//
Archiv

Landesentwicklung

Diese Kategorie enthält 3 Beiträge

3,5 Millionen Euro für Projekte finanzschwacher Kommunen in der Region

(Pressemitteilung des Amts für regionale Landesentwicklung Braunschweig)

Finanzschwache Kommunen im Amtsbezirk des Amtes für regionale Landesentwicklung Braunschweig können sich über eine zusätzliche finanzielle Förderung freuen, um ausgewählte zukunftsweisende Projekte anzuschieben, bei denen die erforderliche Kofinanzierung der EU-Mittel aus eigener Kraft nicht erbracht werden kann. Dazu zählen u. a. die Förderung des Breitbandausbaus für schnelle Internetverbindungen in unterversorgten Gebieten des Landkreises Northeim und Landkreises Goslar, der Dorferneuerung Oberg im Landkreis Peine, dem LEADER-Projekt „Lichtensteinhöhle HöhlenErlebnisZentrum“ in Bad Grund und der Einrichtung von Welterbe-Infozentren über das UNESCO-Weltkulturerbe Bergwerk Rammelsberg, die Altstadt von Goslar und der Oberharzer Wasserwirtschaft.

Hintergrund: Der Niedersächsische Landtag hatte mit dem Haushalt 2015 erstmals Mittel bereitgestellt, um Finanzschwache Kommunen bei der Finanzierung von Maßnahmen im Rahmen der Förderung mit Mitteln aus den Europäischen Struktur- und Investitionsfonds (ESI-Fonds) bis zum 31.12.2023 zu unterstützen. Danach können Kommunen mit weit unterdurchschnittlicher Steuereinnahmekraft, die Fördermittel aus dem ESI-Fonds EFRE, ELER oder ESF in Anspruch nehmen, ergänzende Zuweisungen (Kofinanzierungszuweisungen) erhalten. Insgesamt werden so 16 Projektansätze im Amtsbezirk mit rund 3,5 Mio. € unterstützt. Die Projekte lösen ein Investitionsvolumen von rund 18 Mio. € aus. Bei der Bewilligung der Kofinanzierungszuweisungen wirkte das Amt für regionale Landesentwicklung Braunschweig durch die Abgabe von regionalfachlichen Stellungnahmen mit.

HöhlenErlebnisZentrum Bad Grund

Die Lichtensteinhöhle des HöhlenErlebnisZentrum in Bad Grund ist ein Projekt, das durch die Kofinanzierungszuweisungen gefördert wird. (Bildrechte: HöhlenErlebnisZentrum)

„Der Startschuss ist gefallen: Gemeinsam können wir viel erreichen!“

(Pressemitteilung des Amtes für regionale Landesentwicklung Braunschweig)

Regionale Auftaktveranstaltung zur aktuellen EU-Förderperiode 2014-2020 am 23.07.2015 in Braunschweig

Mit Beginn dieses Jahres hat die neue EU-Förderperiode für die Jahre 2014-2020 begonnen. Neu ist: die Mittel der drei großen Förderfonds EFRE, ESF und ELER werden – bundesweit einmalig – strategisch koordiniert und auch zur Erreichung der Ziele der regionalen Landesentwicklung eingesetzt; ein sog. „Multifondsansatz“ entsteht. Die Richtlinien dazu sind zu einem großen Teil bereits in Kraft. Die Grundlagen für kommende Anträge sind geschaffen und werden in den nächsten Wochen und Monaten erwartet.

„Eine gute Werkstatt braucht, um erfolgreich zu sein und sich auf dem Markt zu positionieren, gut ausgebildete, engagierte und motivierte Akteure sowie Ideen und Impulse. Vor alle dem steht aber die Schaffung der notwendigen Rahmenbedingungen.“, hob der Landesbeauftragte des Amtes für regionale Landesentwicklung, Matthias Wunderling-Weilbier, zu Beginn der regionalen Auftaktveranstaltung zur aktuellen EU-Förderperiode 2014-2020 am 23.07.2015 in Braunschweig hervor. Die Schaffung dieser Rahmenbedingungen war eine Aufgabe, der sich die Landesregierung und insbesondere auch die Ämter für regionale Landesentwicklung im vergangenen Jahr und bis heute intensiv gewidmet haben. Das Operationelle Programm wurde erarbeitet und von der Europäischen Kommission genehmigt, die Richtlinien sind weitestgehend aufgestellt und das Amt für regionale Landesentwicklung Braunschweig hat die Regionale Handlungsstrategie für den Amtsbezirk erarbeitet.

