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Neue Internetplattform HEDI informiert auch auf Ukrainisch zu Schwangerschaft und Geburt

(Pressemitteilung des Amts für regionale Landesentwicklung Braunschweig)

Das neue digitale Angebot HEDI vernetzt Schwangere und junge Eltern mit Hebammen, Gynäkolog*innen, Kinderärzt*innen und sozialen Anlaufstellen in Südniedersachsen. Die kostenlose mobil optimierte Web-Plattform beantwortet wichtige Fragen rund um Schwangerschaft und Geburt in mehr als 160 Artikeln und bietet 300 relevante Kontakte in Südniedersachsen an. Neben Deutsch, Englisch, Französisch und stehen die Informationen ab sofort auch auf Ukrainisch zur Verfügung.

„Schwangerschaft und Geburt sind herausragende Ereignisse für Eltern und Familien. Neben der Vorfreude gibt es in dieser Phase aber auch viele Fragen und Unsicherheiten. Ich freue mich sehr, dass HEDI das Informationsbedürfnis von Frauen und jungen Familien umfassend abdeckt. Gerade für werdende Mütter und junge Familien, die jetzt aus der Ukraine zu uns kommen und weder die Region noch unsere Sprache kennen, ist das Angebot eine wertvolle Orientierungshilfe“, so Dr. Ulrike Witt, Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung Braunschweig.

HEDI ist ein Kooperationsprojekt der Gesundheitsregion Göttingen/Südniedersachsen. Auf Befürwortung des Kommunalen Steuerungsausschusses Braunschweig wurde das Projekt im Rahmen des Förderprogramms „Soziale Innovation“ durch das Land Niedersachsen und die Europäische Union (ESF) gefördert. Die Plattform HEDI wird weiterentwickelt und soll zukünftig auch Informationen und Kontaktadressen aus weiteren Landkreisen und Regionen anbieten.

Weitere Informationen finden Sie unter hedi.app

HEDI bündelt die wichtigsten Informationen rund um Schwangerschaft und Geburt © Karo Oh

Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) übernimmt Landarztpraxis in Walkenried

Der Allgemeinarzt Rolf A. Brokate übergibt seine langjährig geführte Landarztpraxis in Walkenried zum 01.04.2022 an das MVZ PRIMEDUS Bad Lauterberg, um auf diese Weise den Fortbestand der hausärztlichen Versorgung vor Ort auf lange Sicht zu sichern. Das MVZ PRIMEDUS Bad Lauterberg mit allgemeinmedizinischem und gynäkologischem Schwerpunkt gehört zur ärztlich geführten PRIMEDUS Schwerpunkt Diabetologie GmbH, die außerdem das MVZ PRIMEDUS Schwerpunkt Diabetologie GmbH an den Standorten Bad Lauterberg und Osterode innehat.

Zunächst betreut Herr Brokate als angestellter Arzt des MVZ PRIMEDUS Bad Lauterberg am Standort Walkenried wie bisher seine Patienten und Patientinnen. Das ihn unterstützende Praxisteam besteht aus bisherigen und neuen Mitarbeiterinnen. Zudem erhält das Team in Walkenried Unterstützung aus Bad Lauterberg. Für die Zukunft ist ein Ausbau der ärztlichen Betreuung im ländlichen Umkreis durch das Angebot von Telemedizin sowie der Delegation ärztlicher Aufgaben wie beispielsweise Hausbesuche an speziell ausgebildete Nichtärztliche PraxisassistentInnen geplant.

Nach einer kurzen Schließung zur Übergabe ist die Praxis ab 06.04.2022 wieder geöffnet. Die neuen Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 8 Uhr – 12 Uhr sowie Montag und Donnerstag von 15.30 Uhr – 18.00 Uhr. Termine können wie bisher telefonisch unter 05525/96770 vereinbart werden. Außerdem ist die Praxis per E-Mail an kontakt.walkenried@primedus-sd.de erreichbar.

