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Michael Reinboth

Michael Reinboth hat geschrieben 723 Beiträge für Walkenrieder Nachrichten

Ein Münchhausen in Walkenried

Der Name „Münchhausen“ wird üblicherweise mit dem „Lügenbaron“ in Verbindung gebracht. Wenn nun von einem Münchhausen im Klosterort gesprochen wird, dann muss man keine Bedenken haben, dass im nächsten Augenblick Hans Albers auf einer Kanonenkugel um die Ecke geritten kommt. Obschon dies eine weitere touristische Attraktion wäre! Diese jedoch bleibt Bodenwerder an der Weser weiter allein vorbehalten, denn der oder vielmehr die Walkenrieder Münchhausens entstammen einer anderen, der „weißen“ Linie dieses recht weit verbreiteten Geschlechts, während der große Geschichtenerzähler der „schwarzen“ Linie zuzurechnen ist.

Das alles und mehr hat Fritz Reinboth in Wolfenbüttel und im – sehr gut sortierten – Archiv des Walkenrieder Geschichtsvereins ausgegraben oder, korrekt, wieder erschlossen, denn im Grunde war ja die Existenz des Drosts Heinrich Burchard von Münchhausen in Walkenried ja schon bekannt, aber etwas in den Hintergrund geraten ob all der vielen Promis, die sich einst im Kloster die Klinke in die Hand gaben, Heinrich der Löwe und sein Sohn Kaiser Otto der Vierte vorneweg. Zu Münchhausens Zeit war das Kloster bereits Geschichte, aber sein Wirken in Walkenried wäre ohne dessen Existenz nicht denkbar – das Kloster wirkte ja noch einige hundert Jahre nach und tut es im Grunde bis heute. So eben auch bei ihm.

Klosterkirche
Dieses Gemälde aus dem von Karl Helbing erstellten Rosenblath-Zyklus zeigt die Ruinen der Walkenrieder Klosterkirche. Insbesondere der hier abgebildete Hohe Chor war eines der beliebtesten Motive der Künstler der „Walkenrieder Malerkolonie“.

Der „Klosterhof“ als Dreh- und Angelpunkt

Anlass zur erneuten und vertieften Befassung mit dem „Walkenrieder Münchhausen“ war die Frage, wie alt der „Klosterhof“, heute im Besitz der Familie Nitz, denn nun wirklich ist. Auf dem bekannten Rieseschen Riss des Unterklosters von 1723 ist er unter der Nummer 36 als „Frh. von Munchhausen Hauß“ eingetragen, und dieser – das mit dem Freiherrn-Titel ist übrigens fraglich, da die „weiße Linie“ ihn nicht immer führte – ist auch der Erbauer des heute noch stehenden, allerdings von Werner Emmelmann um eine Veranda ergänzten Gebäudes. Da Münchhausen 1693 als „Drost“ nach Walkenried kam und dort 1717 verstarb, muss es in jener Zeit errichtet worden sein. In dem von ihm selbst erstellten „Erbzinsregister“ des Stiftsamts Walkenried ist es – im Gegensatz zur heutigen Pfarrei – noch nicht erwähnt, so dass man es auf etwa 1711 bis 1717 eingrenzen kann. Der „Klosterhof“ ist also, vom Torbogen und Kloster natürlich abgesehen, fraglos eines der ältesten Gebäude des Ortes. Von der Erwähnung her hat da die „Stiftsschenke“ die Nase vorn, von der vorhandenen Bausubstanz her kommt aber allenfalls noch das Pfarrhaus mit, welches laut Erbzinsregister der Förster Weinschenck erbauen ließ. Sie steht da schon drin, der Klosterhof aber noch nicht. Hotel, also „Klosterhof“ im eigentlichen Sinne,  ist es erst seit 1897, als der Müller Christoph Presse es erwarb und entsprechend umbaute. Münchhausen errichtete es als sein Wohnhaus, lange vor dem „Hospital“, welches da erst seit 1750 steht. Das zuvor von ihm genutzte „Herrenhaus“ ist nicht das heutige, erst im 19. Jahrhundert erbaute, sondern dessen Vorgänger, der auf dem heutigen Klostervorplatz gegenüber dem Westportal des Klosters stand und 1857 abgerissen wurde, nachdem der Domänenpächter Paulsen 1855 in das neue Herrenhaus umgezogen war.

Klosterhof
Dieses Gemälde aus dem von Karl Helbing erstellten Rosenblath-Zyklus zeigt das Gasthaus und Hotel Klosterhof, das in den 50er Jahren noch über ein eigenes Kino verfügte.

