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Gedichte

Diese Kategorie enthält 8 Beiträge

Gedanken am Jahresende

Die Zeit eilt, es ist wie immer
vom Erlebten bleibt nur ein Schimmer.
Man denkt zurück an schöne Stunden
an Unbekümmertheit in frohen Runden.
Und war es nur ein liebes Wort,
es wirkt wie ein Edelstein glitzernd fort.
Wie war es in der Natur so schön,
beim Wandern ist so viel zu sehn.
Die Bäume, die Sträucher und die Blüten
Und im Gras und am Himmel die Tiere behüten.
Wichtig ist stets die genutzte Zeit,
für sich selbst, für die Familie weit und breit.
Es ist ständig so in allen Lebenslagen
es gibt Probleme beim Lösen von vielen Fragen.
Die Welt ist für Überraschungen gut,
doch bald ist das Neue schon ein alter Hut.
Die Möglichkeiten und den Sinn erkennen,
nicht leichtfertig ins Unglück rennen.
Ein ehrliches Miteinander sollte sein das Ziel,
bei Lichte besehen kostet das gar nicht viel.
Darum, ihr Lieben in der Weltenweite,
auch hier, rechts und links, an meiner Seite.
Schaut dankbar in die Vergangenheit zurück:
Seid mutig, habt Hoffnung, das ist das Glück.

(ein Gedicht von Karl Helbing Senior aus dem Jahr 1993, wiederentdeckt von Meike Helbing)

Brunnenhaus

Das Brunnenhaus des Klosters Walkenried – gezeichnet um 1950 von Karl Helbing.

„Verblasst“ (von Meike Bestert)

In meiner Erinnerung verblasst alles
Die Konturen verschwimmen
Zeiten, Gefühle und Erinnerungen
War alles wirklich so?
Hat sich alles tatsächlich so angefühlt?
Was wäre gewesen wenn?
Wenn ich etwas anders gemacht hätte?
Fragen, auf die es keine Antwort gibt
Blass werden die Gesichter und Stimmen
Gerüche und Farben ändern sich
Manche Erinnerung packe ich in ein Paket
Und schnüre es zu
Diese möchte ich nie wieder öffnen
Manche schaue ich mir immer wieder
Gerne an
Nichts wird so bleiben
Viel werde ich vergessen können und müssen
Verblassen werden leider auch die schönen Erinnerungen
Verblassen und ausgebeblichen wie ein altes Foto
sie bleibt zurück, die Erinnerung an die Vergangenheit.
Farbenfroh und hell dagegen soll die Zukunft sein!

(vielen Dank an Meike Bestert, die dieses Gedicht für die “Walkenrieder Nachrichten” beisteuerte)

„Was wäre gewesen wenn!?“ (von Meike Bestert)

Was wäre gewesen wenn!?
Rot, oder blau – nach rechts oder links!?

Was wäre gewesen wenn!?
Grün oder gelb – nach oben oder unten?!

Was wäre gewesen wenn?!
Weiß oder schwarz – hinten oder vorne?!

Was wäre gewesen wenn?!
Leise oder laut – sagen oder schweigen!?

Was wäre gewesen wenn!?
Lachen oder weinen – weglaufen oder bleiben!?

Was wäre gewesen wenn?!
Hinschauen oder ignorieren – verzeihen oder beschuldigen?!

Was wäre gewesen wenn!?
Ein Leben – Viele Entscheidungen.

Kein Film kein Zurückspulen, keine zweite Chance.
Was immer man tut, es bleibt einzigartig.

Nimm es wie es kommt, überdenke Deine Entscheidung, bevor
Du handelst.
Es bleibt wie es ist.
Was wäre gewesen wenn!?
Wie oft willst Du Dich das fragen??????

(vielen Dank an Meike Bestert, die dieses Gedicht für die “Walkenrieder Nachrichten” beisteuerte)

„Mittagsstille im Garten“ (von Anna Gast)

Ruhig ist’s am heißen Sommertag im Garten in der Mittagszeit.
Kein Mensch ist zu sehen oder hören, weit und breit.
Hin und wieder zwitschert ein Vogel leise,
Kohlweißlinge ziehen ihre Kreise,
um die Blumen und Gemüse fliegen sie bis hin zur Wiese.
Nicht mal ein Lüftchen weht, still ist’s,
dass jedes Blatt am Baume steht.
Rosen und viele Blumen blühen in dieser Zeit –
Ach, wie bald, dann ist der Sommer weit.
Dann geht die schöne Jahreszeit dem Ende zu –
Was, sinne ich nur in meiner Mittagsruh?
Halten möchte ich diese Stunden im Garten –
an den Regentagen konnte man sie kaum erwarten.
Meine Augen von Blume zu Blume schweifen,
bis hin zu den Obstbäumen, an denen die Früchte reifen.
Wie herrlich beschert uns das die Natur –
Immer weiter läuft daher unsere Lebensuhr.

(vielen Dank an Meike Bestert, die dieses Gedicht ihrer Großtante Anna Gast aus dem Jahr 1984 einsandte)

„Aufregung“ (von Meike Bestert)

Wie soll ich es sagen?!
– Buchstabensalat
Nichts will gelingen
Nichts ergibt einen Sinn
– Tief durchatmen
Gedanken wirbeln durcheinander
Der Kopf wie in Watte gepackt
Das dumme Augenlied zuckt
Der Mund ist trocken
Das Herz klopft so laut
Die Angst fließt durch alle Poren
Und der Puls rast
Aufregung pur
– Dann ist es vorbei
Geschafft,
warum war ich denn nur so aufgeregt!?

(vielen Dank an Meike Bestert, die dieses Gedicht für die “Walkenrieder Nachrichten” beisteuerte)

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