Hohe Beteiligung am Walkenrieder Umwelttag hilft auch den Ukraine-Flüchtlingen

„Alles in allem haben rund 130 Bürgerinnen und Bürger beim Walkenrieder Umwelttag mitgemischt. Das sind gemäß dem Gelübde, pro Teilnehmer 5 Euro für die örtliche Ukraine-Hilfe zu spenden, schon mal 650 Euro hierfür. Mir wurden aber von allen Seiten auch noch Scheine zugesteckt, die Praxis Pape-Gehrken brachte 200 Euro vorbei, so dass wir bei knapp 1.100 Euro als Fonds für die in Walkenried untergekommenen Flüchtlinge landen. Ein schöner Erfolg, für dessen Zustandekommen der Ortsrat sich bei allen Walkenriederinnen und Walkenriedern herzlich bedankt.“

Die Mittel, so Ortsbürgermeister Michael Reinboth, werden im Benehmen mit Bürgermeister Lars Deiters und bereits tätigen Gruppen wie dem „Netzwerk Ukraine“ zeitnah und zielgerichtet eingesetzt werden.

Das mit Steffen Blau und Horst Facius bemannte Gemeindefahrzeug musste mehrere Runden drehen, um den gesammelten Müll abzutransportieren. Die Menge konnte aber nur mittels Einsatz privater Transportmittel bewältigt werden.

Nicht nur das Fahrzeug der Gemeinde, sondern auch die „Arbeitsgruppe Mehlhorn“ war mit mehreren Rundfahrten zwecks Zusammenführung der gesammelten Müllbeutel beschäftigt. „Wenn es denn nur der Kleinmüll gewesen wäre – von wegen. Möbel, ganze Laminatböden nahe des Priorteichs und Berge von Müll entlang der Straßengräben und Parkplätze zeigen das ganze Ausmaß der Gedanken- und Rücksichtslosigkeit, mit der unsere Umwelt behandelt wird. Allen Helfern, die ja auch privates Gerät eingesetzt haben, sei auch an dieser Stelle noch einmal herzlich gedankt.“

Ein zusätzlicher Schwerpunkt war in diesem Jahr der Geiersberg (besonderer Bericht). Deswegen wurden aber die anderen, sattsam bekannten Bereiche nicht vernachlässigt. Während der Müll auf den klassischen Wanderwegen kein wirkliches Problem mehr darstellt, nehmen die Probleme bei Straßengräben, Parkplätzen, Lkw-Stellplätzen im und rund um den Ort immer mehr zu. Es bedarf schon einer großen Verbundenheit mit dem Heimatort, um hier die Handschuhe überzustreifen und den Müll anderer Leute wegzuräumen, denn diese bringen ja morgen wieder neuen hin.

Von Plastikdachrinnen bis Stacheldrahtrollen fehlte auf dem Anhänger von Stefan Mehlhorn eigentlich nichts. So weit, so gut – aber irgendwelche Menschen haben das alles zuvor in der Natur entsorgt.

Um Verständnis bittet Michael Reinboth bei allen, die beim abschließenden „Catering“ etwas zu kurz gekommen sind. „Wir mussten einerseits coronabedingt sehr kurzfristig umstellen und hatten andererseits zwar auf viel Zuspruch gehofft. Dieser übertraf unsere Erwartungen erfreulich deutlich. Beim nächsten Umwelttag haben wir Corona hoffentlich endgültig überwunden, dann wird auch wieder gegrillt werden“ verspricht er.

Walkenrieder Interesse am Geiersberg ist ungebrochen

Bürgermeister und Ortsrat hatten aufgerufen, und viele kamen. So viele, dass am Ende die belegten Brötchen knapp wurden. Fast 100 Walkenrieder Bürgerinnen und Bürger bewiesen mit ihrem Kommen und ihrem stundenlangen Wirken, dass das Interesse an dem mitten im Ort liegenden Aussichtsberg ungebrochen ist und man den Geiersberg als vielfältig nutzbaren Park erhalten möchte. Dem Aufräumtag wird sich alsbald eine Bürgerversammlung anschließen, bei der der VNK, seit Gründung am Walkenrieder Hausberg interessiert, seine Pläne vorstellen will. Im Herbst sind dann weitere Mäh-und Rodungsarbeiten sowie Pflanzungen vorgesehen.

Jörg Köttner vom VNK und Helfer schaffen Ordnung rund um den Grillplatz.

