunnar Kothrade (WRG) und Sergei Bojew (SNIC / Startup Göttingen).

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Landkreis Göttingen: Lohn-Plus für 7.500 Gastro-Beschäftigte gefordert

(Pressemitteilung der NGG-Region Süd-Ost-Niedersachsen-Harz)

Lohn-Plus an Theke und Tresen: Die rund 7.500 Beschäftigten des Gastgewerbes im Landkreis Göttingen sollen mehr Geld bekommen. Das fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) vor dem Start der Tarifrunde für die Branche am kommenden Montag, den 8. April in Hannover. Die Gewerkschaft verlangt ein Lohn-Plus von 6,5 Prozent in allen Tarifgruppen, mindestens jedoch 126 Euro mehr im Monat.

„Das heimische Gastgewerbe steht wirtschaftlich solide da. Es ist an der Zeit, dass Köche, Kellner und Hotelfachleute an der guten Bilanz beteiligt werden“, sagt Katja Derer von der NGG Süd-Ost-Niedersachsen-Harz. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verzeichneten niedersächsische Hotels und Pensionen im vergangenen Jahr rund 45 Millionen Gäste-Übernachtungen – und damit das fünfte Rekordjahr in Folge.

Um diese Zahlen möglich zu machen, arbeiteten allerdings auch im Kreis Göttingen viele Beschäftigte längst „am Limit“, so Derer. „Hoteliers und Gastronomen erwarten mehr Leistung, mehr Belastbarkeit und mehr Flexibilität. Das muss sich dann auch mit einem ,Mehr‘ im Portemonnaie auszahlen.“

Die harte Arbeit im Service – oft nachts oder am Wochenende – mache es immer schwieriger, noch Fachkräfte zu finden. Höhere Löhne seien ein entscheidender Beitrag, um wieder mehr Schulabgänger für die Arbeit im Restaurant oder Hotel zu gewinnen, so die Gewerkschafterin. Für Auszubildende fordert die NGG in der aktuellen Tarifrunde ebenfalls ein Lohn-Plus von 6,5 Prozent.

Beschäftigter im Gastgewerbe

Gegen Leere im Portemonnaie: Für die Beschäftigten im niedersächsischen Gastgewerbe fordert die Gewerkschaft NGG 6,5 Prozent mehr Geld. Foto (alle Rechte frei): NGG.

Katja Derer
Geschäftsführerin
der NGG-Region Süd-Ost-Niedersachsen-Harz

Wilhelmstr. 5
38100 Braunschweig

Tel.: 0531 / 24 27 40
Fax: 0531 / 242 74 17

region.son-harz@ngg.net
www.ngg-son.de

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