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Siegrid Hofer bringt die Stars nach Walkenried: Stimmen der Berge, Wien zu Gast im Südharz und das 4. Alpenländische Adventskonzert

Dank Siegrid Hofer dürfen sich Harzer Freunde der Volksmusik auch in diesem Jahr wieder auf drei hochkarätige Veranstaltungen freuen – die „Stimmen der Berge“ am 4. Juni, „Wien zu Gast in Walkenried“ am 12. Oktober und natürlich das 4. Alpenländische Adventskonzert am 2. Dezember. Alle drei Veranstaltungen finden wie auch schon in den Vorjahren im Walkenrieder Freizeitzentrum statt – und Karten können (ebenfalls wie gewohnt) im Geschäft von Susanne Trute erworben werden.

Stimmen der Berge

Wien zu Gast im Südharz

4. Alpenländisches Adventskonzert

So, 19. Juni, Zorge im Südharz: 175 Jahre Lokomotivbau im Harz

(von Rainer Dittmann)

Es ist zwar schon ein Weile her, aber stolz sind die Zorger eigentlich immer noch darauf: In ihrem kleinen idyllisch im Südharz gelegen Erholungsort wurden vor 175 Jahren einige der ersten Lokomotiven Deutschlands überhaupt gebaut.

Der Förderkreis des Heimatmuseums in Zorge wird mit einer Sonderausstellung an dieses Ereignis erinnern. Eröffnet wird die Ausstellung mit Bildern, Plänen, Zeichnungen und Modellen am Sonntag, den 18. Juni um 15:00 Uhr mit einer Sonderveranstaltung im Lesesaal des Zacharias-Koch-Hauses (Gebäude des Heimatmuseums, Am Kurpark 4). Der Heimatforscher Manfred Dittmann (derzeit Bad Kohlgrub) wird sein neues Buch zum Thema vorstellen und die spannende Geschichte der Entstehung erläutern. Abgerundet wird der Nachmittag mit Vorführungen von Real-Steam-Modellen des begnadeten Modellbauers Hartmut Ludwig aus Bad Lauterberg. Selbstverständlich wird auch Kaffee und Kuchen gereicht.

Die Lokomotive „Zorge“ war wie die fünf folgenden Maschinen bei den Braunschweigischen und Hannoverschen Staatsbahnen eingesetzt. Sie war das Ergebnis einer erfolgreichen Industriespionage, würde man heute sagen. Ihr Vorbild war eine englische Sharp, die in Einzelteilen zerlegt auf Umwegen in den Südharz geschmuggelt wurde. Der erste Einsatz erfolgte auf der einzigen 1842 im damaligen Land Braunschweig vorhandenen Strecke von der Hauptstadt Braunschweig über Vienenburg nach Neustadt, dem heutigen Bad Harzburg. Sehr ungünstig war jedoch, das Zorge selbst gar keinen Bahnanschluss hatte (der kam erst 1907) und die Lokomotiven von bis zu 20 Pferden mehr als 40 Kilometer über den Torfhausberg (8oo Meter hoch gelegen) oder um den Harz herum über Seesen (100 Kilometer) zum nächsten Eisenbahngleis gezogen werden mussten. Es verwundert nicht, dass sich die sehr erfolgreich begonnene Produktion aus wirtschaftlichen Gründen bald auf die Herstellung anderer, etwas leichter zu transportierenden Gütern verlagerte; u. a. auf Lokomotiv-Tender, Dampfkessel, Eisenbahnzubehör und z. B. Druckerpressen. Die heutigen Harzguss-Werke in Unterzorge – ein Automobil-Zulieferer – sind ein direkter Nachfolger der ehemaligen Zorger Lokomotiv- und Maschinenfabrik.

Modell einer Tenderlok mit Stehkessel

2. Modell einer Tenderlok mit Stehkessel, eingesetzt u.a. bei der berühmten Erzstufenbahn von Blankenburg/Harz..