//
Archiv

Michael Reinboth

Schatzmeister und Vorstandsmitglied des Vereins "Wir Walkenrieder e.V."
Michael Reinboth hat geschrieben 600 Beiträge für Walkenrieder Nachrichten

Gebrauchter Multicar wird den Fuhrpark der „Walkenrieder“ ergänzen

Nein, wir sind nicht größenwahnsinnig geworden. Und wir haben auch nicht vor, leichtfertig Vereinsvermögen zu riskieren. Dennoch werden wir in den nächsten Tagen einen nicht unbedeutenden Betrag für die Anschaffung eines gebrauchten, jedoch gut gepflegten „Multicar“ einsetzen. Das Fahrzeug wird uns damit bereits für die anstehenden Frühjahrs- und Sommerarbeiten zur Verfügung stehen. Für die Beschaffung gibt es mehrere gute Gründe:

  1. Der Arbeitsumfang ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen und erstreckt sich nicht mehr nur auf den Ort, sondern auch auf dessen Umgebung.
  2. Der Einsatz privater Kfz für Transporte aller Art ist mit einigen Risiken verbunden. So ist das jeweilige Fahrzeug beim Einsatz gegen Eigenschäden nicht versichert. Wir hatten bereits einige Schadensfälle, bei denen der Eigentümer auf dem Schaden sitzengeblieben ist. Unter diesen Umständen ist die Bereitschaft zum Einsatz des eigenen Pkw zwar immer noch vorhanden, es gehört aber auch zu den Aufgaben des Vorstandes, den Mitgliedern derartige Risiken zu ersparen.
  3. Private Pkw kommen nicht überall hin. Der Multicar mit 2 x 6 Gängen tut es. Er könnte sogar die Steigungen im Himmelreich meistern.
  4. Unseren Anhänger kann er auch ziehen. Wenn wir für diesen noch eine Lösung für das Auf- und Abladen des Aufsitzmähers finden, können wir diesen von Fläche zu Fläche transportieren, ohne öffentliche Straßen mit ihm befahren zu müssen.
  5. An den Multicar lassen sich einige Geräte gut anschließen, man könnte mit ihm auch Schnee räumen oder mit einem Schild Wege etwas glattziehen.
  6. Der Multicar ist ein Kipper, man kann mithin Kies, Sand u.a.m. gut transportieren und abladen.
  7. Auch beim Auf- und Abbau von Kloster- und Weihnachtsmarkt kann das Fahrzeug gute Dienste leisten.

Wir haben in den letzten Jahren gut gewirtschaftet und uns – auch dank einiger Spender und Sponsoren – ein Polster geschaffen, welches die Beschaffung nun ermöglicht, ohne andere Arbeitsbereiche zu gefährden. Alle vorhandenen Geräte und Fahrzeuge können uneingeschränkt weiter genutzt und gewartet bzw. repariert werden. Auch unsere „Standardaufgaben“ können wir voll erbringen. Auf der anderen Seite: Die „Walkenrieder“ sind kein Sparverein, sondern sollen sich und ihren Fuhr- und Gerätepark zum Nutzen des Ortes einbringen.

Ein letzter Aspekt soll nicht unerwähnt bleiben. Unsere aktive Mannschaft wird jedes Jahr ein wenig älter. Die Erleichterung der Arbeit mittels Einsatz von Fahrzeugen und Geräten ist daher angezeigt, um die Arbeitskraft aller noch über einen längeren Zeitraum zu erhalten.

Alternativen haben wir im Vorfeld geprüft. Neben dem – riskanten, siehe oben – Einsatz privater Pkw wäre die Anmietung eines Fahrzeugs für jeden Einsatz möglich, ist aber sehr umständlich. Man muss es im Vorfeld anmelden, und dann kommt schlechtes Wetter dazwischen. Das eigene Fahrzeug kann spontan genutzt werden, wenn die Witterung es erlaubt. Die andere Alternative ist die des Hand- und Muskeleinsatzes (Schubkarre usw.). Den wird es ohnehin weiter geben, aber das durchschnittliche Alter unserer Mitglieder lässt technische Unterstützung einfach sinnvoll erscheinen.

