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Leserbriefe

Schwache Gemeinden – starke Vereine


(ein Leserbrief von Ruth Monicke)

Was wäre Walkenried, Wieda oder Zorge,  ohne die vielen Menschen, die sich in vielfältiger Weise für das öffentliche Wohl ihrer Gemeinde einsetzen? Es sind Gruppen, Vereine, aber auch einzelne Bürger, die sich in irgendeiner Form einbringen. Es ist nicht entscheidend, wie und was sie tun, es ist entscheidend, dass sie etwas tun was eine Gemeinde nicht leisten kann. Weder finanziell noch personalmäßig. Und darunter fallen auch die kleinen, aber so entscheidenden Dinge, die so wesentlich das Ansehen und den Ruf eines Ortes ausmachen.

Erst kürzlich, es war Pfingsten und Corona ließ erstmals ein Durchatmen zu. Ein Spaziergang entlang der Teiche in Richtung Spatenborn durfte schon mal drin sein understaunlich viel Fremde nutzten  ebenso das schöne Wetter.  Gemäht und freigehalten vom Gestrüpp waren die Wege entlang der Teiche und rund ums Anglerheim. Und als gelungene Überraschung säumten neue Ruhebänke die wunderschönen Wanderwege Richtung Blumenberg. Es musste an diesem Tage jedem Einheimischen bewusst sein, hier ergänzen sich zwei Vereine, der „Angelverein“ und die „Wir Walkenrieder“. Beide tragen dazu bei, Walkenried attraktiv und sehenswert für Wanderer und Gäste zu erhalten.                                 

So spielt die Unterhaltung der Teichlandschaft die gleiche wichtige Rolle, wie die Pflege rund ums Kloster, beides getragen von den Vereinen. Außerdem von vielen, die ohne Vereinszugehörigkeit immer zur Stelle sind, wenn sie gebraucht werden. Und wer denkt da nicht automatisch an leckere Salate und schmackhafte Kuchen, die die Walkenrieder Frauen anzubieten haben.All diese Arbeiten, die schon über Jahrzehnte mit viel  Einsatz und Freude geleistet werden, verlangen von den betreffenden Vereinsmitgliedern Kraft und Freizeit – und nicht zuletzt auch Geld.                                                                      

So denke ich an den „ Angelverein“, der schwere Gerätschaften selbst anschaffen und eine  Menge Pacht zahlen muss.  Ebenso die „Wir Walkenrieder“,  Bänke bauen sich nicht kostenlos und mit der Zeit hat auch jedes Mitglied seine Vorräte durchforstet und dies und das aus seinem Fundus gestiftet. Aber eines Tages ist auch das letzte Brett verbaut. Also, …….?  Naja, der geneigte Leser wird schon wissen,  worauf ich hinaus will. Ja, eine kleine Geldspende wäre hin und wieder angebracht. Denn all die Mühe der Vereine, ist nicht Eigennutz, wir, die Bürger und Gäste profitieren von einem gepflegten Umfeld.    

Doch es geht nicht allein um eine finanzielle Spende.  Vielleicht stellt sich der Leser mal an einem langweiligen Tag in seinen Keller, noch besser, in Opas Keller. Das ist die reinste Schatztruhe. Und jeder kommt zu folgendem Ergebnis:   Hier eine Schachtel neuer Steckschrauben (dabei brauchten wir damals nur zwei Stück, mussten aber die ganze Schachtel kaufen). Und in dem Regal auch noch Schachteln und so kommen unsagbar viele Gerätschaften und  Baumaterialien zum Vorschein,  die eines Tages im Müll landen könnten. Das sollte keiner zulassen, sprechen Sie jemanden vom Verein „Wir Walkenrieder“ an. Die werden manches gut gebrauchen können. Und wenn Sie dann noch eine verlassene Werkstatt anzubieten hätten, oder wenigstens wüssten, wo Ähnliches genutzt werden könnte, das wäre dann wirklich der Hammer!

So schließe ich mich den  Walkenrieder Einwohnern an, die sagen, wir haben zum Glück paar starke Vereine.

Ruth Monicke

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