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Südharzstrecke

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Buch zum Jubiläum der Südharzstrecke Northeim – Nordhausen ab sofort erhältlich

Am 1. Dezember 2018 konnte die Strecke Northeim – Herzberg ihren 150. Geburtstag feiern, am 1. August 2019 kann es dann die gesamte Strecke Northeim – Nordhausen. Viele Ereignisse während des Baus und des Betriebs der Strecke weisen sie als eine besondere aus, die in ihren 150 Jahren viel erlebt hat. Deswegen stand für Michael Reinboth vom Geschichtsverein in Walkenried von vornherein fest, dass es zu diesem Jubiläum auch ein angemessenes Buch geben musste.

150 Jahre Northeim - Nordhausen

Kurz vor Weihnachten konnte er die ersten Exemplare beim Papierflieger in Clausthal-Zellerfeld abholen, der – wie für alle Schriften des Geschichtsvereins – auch als Verlag für dieses Buch fungiert. Es ist zum Preis von 15 € ab sofort bei Michael Reinboth, im Archiv des Geschichtsvereins in Walkenried und beim Papierflieger-Verlag zu bekommen. Ab Anfang Januar kann es dann auch über den örtlichen Buchhandel bezogen werden. Auf 240 Seiten wird nicht nur die Strecke mit ihren Bahnhöfen und Besonderheiten beschrieben, sondern es gibt auch eigene Kapitel zur Baugeschichte, zum Walkenrieder Tunnel, zur Rolle der Strecke während des Dritten Reichs und im Zweiten Weltkrieg (ein Beitrag von Paul Lauerwald aus Nordhausen), zur Entwicklung des Güterverkehrs und des Personenzug-Fahrplans. Ein Kapitel widmet sich dem aktuellen Zustand der Strecke und dem heutigen Fahrplan mit seinen Stärken und Schwächen.

Sehr viele Bilder aus den letzten Jahrzehnten ergänzen das Werk. Keines davon wurde vorher in anderen Büchern publiziert, so dass auch für Freunde der Fahrzeuggeschichte einiges Interessante dabei sein dürfte. Hierbei haben viele Fotografen und Sammler Michael Reinboth unterstützt und aus ihrem Fundus herrliche Aufnahmen zur Verfügung gestellt.

„Es ging mir darum, nicht Bekanntes wie den Einsatz der letzten Dampfloks 1976 zu wiederholen, sondern einige andere Aspekte der Streckengeschichte in den Vordergrund zu rücken“ erläutert Reinboth, der sich auch über die Grußworte der Landesnahverkehrsgesellschaft und der DB Regio freut, zeigen sie doch, dass man sowohl in Hannover als auch in Braunschweig an der weiteren Entwicklung der Strecke interessiert ist.

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Vier Termine des Walkenrieder Geschichtsvereins im Herbst 2018

Auch am Jahresende hat der Geschichtsverein noch einiges zu bieten. Nachfolgend soll auf vier besondere Highlights hingewiesen werden.

Samstag, den 20.10.2018, 14.00 Uhr, ehemaliger Bahnhof Tettenborn
Michael Reinboth

Auf den Spuren des ehemaligen Bahnhofs Tettenborn

Das Jubiläum der Südharzstrecke Northeim – Nordhausen zieht mehrere Veranstaltungen nach sich. Neben Vorträgen (siehe unten) wird es auch diverse kleine Exkursionen geben, zu denen bitte Fahrgemeinschaften gebildet werden (ggf. Anruf bei mir). Am 20.10. geht es zum ehemaligen Bahnhof Tettenborn, der eine interessante Geschichte aufzuweisen hat: Erst „Tettenborn-Sachsa“, dann nur noch „Tettenborn“, aber mit großem Hinterland, vielen Gleisen und etlichen Verladern, nach 1945 Niedergang auch infolge des Verlustes des Hinterlandes. 1944/45 Umschlagbahnhof für die Feldbahn zum Bau der Helmetalbahn durch die SS-Baubrigaden. Vieles ist nur mehr archäologisch aufspürbar, aber anhand alter Gleispläne noch auszumachen. Kurze Spaziergänge im Gelände sind vorgesehen, aber auf befestigten Wegen.