Neben der Beschaffung geht es naturgemäß noch um zwei weitere Punkte. Zum einen um die laufenden Kosten für Steuern und Versicherung. Hier sind wir dabei, die für den Verein kostengünstigsten Varianten herauszusuchen und zu nutzen. Eine Anfrage beim Harzklub-Hauptverein läuft, eine weitere bei der Gemeinde. Die Unimog-Versicherung bietet sehr günstige Tarife an. Außerdem prüfen wir, ob die Zulassung nur in den Sommermonaten etwas bringt. Ferner geht es um eine gesicherte Unterstellung. Hier deutet sich eine Lösung bei der Gemeinde Walkenried an, die über eine freie Garage verfügt. Es wäre dann sinnvoll, auch den Anhänger dort unterzubringen. Um die Kosten im Griff zu behalten, wird von Anfang an ein Fahrtenbuch angelegt werden. Es versteht sich aber eigentlich von selbst, dass es die berühmten „Vorfindeschäden“ in unserem Verein nicht geben sollte.

Wir sind davon überzeugt, dass es uns das neue Fahrzeug ermöglichen wird, noch effektiver und gezielter die Ziele des Vereins zu erreichen.

Natürlich ist die Anschaffung trotz aller Vorkehrungen und Reserven für unseren Verein immer noch ein Kraftakt. Insoweit würden wir uns sehr freuen, wenn die Kosten auch dieser Beschaffung durch Spenden und Sponsoring etwas „gedeckelt“ werden könnten. Je mehr dies der Fall ist, desto mehr können wir für andere Zwecke aufbringen.

Mit der Beschaffung und dem Einsatz des Multicar machen wir einen weiteren Schritt hin zu einem umfassend für unseren Klosterort tätigen Dorfverein. Und genau dies ist unser Sinn und Zweck. Einen erfolgreichen Verein erkennt man auch daran, dass er etwas „macht“ und in Bewegung bleibt.

Für Rückfragen stehen Ihnen die Mitglieder des Vorstandes sehr gern zur Verfügung, in finanziellen Fragen der Vorsitzende. Was die technischen Aspekte betrifft, so ist Bernd Zintl auskunftsfähig. Er hat das Fahrzeug, welches im sehr lebhaften Markt für Kleintransporter nachgerade ein Schnäppchen ist, aufgestöbert und ist damit auch schon Probe gefahren.

Advertisements

Frühzug von Walkenried nach Göttingen ab Dezember 2018 geplant

(Pressemitteilung der Initiative „Höchste Eisenbahn für den Südharz“)

Der lang gehegte und von vielen Seiten unterstützte Wunsch nach einer frühen Zugverbindung von Walkenried nach Göttingen könnte doch noch in Erfüllung gehen. Die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) jedenfalls sieht diesen Zug in ihrer Bestellung ab Dezember 2018 vor. Demnach würde er um 5.03 in Walkenried, um 5.08 in Bad Sachsa und um 5.19 in Bad Lauterberg-Barbis abfahren und ab Herzberg um 5.26 in der Fahrlage des heute schon bestehenden Zuges nach Göttingen verkehren, wo er um 6.10 Uhr ankommt. In Herzberg bestünde um 5.34 ein guter Anschluss nach Osterode – Seesen – Braunschweig (Ankunft 6.50) und in Northeim ein Anschluss um 6.00 Uhr an den ersten IC nach Hannover (Ankunft 7.00) und Hamburg.

„Wir freuen uns, dass die LNVG auf die auch von uns seit Jahren erhobene Forderung eingeht und den Zug bestellt. Freilich ist es in hohem Maße bedauerlich, dass sich der Aufgabenträger NVS in Thüringen weiter beharrlich weigert, Verbesserungen zwischen Nordhausen und Ellrich umzusetzen. So kommen erst die Fahrgäste ab Walkenried in den Genuss der frühen Verbindung, obwohl dies natürlich auch für Nordhausen, Niedersachswerfen, Woffleben und Ellrich möglich wäre.“ Sprecher Michael Reinboth von der „Höchsten Eisenbahn“ ist mit „seinem“ Aufgabenträger in Hannover zufrieden. Er sieht im Frühzug eine dringend notwendige Stärkung des ländlichen Raumes. „Ab Dezember wäre es, wenn nichts mehr dazwischen kommt, für Pendler mit Wohnsitz im östlichsten Zipfel des Kreises Göttingen möglich, ihre Arbeits- oder Ausbildungsplätze rechtzeitig zu erreichen. Auch für Geschäftsreisende eröffnen sich hierdurch neue Perspektiven. Jedenfalls gibt es einen Grund weniger, seinen Wohnort in Walkenried oder Bad Sachsa aufzugeben.“ Schon seit Februar haben Osterode und Bad Lauterberg dank des Engagements des Zweckverbandes in Göttingen mittels Bus eine Anbindung an den Frühzug in Herzberg. Nun kommen weitere Orte hinzu. „Langsam werden die P&R-Parkplätze für Pendler in Walkenried und Bad Sachsa knapp. In Walkenried kann man durchaus darüber nachsinnen, ob man nicht einige Stellplätze auf der anderen Seite im Bereich der früheren Güterrampe anlegt…“