Münchhausen – ein kleines Finanzgenie?

Es ist heute „en vogue“, frühere Vorgänge mit heutigen Begriffen zu belegen, um sie anschaulicher zu machen. Das kann man im ZisterzienserMuseum gut beobachten, wo die zisterziensische Klosterfamilie gern als „weißer Konzern“ bezeichnet wird, mit Bilanzen und allem drum und dran. Heinrich Burchard von Münchhausen muss diesbezüglich aber wirklich gut drauf gewesen sein, denn er war 1693 in der Lage, seinem Landesherrn, dem Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel, locker 165.000 Taler für die Wiedereinlösung des Stiftsamts Walkenried aus Gothaischer Verpfändung zur Verfügung zu stellen. Wohlgemerkt: Der Herzog wollte Walkenried wieder einlösen, hatte das Geld aber nicht – Münchhausen hingegen schon! Als „Belohnung“ wurde er, der zuvor Amtmann in Stiege war, Drost, also ebenfalls Amtmann, in Walkenried und blieb es bis zu seinem Tod 1717. Solch eine Drosten- oder Amtmannsstelle muss also finanziell durchaus lukrativ gewesen sein und dem Inhaber einige Einkünfte gesichert haben. Er war auch anderweitig wirtschaftlich aktiv, erwarb in Gatterstädt bei Querfurt zwei große Güter und war auch „Gewerke“, also Teilhaber der Zinnoberzeche in Wieda. Dieses Engagement freilich erwies sich als, neudeutsch formuliert, „Flop“ für ihn wie auch seinen ebenso beteiligten Verwandten, den Kammerherrn Hieronymus von Münchhausen aus Wolfenbüttel.

Münchhausen war zwei Mal verheiratet, seine beiden 1710 und 1716 verstorbenen Gattinnen wurden in Walkenried beigesetzt. Er übrigens auch, und zwar – gegen seinen ausdrücklichen Willen – im Kapitelsaal des Klosters. Aus der ersten Ehe gingen drei Töchter und drei Söhne hervor. Eine verwitwete Tochter von ihm wohnte bis zu ihrem Tod 1742 im „Klosterhof“, eine andere unverheiratete Tochter, Agnes Margarete, von 1730 bis 1756 im Jagdschloss. Die Söhne verschlug es nach Gatterstädt, die Familie ist dort bis 1799 nachzuweisen.

In Walkenried gab es Münchhausens demnach rund 70 Jahre, ganz ohne Pferd am Kirchturm oder sausende Kanonenkugeln. Eine der bekannten faustdicken Lügen kann man aber, quasi als weit gefasstes Erbe der Münchhausen-Sippe, durchaus auf Walkenried beziehen: Die Kunst, sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen.

Wäre das nicht ein guter Vorsatz zu Beginn des neuen Jahres 2022? Rat und Verwaltung können sich da in Münchhausens Nachfolge Verdienste erwerben. Das „Unterkloster“ hingegen ist gewiss noch für manche Geschichte gut. Und der Geschichtsverein wird da dran bleiben, ganz sicher.  

Termine im ZisterzienserMuseum Kloster Walkenried im Januar 2022

Bitte beachten Sie:

Ergeben sich Änderungen im Hinblick auf das Corona-Pandemiegeschehen, passen wir dies in unserem Museumsbetrieb an. Zum Januar 2022 erfolgt eine Preiserhöhung. Diese ist in den untenstehenden Informationen bereits berücksichtigt.

ZisterzienserMuseum Kloster Walkenried

Ein Museumsbesuch ist aktuell ohne Voranmeldung und im Rahmen der 2Gplus-Regel möglich. Für Führungen ist eine Voranmeldung beim Besucherservice (05525-95 99 064 / info@kloster-walkenried.de) erforderlich. Tagesaktuelle Hinweise zu den Corona-Regelungen sind auf der Website zu finden: www.kloster-walkenried.de.

Geöffnet: mittwochs bis sonntags, 10 bis 17 Uhr
Hinweis: Öffnungszeiten in den Weihnachtsferien (bis 07.01.2022)
täglich, auch montags und dienstags, von 10 bis 17 Uhr.
Eintritt 7 € bzw. 5 € ermäßigt

Welterbe-Infozentrum Walkenried

Für den Besuch des Welterbe-Infozentrums ist aktuell die 2Gplus-Regel zu beachten.