Erstmals seit vielen Jahren konnten alle Wiesenflächen dank des Einsatzes von Jan Hanke vollständig abgemäht werden. Viele Hände räumten nicht nur Müll, sondern enorme Mengen an Holz auf. Eltern und Kinder engagierten sich am Spielplatz, bevor sich am Ende alle zu einem Getränk und Gesprächen am Grillplatz zusammenfanden, der freilich bei näherem Hinsehen auch einer grundlegenden Restaurierung bedürfte. Allen ist bewusst, dass es ein Zurück zum früheren Zustand mit „Heimat“- und „Begrüßungsabenden“ nicht mehr geben kann, aber niemand ist mit dem gegenwärtigen Schwebezustand so recht zufrieden. Die Umgestaltung zu einem „Klimapark“ mit Gehölzen, die der zukünftigen Wärme und längeren Trockenperioden standhalten, ist Teil der Überlegungen. Ohne das Einwerben von Fördermitteln, zum Beispiel aus dem „Leader“-Projekt ist hierfür unerlässlich.

„100 Leute auf den Berg, die alle mit anpacken – was kann es denn noch an überzeugenderen Argumenten geben? Hier haben wir ein Objekt und ein Vorhaben, welches auf breiteste Unterstützung stößt und vielfältigsten Interessen gerecht wird“ erklärt Ortsbürgermeister Michael Reinboth, der sich aber noch über etwas anderes sehr freut: „Am heutigen Tage haben alle Vereine und Gruppen, die am Geiersberg Interesse haben, gezeigt, dass sie in der Lage sind, gut zusammenzuarbeiten. Das war nicht immer so, aber nun geht es voran.“

Während Jan Hanke beim Bearbeiten der Wiesenflächen zur Freude der Kinder reichlich Staub aufwirbelte, waren diese und ihre Eltern beim Aufräumen des Spielplatzes aktiv.
Die Saison ist wieder eröffnet. Nacharbeiten wie der Ersatz der Basketballnetze werden noch folgen.

In Zorge gibt es jetzt eine Heilkräuterschule

Neu-Zorger

Vor etwa 10 Jahren hat Jordan in Runkel an der Lahn seine Heilkräuterschule gegründet und schon über 40 StudentInnen unterrichtet. Nun hat es ihn in den Harz gezogen, genauer gesagt, nach Zorge. Und hier macht er nun auch mit seiner Heilkräuterschule weiter: Ausbildungen zu HeilkräuterpädagogInnen und HeilkräuterexpertInnen in Form von Jahres-Kursen im Bereich der traditionellen europäischen Heilpflanzenkunde (TEH) und Tages-Exkursionen in die Harzer Wildkräuterwiesen.

Holger Jordan kennt sich mit Heilpflanzen bestens aus, kennt ihre Wirkungen und bietet auch Exkursionen durch die Welt der Kräuter an.

Holger Jordan kennt sich mit Gewächsen aus – vom duftenden Mädesüß bis zum giftigen Schierling.  Hauptsache, man kann die Pflanzen eindeutig bestimmen, sagt der Fachmann für pflanzliche Inhaltsstoffe. Melisse, Lavendel, Thymian und Dost – wer diese Kräuter in seinem Garten wachsen lässt, der hat schon mal eine gute Heilkraut-Basis, sagt Holger Jordan. Wer sich zudem ausgewogen ernährt, das Immunsystem stimuliert und auch sonst nicht über die Stränge schlägt, dessen Mikrobiom, also die Gesamtheit der Mikroorganismen im Menschen, „kann gut leben“, erklärt Jordan.

Er muss es wissen. Holger Jordan, ein drahtiger Mittsechziger mit langem schwarzen Pferdeschwanz, trägt den Titel Magister Botanicus: Meister der Pflanzenkunde. Er befasst sich seit vielen Jahren mit Pflanzen und Sträuchern, kann deren Inhaltsstoffe benennen und weiß, wie sie wirken. Um es gleich vorwegzunehmen: Jordan ist kein Müsli-Missionar, kein Vegetarier und keiner, der chemische Substanzen ablehnt. Er beschäftigt sich nur sehr intensiv mit allem, was um ihn herum wächst. Wie sinnvoll das ist, habe er bei seiner Großmutter gelernt, berichtet er. Die hatte einen Schrebergarten, versorgte die Familie mit Obst, Gemüse und eben mit Kräutern.

Studium drangehängt 

Dabei nannte sie nicht nur die Namen der Pflanzen, sondern auch deren Verwendung. Das faszinierte den Jungen. Doch statt Botanik zu studieren, entschied er sich zunächst für eine Ausbildung zum Biologielaboranten. Das Studium der Molekularbiologie hängte der Mann, der in Frankfurt bis 2020 als diplomierter Biomedizintechniker an der Goethe-Universität arbeitete, später an. Die Leidenschaft für Kräuter und Heilpflanzen blieb. Immer wieder habe er sich Fachbücher angeschafft und wusste bald so viel über Kräuterkunde, dass ihn eine Freundin vor mehr als 20 Jahren zum Magister Botanicus ernannte.

