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Diese Kategorie enthält 3 Beiträge

Evangelische Kirchgemeinde Walkenried sucht Helfer/innen für Geflüchtete

(von Siglinde Haussecker, ev. Kirchengemeinde Walkenried)

Schwanger aus Syrien geflohen, in der Türkei den kleinen Sohn entbunden, übers Mittelmeer den Weg nach Deutschland gefunden; im Februar ist die kleine Familie schließlich nach Zorge zugewiesen worden. Wie gut, dass Ehrenamtliche die kleine Familie empfangen haben, Kinderwagen und Autositz besorgt, den Tafelladen in Bad Sachsa und den Kirchenladen in Walkenried gezeigt haben, Kontakte zum Kinderarzt gebahnt, Vorhangstangen und Vorhänge besorgt und angebracht, eine syrische Dolmetscherin gefunden haben,…. Die Liste lässt sich noch sehr weit fortsetzen.

Es braucht noch Fahrräder u.a. aber vor allem Menschen, die auch mal Zeit haben, die Kaffeeeinladung der jungen Familie anzunehmen, erste deutsche Worte zu üben, die Mülltrennung in Deutschland zu erklären und einfach zu zeigen: „Ihr seid uns nicht egal! Wir wollen euch nach Kräften das Leben bei und mit uns erleichtern und sind neugierig Euch und Eure Kultur kennenzulernen.“ Sicher können wir vieles voneinander lernen.

Nun werden in den nächsten Wochen weitere Flüchtlinge nach Zorge, Wieda und Walkenried zugewiesen werden und wir brauchen dringend noch mehr Menschen, die unsere neuen Mitbewohner in den ersten Wochen begleiten. Manchmal/oft werden auch mehr als ein paar Wochen daraus, weil Freundschaften und Vertrauen entstanden sind! Auch gelegentliche Hilfen, wie eine Fahrt zum Arzt oder Einladungen und Abholung zum eigenen Verein, werden gebraucht.

Wer sich vorstellen kann, irgendwie zu helfen, der melde sich gerne beim
Evangelischen Pfarramt Walkenried unter 05525/800

oder

bei der Samtgemeinde im Sozialamt
oder in den Kirchengemeinden Wieda und Zorge.

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Kurzbericht vom Gottesdienst am ehemaligen Todesstreifen

(von Pastorin Sabine Wegner aus Liebenrode, Fotos: Klaus Rödiger)

„…wagt euch zu den Ufern, stellt euch gegen den Strom, bricht aus euren Bahnen, vergebt, ohne Zorn …“, so sangen die Obersachswerfer Thüringer und Wiedigshöfer Niedersachsen fröhlich vereint, in einem Gottesdienst am Karsamstag auf dem ehemaligen Todesstreifen der innerdeutschen Grenze. Ostern vor 25 Jahren hatte sich an dieser Stelle der „Eiserne Vorhang“ geöffnet. Den Beginn setzten die Kinder und brachten ein Licht aus der St. Marien Kirche unter Glockengeläut auf den Grenzstreifen.

„Es hat mich tief berührt, an der Stelle einander zu begegnen, an der damals Minenfelder die Menschen trennten“, so ein Gottesdienstbesucher. Das Kreuz auf dem Altar stand für alles Unrecht, für alle Gewalt aber auch für das Vertrauen in die Kraft der Versöhnung. Dass Deutschland hier zusammengewachsen ist, zeigten die Wiedigshöfer und Obersachswerfer mit ihren Gästen. Man kennt sich untereinander und hat viele Bekanntschaften erneuert, die vierzig Jahre getrennt waren. Ein guter Anlass sich miteinander zu freuen und gemeinsam Gott zu danken. „Auf ihn hin zu leben bedeutet, neu beginnen zu können, sich der Verantwortung zu stellen und um Versöhnung zu ringen“, so Pastorin Sabine Wegner.

Wie die Bürgermeister der Gemeinde Hohenstein und der Samtgemeinde Walkenried, Herr Andreas Gerbothe und Herr Dieter Haberlandt, übereinstimmend feststellten, ist die Entwicklung der Region eine gute innerdeutsche Erfolgsgeschichte. Im Anschluss an den Gottesdienst lud die Feuerwehr Obersachswerfen zu einem gemeinsamen traditionellen Osterfeuer ein.

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