Geöffnet: dienstags bis sonntags, 10 bis 17 Uhr, kostenfreier Eintritt

Führung „Mit Kreuz und Spaten“ nur mit Voranmeldung

Entdecken Sie mit uns das Kloster und die Ausstellung und erfahren Sie mehr über das Alltagsleben der Weißen Mönche sowie Herkommen, Aufstieg und Krise des mittelalterlichen Klosterkonzerns Walkenried.

Stationen: Kreuzgang, Lesegang, Brüdersaal, Brunnenhaus, Dauerausstellung
Termine: 1., 2., 8., 9., 15., 16., 22., 23., 29. und 30. Januar (samstags, sonntags und feiertags)
Beginn: jeweils 13.45 Uhr
Dauer: ca. 1 Stunde 15 Minuten
Kosten: 10 € / 8 € ermäßigt (inkl. Eintritt)
Veranstalter: ZisterzienserMuseum Kloster Walkenried
Anmeldung: 05525-95 99 064 / info@kloster-walkenried.de

Führung im Kerzenschein nur mit Voranmeldung

Der stimmungsvolle Rundgang beginnt nach Einbruch der Dunkelheit auf dem Klostervorplatz vor der beeindruckenden Kulisse von gotischer Klausur und Kirchenruine. Er führt durch den einzigartigen Kreuzgang und die angrenzenden parterre liegenden Räume, die einst nur den Mönchen vorbehalten waren. Umhüllt von Dunkelheit und Kühle des mittelalterlichen Kreuzgangs, eingetaucht in das warme Licht Hunderter Kerzen, erfahren die Besucher von der bewegten Geschichte der Walkenrieder Gottesmänner und ihres Klosters.

Termine: 7., 8., 14., 15., 21., 22., 28. Januar (freitags und samstags)
Beginn: jeweils 17 Uhr
Dauer: ca. 1 Stunde
Kosten: 11 € / 9 € ermäßigt
Veranstalter: ZisterzienserMuseum Kloster Walkenried
Anmeldung: 05525-95 99 064 / info@kloster-walkenried.de

Führung Faszination Gotik nur mit Voranmeldung

Die Baukunst der Gotik hat in ganz Europa imposante Spuren hinterlassen, und auch in Walkenried findet sich mit dem Kloster eindrucksvolle Architektur aus dieser Epoche. Der Rundgang führt Sie durch die Kirchenruine und die angrenzende Klosteranlage. Wandeln Sie durch außergewöhnliche Räume mit schweren mittelalterlichen Mauern und filigranem Bauschmuck und entdecken Sie hoch über Ihren Köpfen die Bilderwelt der Zisterzienser.

Termine: 02.01.
Beginn: 15.15 Uhr
Dauer: ca. 1 Stunde
Kosten: 10 € / 8 € ermäßigt (inkl. Eintritt)
Veranstalter: ZisterzienserMuseum Kloster Walkenried
Anmeldung: 05525-95 99 064 / info@kloster-walkenried.de

„Stille Stunde“ nur mit Voranmeldung

Erleben Sie in Stille und Schweigen den einzigartigen Kreuzgang, der stimmungsvoll vom Schein hunderter Kerzen erleuchtet wird. Verabschieden Sie sich für eine Stunde vom Lärm des Alltags und nutzen Sie die besinnliche Schweigezeit auf dem eigenständigen Rundgang – ganz in der Tradition der Zisterzienser – für innere Einkehr und Ruhe.

Auf dem „Spirituellen Klosterrundgang“ können Sie im Kreuzgang überdies mithilfe kleiner Impulse und meditativer Übungen die Kraftquellen der mittelalterlichen Mönche erfahren. Den Weg weist ein Begleitheft, das auch in digitaler Version kostenlos zur Verfügung steht. Der spirituelle Rundgang wurde von der evangelischen Kirchengemeinde initiiert. Mehr Infos unter: www.kirchengemeinde-walkenried.de/klosterrundgang/.

Termine: 07.01.
Beginn: 18.15 Uhr
Dauer: ca. 1 Stunde
Kosten: Eintritt frei
Veranstalter: ZisterzienserMuseum Kloster Walkenried
Anmeldung: 05525-95 99 064 / info@kloster-walkenried.de

Führung im Kerzenschein mit Kniesteressen (Harzer KulturWinter) nur mit Voranmeldung

Der geführte Rundgang beginnt vor der beeindruckenden Kulisse der mittelalterlichen Kirchenruine und führt dann im Schein hunderter Kerzen durch den gotischen Kreuzgang des Klosters sowie durch die angrenzenden Räumlichkeiten, die einst den Mönchen vorbehalten waren. Anschließend erwartet Sie als Speisetradition aus alter Zeit ein Harzer Kniesteressen im ehemaligen Speiseraum der Mönche: Auf dem Blech gebackene Kartoffeln, dazu frischer Kräuterquark, Harzer Käse, eingelegtes Sauergemüse, Suppe und Kraut, hausgebackenes Klosterbrot und cremige Sauerrahmbutter – ein Genuss!

