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Wir Walkenrieder

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„Runder Tisch Priorteich“ brachte erste Ergebnisse

Am 1. Februar kamen auf Anregung des Vorsitzenden des Vereins „Wir Walkenrieder“, Michael Reinboth, die am Thema Priorteich interessierten Gruppen mit Vertretern der Niedersächsischen Landesforsten, darunter Forstamtsleiter Dr. Köhler, und der Gemeinde Walkenried mit Bürgermeister Haberlandt und Ortsbürgermeister Eggert zusammen, um über die Zukunft des bekanntesten und größten Walkenrieder Angel- und Badegewässers zu diskutieren. Um den Priorteich steht es, wie viele Besucher und Spaziergänger seit Jahren feststellen, nicht gut. Das Tausendblatt, eine dort schon immer heimische Pflanze, breitet sich aufgrund des Klimawandels, der milden und frostarmen Winter und der fehlenden oder nur kurzzeitig vorhandenen Eisdecke sowie des Eintrags von immer mehr Biomasse in Form von Schilf ständig aus und beeinträchtigt sowohl den Bade- wie den Angelbetrieb.

Das in sachlicher und konstruktiver Atmosphäre verlaufende Gespräch brachte neben der eindeutigen Willensbekundung von Forst, Gemeinde, Angelsportverein, DLRG und „Walkenriedern“, den Priorteich dauerhaft als Bade- und Angelgewässer zu erhalten, auch bereits konkrete Ergebnisse. Die Landesforsten werden einen mit den Naturschutzbehörden abgestimmten Plan entwickeln, der eine Entschlammung des Teichs und einen angemessenen Schilfrückschnitt sowie ein behutsames Zurückdrängen des Tausengüldenkrauts ermöglicht, und sich um die Finanzierung dieser Maßnahme kümmern. Sobald der Plan vorliegt, wird er zunächst wieder am „RundenTisch“ vorgestellt, um ihn bestmöglich mit dem Bade- und Fischereibetrieb zu verzahnen. Ziel ist es, die Aktion spätestens 2019 durchzuführen.

Da bis dahin noch etwas Zeit vergehen wird, haben die „Walkenrieder“ die Aufgabe übernommen, sich um den Rückschnitt des Krautes in der Badezone mittels eines Mähbootes zu kümmern und die Kosten hierfür zu ermitteln. Auch der Abtransport des Mähguts und dessen Lagerung müssen organisiert werden. Die Alternative hierzu, die Beschaffung eines eigenen Mähbootes, wurde als nicht finanzierbar verworfen, jedoch setzen die „Walkenrieder“ auf den Gemeinsinn der Ortsbewohner und hoffen, dass die übergangsweise mindestens einmal jährlich erforderliche Maßnahme mittels Spenden und durch aktive Mithilfe bewältigt werden kann. DLRG und Sportfischereiverein haben ihre Unterstützung zugesichert. Die Gemeinde Walkenried wiederum wird die Umwandlung des Priorteichs in eine „offene Badestelle“ vorantreiben, wobei nach Möglichkeit so wenig wie möglich verändert werden soll. Das schließt den Kioskbetrieb mit ein, wenngleich hier häufige Einbrüche den Erhalt des Gebäudes zunehmend erschweren.

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass der „Runde Tisch“, an dem ohne Vorbehalte offen alle anstehenden Fragen und Lösungsansätze erörtert werden, der richtige Weg ist, um am Priorteich – und vielleicht auch anderswo – voranzukommen. Die Walkenrieder Umgebung gilt inzwischen unter Wissenschaftlern als eine der, wenn nicht die artenreichste Region in Niedersachsen, die es zu bewahren gilt, in der aber auch die seit Jahrzehnten gepflegten Freizeitaktivitäten im bisherigen Umfang fortgeführt werden können, denn diese haben der Artenvielfalt keinen Abbruch getan. Michael Reinboth bedankte sich bei allen Teilnehmern für die rege und sachliche Diskussion und betonte, dass man seitens der Walkenrieder Bevölkerung (aber auch in Bad Sachsa) ein starkes Interesse an diesem Thema hat. Südniedersachsen brauche nicht nur neue Attraktionen, sondern es gälte, die vorhandenen zu erhalten. Hierzu zähle eindeutig der Priorteich, der ebenso zur Vielfalt der Walkenrieder Umgebung beiträgt wie der Bahnhof Stöberhai, eine Vielzahl von Wanderwegen und andere, vermeintlich „kleine“ Dinge.

Anschwimmen

Anschwimmen 2013 im Priorteich Walkenried.

Walkenrieder Weihnachtsmarkt war hervorragend besucht

Sicher spielte das wunderbare Winterwetter eine wesentliche Rolle. Aber das allein kann es nicht gewesen sein. Vielleicht ist es die stimmungsvolle Kulisse des Klosters im Hintergrund, vielleicht ist es das für einen kleinen Ort doch recht schöne und vielfältige Angebot, vielleicht aber auch die Gastfreundschaft der Walkenrieder oder von allem etwas – der Walkenrieder Weihnachtsmarkt 2016 durfte sich jedenfalls über hohe Besucherzahlen sowohl am Samstag als auch am Sonntag freuen. So voll, so waren sich jahrelange Standbetreiber einig, sei es noch nie gewesen.

Alle Stände waren zumeist dicht umlagert, das Kinderkarussell gut besucht, die Lose schnell verkauft. Bei Glühwein und anderen alkoholischen und alkoholfreien Getränken wurden alte Bekanntschaften gepflegt oder Ortsneuigkeiten ausgetauscht. Die beiden von Hans-Joachim Schridde meisterhaft gestalteten und vor dem Stand der „Wir Walkenrieder“ aufgebauten Öfen waren stets dicht umlagert und bildeten einen Schwerpunkt der Geselligkeit, aber auch andere Vereine und Standbetreiber hatten sich einiges einfallen lassen, um die Gäste an sich zu binden.

Der Walkenrieder Weihnachtsmarkt 2016 kann somit als großer Erfolg gewertet werden, denn auch viele Gäste aus nah und fern waren gekommen und werden hoffentlich für den Klosterort Reklame machen. Zu danken ist an dieser Stelle natürlich allen Vereinen und Gewerbetreibenden für die gut bestückten Stände und die Spenden für die Tombola. Nicht vergessen sei aber auch die Vor- und Nacharbeit bei der Gemeinde und vor allem die des Auf- und Abbaus der rund 20 Buden, die weitgehend wieder der Verein „Wir Walkenrieder“ übernommen hat. Anni Schärfe und Fritz Pape sorgten dafür, dass das Auf- und Abbauteam nicht unter Hunger und Durst zu leiden hatte.

Die Walkenrieder Ortsgemeinschaft und das Zusammenspiel der Vereine hat sich wieder einmal bewährt. Alle waren und sind sich einig, dass es den Walkenrieder Weihnachtsmarkt auch 2017 und danach geben soll. Für die Trägerschaft wird sich eine Lösung finden lassen, die den Markt etwas unabhängiger von den kommunalen Finanzen macht. An einem „Alleinstellungsmerkmal“ – neben dem ja einmaligen Kloster – muss noch gebastelt werden. Vielleicht bietet sich ein Walkenrieder Glühweinbecher an, denn die abzuräumenden Müllberge, welche vorrangig aus Styropor-Bechern bestanden, geben doch etwas zu denken.

Auf ein Neues im Jahr 2017!

Weihnachtsmarkt 2015