Mittwoch, den 24.10.2018, 15.00 Uhr, Gemeindebücherei Walkenried
Fritz Reinboth

Aus der Vorgeschichte von Wieda: Spuren der ältesten Kupferhütten den Klosters Walkenried

Es geht um die in der heutigen Ortslage von Wieda nachweisbaren Schlackenhalden. Mit den urkundlich für Walkenried belegten „Hütten im Harzwald” können nur diese Hüttenplätze gemeint sein. Sie sind viel älter als die vielzitierten am Pandelbach, die urkundlich gar nicht erfasst sind. Der Name Wieda (Wald) erscheint erst später, für ein Jubiläum könnte man die erste Erwähnung dieser Hütten genauso gut heranziehen!  Sie lagen bzw. liegen an der ehemaligen Wiedaer Sägemühle im Steigertal, bei der späteren Wiedaer Hütte, am Kastental, an der ehemaligen Zainhütte unterhalb der neueren Schule, im Eulental und im Bereich der Papiersackfabrik. Von Schlackenhalden ist kaum noch etwas zu sehen, aber die alten Aufschlaggräben für die Blasebälge wurden z.T. später für die Eisenverhüttung wieder hergerichtet und sind noch verfolgbar. Vieles ist allerdings der neueren Entwicklung zum Opfer gefallen. Auf die jüngeren Hüttenplätze am Brunnenbach soll abschließend kurz eingegangen werden. Alle diese Hütten verarbeiteten Rammelsberger Erz. Ein Aufsatz zu den Wiedaer Hütten soll im Oktoberheft von Unser Harz erscheinen. Darin ist das gleiche Thema (ohne Brunnenbach) behandelt. Als Belege dienen alte Karten, auf denen die meisten Kupferschlackenhalden noch vermerkt sind, sowie ältere Literaturstellen (z.B. Stübner).

Mittwoch, den 28.11.2018, 15.00 Uhr, Gemeindebücherei Walkenried
Michael Reinboth

Die Geschichte der Südharzstrecke Northeim – Nordhausen anhand alter Fahrpläne betrachtet

Fahrpläne sind keineswegs langweilig. Heute sowieso nicht, weil sie kaum eingehalten werden… Aber Spaß beiseite: Anhand von Fahrplänen aus den Jahren 1894 bis 2019 lässt sich sehr viel über die Entwicklung der Südharzstrecke in Erfahrung bringen – immer im Kontext zur allgemeinen politischen und wirtschaftlichen Lage. Was fuhr hier früher? Und wohin? Warum fuhren in bestimmten Jahren viele, in anderen Jahren weniger Züge? Was war eigentlich 1945 oder 1946 hier los? Warum finden sich 1953 Fahrplantabellen für grenzüberschreitende Züge, die nie gefahren sind? Dies und ähnliches steht zur Debatte. Auch ein Seitenblick auf den früher umfangreichen Güterverkehr wird unternommen.

Mittwoch, den 30.01.2019, 15.00 Uhr, Gemeindebücherei Walkenried
Friedemann Schwarz

Eine Wanderung entlang der alten Grenze zwischen Hohegeiß und Walkenried

Unser Schriftführer hat den „Harzer Grenzweg“ unter die Füße genommen. Was ihm da links und rechts des Abschnitts von Hohegeiß bis Walkenried so alles aufgefallen ist, hat er fotografiert und erforscht. Und da gibt es eine Menge zu entdecken: Verlassene Sanatorien, alte Grenzsteine, Bergbaurelikte und vieles mehr. Freuen Sie sich auf einen wie immer abwechslungsreichen und zum Nachahmen anregenden Vortrag!

Gipsmuseum

Das Archiv für Heimatgeschichte, die ortsgeschichtliche Sammlung Walkenried sowie die Bücherei befinden sich im Gebäude der ehemaligen Walkenrieder Grundschule am Geiersberg.

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