Termine: 29.01., 30.01.
Beginn: 17 Uhr
Dauer: ca. 2 ½ Stunden (inkl. 1 Stunde Führung)
Kosten: 25 € p. P. (Eintritt, Führung und Kniesteressen)
Veranstalter: ZisterzienserMuseum Kloster Walkenried
Anmeldung: 3 Tage vorher unter 05525-95 99 064 / info@kloster-walkenried.de (Mindestteilnehmerzahl)

Hinweise:

Kontaktdaten-Erfassung

Die Besucher-Erfassung vor Ort erfolgt mit der Luca-App. Wir würden uns freuen, wenn Sie sich die App vorab schon herunterladen – so können Sie beim Einlass Zeit sparen. Alternativ können Sie vor Ort auch das Kontaktdatenblatt ausfüllen.

Begrenzte Personenanzahl

Bei den Führungs-Angeboten gibt es eine beschränkte Teilnehmerzahl, weshalb eine Voranmeldung beim Besucherservice notwendig ist.

Maskenpflicht, Abstand halten

Im Museum gilt die Pflicht, eine FFP2-Maske zu tragen und die geltenden Abstandsregeln einzuhalten.

Nikolaus-Führungen im ZisterzienserMuseum Kloster Walkenried

(von Annette Behnk, ZisterzienserMuseum Kloster Walkenried)

Am Sonntag, den 5. Dezember lädt das ZisterzienserMuseum seine kleinen und auch großen Gäste zu einer Familienführung unter dem Motto „Morgen kommt der Nikolaus“ ein. Auch am Montag, den 6. Dezember findet eine Nikolaus-Führung statt. In dem von warmem Kerzenschein erleuchteten Kreuzgang erfahren Kinder und ihre Familie Spannendes über die Walkenrieder Gottesmänner, die Geschichte ihres Klosters und natürlich über den heiligen Nikolaus. Auf jedes Kinder wartet eine kleine bunte Überraschungstüte! Die Führungen beginnen jeweils um 17 Uhr; Eintritt: 8,50 € pro Person. Eine Anmeldung ist spätestens 3 Tage vorher beim Besucherservice unter info@kloster-walkenried.de / 05525-95 99 064 erforderlich.

Weihnachtliche Stimmung im ZisterzienserMuseum Kloster Walkenried © Günter Jentsch

Parallel zur Nikolaus-Führung am Sonntag, den 5. Dezember bietet das Museum um 17 Uhr eine Führung im Kerzenschein an. Nach Einbruch der Dunkelheit führt der eindrucksvolle Rundgang im Schein Hunderter Kerzen durch den mittelalterlichen Kreuzgang und seine angrenzenden Räumlichkeiten.  Eintritt: 9,50 € / 7,50 € ermäßigt. Bitte melden Sie sich spätestens einen Tag vorher an: info@kloster-walkenried.de / 05525-95 99 064. Das „Offene Adventssingen“ und die „Orgelhäppchen“ sowie der Walkenrieder Weihnachtsmarkt müssen Corona-bedingt leider ausfallen.

Ab dem 1. Dezember gilt für den Besuch des ZisterzienserMuseum Kloster Walkenried die 2Gplus-Regel. Besucherinnen und Besucher ab 18 Jahre müssen somit einen Nachweis über eine vollständige Impfung (auf Papier oder digital) oder eine Genesenenbescheinigung sowie einen zertifizierten Testnachweis (PCR-Test nicht älter als 48h, oder einen Schnelltest bzw. einen sogenannten Bürgertest; Gültigkeit 24 Stunden) vorzeigen. Ein Selbsttest wird nicht anerkannt. Darüber hinaus besteht für Besuchende ab 14 Jahren sowohl im Innen- als auch im Außenbereich die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske. Für Kinder und Jugendliche von 6 bis 13 Jahren ist eine einfache Mund-Nasen-Bedeckung ausreichend; Kinder unter 6 Jahren benötigen keine Maske. Für die Teilnahme an den Führungen sind die jeweiligen tagesaktuellen Corona-Regelungen auf der Website zu beachten: www.kloster-walkenried.de.

Nikolaus-Führung im ZisterzienserMuseum Kloster Walkenried (Archivfoto) © Günter Jentsch

Neue Forschungen zum Kloster Walkenried. Archäologie – Bauforschung – Landesgeschichte.