Naturschutzgebiet Steinberg / Steinkirche bei Scharzfeld

Das spornte Jordan weiter an. Er erweiterte seine Kenntnisse, um Inhaltsstoffe und Anwendungsgebiete bestimmen zu können und um herauszufinden: „Wie ist das physiologisch? Wie verhalten sich die Wirkstoffe im Körper?“ Anschauungsmaterial war stets reichlich vorhanden, sagt Jordan. Von Pflanzen sei er schließlich beinahe immer und überall umgeben. Man müsse nur mit wachen Sinnen durch die Natur streifen. Das tat er. Er spazierte durchs Grüne und sah etwa den nach Marzipan riechenden Mädesüß, der seinen Namen nicht etwa trägt, weil süße Mädchen unter Umständen nach Marzipan duften. Vielmehr dienen die darin enthaltenen Bitterstoffe dazu, den Met zu bittern, erläutert Jordan sachlich, mengt aber noch eine Erklärung bei: Im Mädesüß steckt der Wirkstoff Salicin, eine ähnliche Substanz, die auch in Aspirin enthalten ist.

Für den Fall, dass man zu viel des gebitterten Met´s trinken würde, hätte man also bereits ein linderndes Schmerzmittel zu sich genommen, erklärt der Magister Botanicus, der Meister und Besitzer eines ca. ein Hektar großen Pflanzenparadieses mit Mädesüß und Brennnesselplantage. Brennnesseln etwa seien übrigens besonders gesund wegen ihrer Mineralstoffe und dem Vitamin-C-Gehalt, der höher ist, als der von Zitrusfrüchten.

Giftpflanzen erkennen!

Und dann gibt es selbstverständlich auch zahlreiche Giftpflanzen, die man kennen muss.  Nachtschattengewächse etwa oder den Schierling, den tödlich giftigen blauen Eisenhut und den roten Fingerhut. Grundsätzlich müsse man sich aber darüber im Klaren sein, dass auch die Wirkstoffe aller bekömmlichen, wohltuenden Kräuter Nebenwirkungen entfalten können, betont der Experte. „Wirkungen ohne Nebenwirkungen gibt es nicht.“

Er behandelt nicht 

Und diese Pflanzen-Wirkstoffe können sich verändern, wenn sich die Pflanzen verändern, wodurch die chemische Produktion von Heilmitteln eventuell die sichere Variante sei, weil hier die Dosierung und Zusammensetzung der Bestandteile und Wirkstoffe stets gleich ist, erläutert der Biologe.  Das ist denn auch eine der Erkenntnisse, die er in seinen Kursen für Heilkräuterstudenten weitergibt. 11 Monate lang doziert er, leitet Exkursionen durch die Welt der Kräuter und lässt die Teilnehmer seines Heilkräuter-Kurses schließlich ein Heilpflanzen-Diplom ablegen.

Klar ist aber, dass die StudentInnen dadurch keine Mediziner geworden sind. Behandlungen dürfen sie ebenso wenig durchführen wie ihr Magister Botanicus. Der bemüht sich indes, seinen SchülerInnen einen Überblick zu vermitteln und gleichzeitig dessen Grenzen aufzuzeigen. Denn trotz ausführlichstem Erkunden der Pflanzen kann man nicht alles wissen, betont Jordan. Deshalb sollte man im Zweifelsfall Vorsicht walten lassen und eine „Kräuterteemischung“ lieber in der Apotheke kaufen, als sie sich selbst zusammenzustellen. Zudem darf es keinen Zweifel daran geben, dass bei schweren Erkrankungen die Heilkräuter allenfalls ergänzend eingesetzt werden können. Bei „Bagatellerkrankungen“ dagegen, so Jordan, dürfe man sich auf die Wirkung von Heilkräutern verlassen.

Wer sich über das Ausbildungsangebot der Heilkräuterschule informieren möchte, dem empfiehlt Jordan einen Besuch seiner Website (http://www.magister-botanicus-heilkraeuterschule.de/de/)

Dipl.-Ing (FH), MSc Holger Jordan

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