Risiko: Deutsche Bahn Netz

Nach den Erfahrungen der letzten Jahre gibt es freilich noch ein Restrisiko. Die Deutsche Bahn Netz muss, damit der Zug rollen kann, ihre Dienstschichten in Walkenried und Scharzfeld etwas verlängern. Schon heute verfügt man dort jedoch über eine äußerst knappe Personaldecke und sucht händeringend Personal für die Stellwerke. „Allerdings“, so Reinboth, „sind die Auswirkungen unseres Zuges im Vergleich zu anderen Maßnahmen wesentlich geringer, da die Strecke bis Ellrich und ab Herzberg sowieso schon besetzt ist. Außerdem wird im Laufe dieses Jahres durch die Umstellungen in Salzgitter-Bad, Seesen und Bad Gandersheim Personal frei, welches entstehende Lücken schließen kann. Dem Zeitplan für die Umstellung auf elektronische Technik freilich hinkt man etwa 10 Jahre hinterher. Das könnte uns noch auf die Füße fallen, ist aber eher unwahrscheinlich.“

Appell: Mitfahren!

Mit dem Frühzug wird eine alte Forderung erfüllt. Ab Dezember gilt es dann allerdings, den neuen Zug auch mit Leben zu erfüllen. Sprich: Je mehr Einsteiger er hat, desto größer stehen die Chancen auf seine dauerhafte Beibehaltung und auch für die Einrichtung später Züge, bei denen sich die LNVG nach wie vor schwer tut und Thüringen in Untätigkeit verharrt. Dem Frühzug fehlt die Kundschaft aus dem Landkreis Nordhausen, wenn sie nicht Walkenried oder Bad Sachsa als Anlaufpunkte nutzt. „Der Frühzug wird einige Jahre angeboten werden, so viel ist klar. Aber irgendwann wird man Bilanz ziehen und schauen, wie viele Leute ihn tatsächlich nutzen – ihn und auch die Zubringerbusse aus Osterode und Bad Lauterberg. Wir wollen noch mehr für unsere Ecke erreichen. Die Anbindung von Bad Sachsa und Walkenried an die in Herzberg endenden Spätzüge ist der nächste Wunsch. Steigende Fahrgast-zahlen sind dabei das beste Argument, welches wir vorbringen können“ so Reinboth abschließend. Er bedankt sich bei allen, die die Forderung immer wieder mit vorgebracht haben, beim ZVSN für seine flankierende Unterstützung und bei der LNVG dafür, dass sie nun über ihren Schatten gesprungen ist.

Problemfall NVS Thüringen

„In Thüringen müssen leider noch sehr viel dickere Bretter gebohrt werden. Dort ist man auf die Achse Eisenach – Erfurt – Jena – Gera fixiert und vergisst, dass Thüringer auch nördlich und südlich davon wohnen. Auch hier gilt es, den ländlichen Raum durch verbesserte ÖPNV-Angebote zu stärken. Gerade der Thüringer Südharz hat dies dringend nötig. Natürlich sind die Züge am Abend zwischen Ellrich und Nordhausen nicht üppig besetzt. Als Argument gegen den Frühzug, der ja schon heute als Leerfahrt  von Nordhausen nach Ellrich verkehrt, kann man dies aber nicht gelten lassen. Wenigstens hier hätten wir ein Entgegenkommen erwartet. Aber natürlich würden auch späte Verbindungen ab Göttingen und ab Nordhausen zur Stärkung des Wohn- und Lebensraums Südharz beitragen“. Vielleicht, so Reinboth, nehmen sich einmal Thüringer Politiker aus der Region Nordhausen dieses Problems an…

Feinste Harzer Spezialitäten

Zugriffsstatistik

  • 196,535 Besucher
Advertisements