Das Ergebnis konnte nun präsentiert werden: gemeinsam mit Vertretern der Staatskanzlei, der Niedersächsischen Fachministerien und der NBank informierte der Landesbeauftragte im Haus der Wissenschaft in Braunschweig über die künftigen Fördermöglichkeiten und ihren Beitrag zur regionalen Landesentwicklung in der Region. Dies geschah in sportlicher Art und Weise: den Veranstaltungstag füllten 126 Folien zu ausgewählten Richtlinien, die von den Vertretern aus den zuständigen Ressorts, der Staatskanzlei und der NBank in angenehmer Atmosphäre den über 200 Veranstaltungsbesuchern präsentiert wurden.

Der Landesbeauftragte betonte den für die Entwicklung der Region Braunschweig, aber auch des Landes, entscheidenden verfassungsrechtlichen Grundsatz, dass zukünftig alle Teilräume des Landes gleichwertige Chancen der eigenständigen und nachhaltigen Entwicklung erhalten sollen. Dieser strategische Grundsatz sei ein überaus wichtiger Grundsatz, der für den Amtsbezirk von Gifhorn im Norden bis Göttingen im Süden nun in der Regionalen Handlungsstrategie Braunschweig wiederzufinden sei. Deutlich wurde dabei: der fondsübergreifende Ansatz wird gelebt. Koordinierung, Vernetzung und die Nutzung von Synergien bilden die Bausteine für eine regionsspezifische Förderung – angelehnt an die Regionale Handlungsstrategie einer jeden Region.

Die Referenten gaben im Rahmen der Veranstaltung einen informativen Überblick über Anliegen, Ziel, Förderempfänger, -bedingungen und – sätze, sowie den jeweiligen Förderbeginn einer jeden vorgestellten Richtlinie. Die NBank informierte über ihr neues Online-Portal, über das künftig Anträge gestellt werden können und Mitarbeiter sowohl der NBank als auch des Amtes für regionale Landesentwicklung Braunschweig – einschließlich des Projektbüros Südniedersachsen – standen während der Veranstaltung für Fragen rund um die neue Förderperiode bereit. Die Themen wurzelten in den unterschiedlichsten Bereichen: Innovationsförderung, Wettbewerbsfähigkeit von KMU, Infrastruktur, Regionalentwicklung, Umwelt, Soziales und Bildung. Die Einhaltung sog. Querschnittsziele – wie beispielsweise „Gute Arbeit“ und Chancengleichheit – wurde dabei ebenso betont, wie die regionsspezifischen Bewertungen eines Projektes bei Richtlinien mit regionaler Bedeutsamkeit, die durch die Ämter für regionale Landesentwicklung vorgenommen werden.

„Ich bin mir sicher, dass die Region gemeinsam mit den verschiedensten Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und vielfältigen weiteren Bereichen die schwierigen und anspruchsvollen Aufgaben der Zukunftsgestaltung bewältigen kann und wird.“, blickte der Landesbeauftragte zum Abschluss der Veranstaltung positiv und motiviert in die Zukunft. Akteure, Entscheidungsträger und die gesellschaftlichen Kräfte seien nunmehr zu bündeln und Beteiligungsprozesse zu organisieren. Abschließend machte der Landesbeauftragte deutlich: „Das Werkzeug ist zur Hand. Wir als Amt für regionale Landesentwicklung stehen Ihnen unterstützend und beratend bei Ihren Vorhaben jederzeit und gerne zur Seite – um Ihrem Projekt nach bestem Wissen einen eigenen Startschuss zu ermöglichen.“.

Informationen rund um die Veranstaltung und die Folien zu den Förderrichtlinien stehen im Internet unter www.arl-bs.niedersachsen.de zum Download bereit.

Organisationsstruktur

Die Organisationsstruktur des Amtes für regionale Landesentwicklung Braunschweig.