(von Annette Behnk, ZisterzienserMuseum Kloster Walkenried)

Im Sommer dieses Jahres führte das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege (NLD) unter der Leitung von Clemens Ludwig M.A. erneut Ausgrabungen in der Kirchenruine des Klosters Walkenried sowie erstmals auch in „Alt-Walkenried“ durch. Die Grabungen erfolgten  in Kooperation mit dem Seminar für Ur- und Frühgeschichte der Universität Göttingen. Die archäologischen Untersuchungen finden im Rahmen des Forschungsprojektes „Kloster Walkenried. Archäologie im ältesten Zisterzienserkloster Norddeutschlands“ des NLD statt, das von Dr. Markus Blaich geleitet wird.

Am Donnerstag, dem 18. November, stellen Dr. Markus Blaich und Clemens Ludwig das Forschungsprojekt sowie erste Ausgrabungsergebnisse  vor. Der Vortrag findet um 18 Uhr im doppelschiffigen Lesegang des ZisterzienserMuseums Kloster Walkenried statt. Neben dem ZisterzienserMuseum gehören der Förderkreis Kloster Walkenried, der Bürgerverein „Wir Walkenrieder“ und der Verein für Heimatgeschichte Walkenried Bad Sachsa und Umgebung e.V. zu den Veranstaltern.

Der Eintritt zum Vortrag ist frei. Eine Voranmeldung beim Besucherservice unter info@kloster-walkenried.de / 05525-95 99 064 ist erforderlich. Bitte beachten Sie die tagesaktuellen Corona-Hinweise auf der Website (www.kloster-walkenried.de).

Ausgrabungen am Kloster Walkenried im Sommer 2021 © ZisterzienserMuseum Kloster Walkenried, Foto A. Behnk

Ausgrabungen am Kloster Walkenried im Sommer 2021 © ZisterzienserMuseum Kloster Walkenried, Foto A. Behnk

Tauchen auf den Spuren des verschwundenen Wassers

(Pressemitteilung des Kulturrevier Harz e.V.)

Die Wege des Wassers zu ergründen ist wichtiger denn je – für unser Leben und Überleben, aber auch für unseren Schutz in Zeiten des Klimawandels. Taucher aus Deutschland gründeten The Hidden RiverProjekt – ein Forschungsprojekt, das den Fluss L‘Ouysee (Südfrankreich)erkundet. Ein Fluss, der für etwa 25 Kilometer schlicht verschwindet! Ein Vortrag zum Tauch-Projekt und der spannenden Erkundung des Weges eines ungewöhnlichen Flusses: am 20. November 2021 um 19 Uhr im Werk3 in Benneckenstein.

Unweit von Bordeaux verschwindet plötzlich der kilometerweit durch Südfrankreich fließende Fluss L‘Ouysse. Für 25 Kilometer fließt er in einer Höhle, der Höhle Cabouy. Das Wasser der Höhle dient als Trinkwasser-Reservoir und ist damit wichtig für die Region. Eine Gruppe Höhlentaucher hat sich auf die Suche nach dem versteckten Flussgemacht und erkundet ihn und sein Höhlenbett seit 2009 im Rahmen einesprivaten Forschungsprojektes: dem Hidden River Project. Das Erkunden von Höhlensystem und Fluss ist alles andere als einfach. Es gibt einige Hürden, es lauern Gefahren, oft müssen die Taucher in der Höhle übernachten. Wie sieht es dort unten aus? Gibt es dort Tiere? Was ist beim Tauchen zu beachten? Wie geht man beim Erkunden vor? Und was hat das Projekt bereits herausgefunden? Darüber und vieles mehr berichtet Stefan Schandelle, ein Mitglied des Hidden River Project in diesem Vortrag im Werk3.

Lassen Sie sich entführen – in die Tiefen verschlungener Höhlen, zu den mysteriösen Pfaden des Wassers, in die Welt der Unterwasser- und Höhlenforschung. Zu Tauchern mit der Begeisterung von Entdeckern! Der Eintritt zur Veranstaltung beträgt 18 Euro. Die Gelder kommen dem Projekt zugute. Tickets gibt es online:

https://kulturrevier-harz.reservix.de/p/reservix/event/1755988

The Hidden River Project
mit Stefan Schandelle
am 20. November 2021
um 19 Uhr im Werk3
38877 Benneckenstein
Richard-Adam-Str. 3a
Eintritt: 18 Euro
Veranstalter: KULTURREVIER HARZ e. V.

Bildquelle: The Hidden River Project
Bildquelle: The Hidden River Project

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